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Neues Zuhause für Nauens Leichtathleten

Nauen Neues Zuhause für Nauens Leichtathleten

Für rund 1,1 Millionen Euro baut der Sportverein Leonardo da Vinci in Nauen (Havelland) einen neuen Trainingsplatz. Neben einer ordentlichen Bahn können sich die Sportler auch auf eine Weit- und Hochsprunganlage freuen. Ein Problem löst der neue Platz aber dennoch nicht.

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Spatenstich für den neuen Sportplatz.
 

Quelle: Hafer

Nauen.  Nach vielen Jahren der Planung und der Beantragung von Fördermitteln konnte am Montag der erste Spatenstich für den neuen Trainingsplatz auf dem Gelände des Leonardo Da Vinci Campus in Nauen begangen werden. Fast zehn Jahre hat der Vorsitzende des Nauener Sportvereins Leonardo da Vinci, Olaf Kosater, auf diesen Moment gewartet. Die alte Aschenbahn, auf der die Leichtathleten bisher trainieren mussten, habe in keiner Weise den Anforderungen einer modernen Sportanlage entsprochen. „Teilweise mussten wir auf andere Sportstätten ausweichen, das war ein katastrophaler Zustand“, so Kosater.

Bis Dezember soll anstelle des alten Platzes nun eine neue Trainingsanlage mit einem 250-Meter-Oval und einer 130-Meter-Sprintstrecke entstehen. Auch Hoch- und Weitsprunganlagen sowie Bereiche für die werferischen Disziplinen wird es auf dem neuen Sportplatz geben. „Mit der neuen Anlage können unsere Sportler fast alle olympischen Disziplinen an diesem Ort trainieren“, sagte Olaf Kosater.

Rund 1,1 Millionen Euro wird das Bauvorhaben kosten. 652 500 Euro stammen dabei allein aus Fördermitteln des Landes. „Landesweit standen 15 Millionen Euro für Vereine zur Verfügung, der Sportplatz in Nauen ist das größte Projekt, das gefördert wird“, erklärte Christian Braune vom Landessportbund Brandenburg. Den Restbetrag musste der Verein selbst aufbringen. „Wir sind immer noch dabei, alles in trockene Tücher zu bringen, und müssen auch sparen, aber das funktioniert“, so der Vorsitzende.

Über den neuen Platz freuen sich vor allem die rund 165 Vereinsmitglieder, von denen allein gut ein Drittel dem Bereich Leichtathletik angehört. „Wir haben in der Vergangenheit auch die Bahn auf dem Platz des Oberstufenzentrums nutzen können, mussten dafür aber immer die Hürden einmal über die Straße tragen und zurück, das war immer sehr nervig“, erzählte Laura-Marie Roggisch. Die 14-Jährige betreibt Weitsprung und hat schon erfolgreich an mehreren Landesmeisterschaften teilgenommen. Für die Werfer sei die Anlage sogar schlicht zu kurz gewesen und Bälle landeten häufig im Gebüsch.

„Es ist toll, dass der Verein trotz der schlechten Bedingungen in der Vergangenheit schon so erfolgreich war, und ich bin mir sicher, dass dieser Platz künftig nun auch über die Grenzen Nauens an Bedeutung gewinnen wird“, betonte Nauens Bürgermeister Detlef Fleischmann (SPD). Ein Problem löse der neue Platz dennoch nicht. „Wir haben weiterhin keine Wettkampfanlage mit einer 400-Meter-Bahn, da muss die Stadt nachholen“, sagte Olaf Kosater.

Von Danilo Hafer

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