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Neues Wohnhaus am Bahnhof geplant

Falkensee Neues Wohnhaus am Bahnhof geplant

In der Falkenseer Innenstadt könnte schon bald eine Baulücke an prominenter Stelle geschlossen werden. Zwei Berliner Unternehmer wollen in der Poststraße/Ecke Hansastraße, in unmittelbarer Nähe des Falkenseer Bahnhofs, ein neues Mehrfamilien-Mietshaus mit Gewerbeflächen bauen.

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Wenn es nach den Bauherren geht könnte dieses Gebäude schon bald eine Lücke in der Falkenseer Innenstadt schließen.

Quelle: Gussmann

Falkensee. In der Falkenseer Innenstadt könnte womöglich schon bald eine Baulücke an prominenter Stelle geschlossen werden. Zwei Berliner Unternehmer wollen in der Poststraße/Ecke Hansastraße, in unmittelbarer Nähe des Falkenseer Bahnhofs, ein neues Mehrfamilien-Mietshaus mit Gewerbeflächen bauen. Montagabend stellten Marco Pollex und Thomas Frieling ihr Vorhaben im Ausschuss für Stadtentwicklung vor.

„Wir möchten in dem Gebäude zwölf neue Wohnungen schaffen und im Erdgeschoss Gewerbe ansiedeln“, erklärte Bauherr Marco Pollex. Geplant ist ein fünfgeschossiger Bau mit leicht abgesenktem Parkbereich und Fahrradkeller. Eine Tiefgarage sei an dieser Stelle aufgrund des niedrigen Grundwasserspiegels nicht realisierbar gewesen. Bei ihrer Planung haben sich die Bauherren bewusst für zwölf Wohnungen mit einem eher kleinen Grundriss entschieden (im Durchschnitt rund 60 Quadratmeter), um die Wohnungen zu bezahlbaren Mieten anbieten zu können. Darüber hinaus sei bei den Planungen auf eine überdurchschnittliche Energieeffizienz gesetzt worden, um auch die Nebenkosten gering zu halten.

Grundstück stellte Planer vor eine Herausforderung

Die örtlichen Gegebenheiten stellten die Bauherren jedoch vor große Herausforderungen. „Das Grundstück liegt direkt zwischen einem großen Mehrfamilienhaus und einem deutlich flacheren Kirchengebäude“, so Pollex. Um einen Übergang vom geplanten Neubau zum bestehenden Gebäude der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde zu schaffen, entschied sich der Berliner Architekt Mathias Gussmann für eine Terrassierung. „Das Gebäude ist in Ebenen angeordnet, die wie eine Treppe nach oben führen“, erklärte der Architekt. Zusätzlich soll die letzte Ebene leicht versetzt zum Grundkörper gebaut werden. „So macht es den Eindruck, als würde sich die oberste Etage wie ein Kopf Richtung Bahnhof drehen“, so Gussmann. Von der Höhe soll sich das neue Gebäude am benachbarten Mehrfamilienhaus orientieren. Trotz seiner Größe wirke das Gebäude durch die Verwendung von Glas und Holzelementen dennoch nicht erdrückend.

„Neben den Wohnungen ist es uns wichtig, im Erdgeschoss auch Gewerbe anzusiedeln, am liebsten wäre uns dort eine gastronomische Einrichtung“, so Marco Pollex, selbst Experte für private Immobilienfinanzierung und Bauplanung. In der Planung hätten sie dafür bereits alle notwendigen Voraussetzungen, wie separate Zugänge und Hygienestandards, erfüllt. Sobald die Unternehmer grünes Licht von der Stadt bekommen, wollen sie mit der Suche nach einem Betreiber beginnen.

Der Entwurf des Architekten kam bei den meisten Ausschussmitgliedern gut an. Ihnen gefiel neben der modernen Gestaltung auch die Idee der gastronomischen Nutzung im Erdgeschoss und der Plan, das Dach zu begrünen. Es gab aber auch kritische Stimmen, etwa die Fünfgeschossigkeit betreffend. Diese könnte zu prägend für die Gegend um den Bahnhof sein, so die Befürchtungen. Um den Abgeordneten deutlich zu machen, dass dieses Gebäude nur so gebaut werden könne, riss der Architekt kurzerhand die oberste Etage des Modells ab. Das Gebäude verlor schlagartig seine Wirkung. Für den geplanten Bau müsste jedoch der geltende Bebauungsplan angepasst werden.

Bauherren wollen Immobilie auf lange Sicht halten

Die Bauherren Marco Pollex und Thomas Frieling haben gemeinsam mit ihrem Architekten lange nach einer Lösung für dieses Grundstück gesucht. „Wir waren unzählige Male vor Ort und haben viele Modelle gebaut, aber nur diese Variante ist für uns auch wirtschaftlich machbar. Können wir das Gebäude so nicht bauen, müssen wir das Grundstück wieder verkaufen“, sagte Thomas Frieling, Wirtschaftsinformatiker und Internet-Unternehmer. Die beiden wollen das Haus als Altersvorsorge nutzen. „Wir haben kein Interesse daran, es zu bauen und anschließend zu verkaufen“, betonte Frieling.

Von Danilo Hafer

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