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Nicht alle setzen auf Grippeschutzimpfung

Havelland Nicht alle setzen auf Grippeschutzimpfung

Die Meinungen über die jährliche Grippeschutzimpfung gehen im Havelland auseinander. Während diejenigen, die schon einmal an einer echten Grippe erkrankt sind, sich mit einer Impfung schützen, lehnt ein Großteil die Influenza-Vorsorge kategorisch ab.

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An diesem Pieks scheiden sich die Geister.

Quelle: Dpa

Havelland. „Obwohl die typische Grippezeit erst mit dem Vogelzug, also ab Januar oder Februar losgeht, lassen sich derzeit viele Havelländer impfen, was genau richtig ist“, weiß die Nauener Allgemeinmedizinerin Maria Hartenstein. „Besonders für ältere Menschen und Kinder, aber auch für jeden anderen ist die Impfung empfehlenswert – vor allem wenn man viel unter Menschen ist“, sagt Hartenstein, die regelmäßiges Händewaschen und auch den Gebrauch Desinfektionsmittel während einer Grippewelle empfiehlt. „In der Schweiz hängen in jeder Behörde und sogar in den Supermärkten Desinfektionsspender. Das haben wir in Deutschland verpennt.“

Das weit verbreitete Gerücht, dass der geimpfte Patient direkt nach der Injektion krank wird und mit Erkältungssymptomen zu kämpfen hat, kann die Medizinerin nicht bestätigen. „Es stimmt schon, dass das Immunsystem mit der Impfung zu tun hat, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass man gleich krank wird. Es sollte immer bedacht werden, dass die Impfung nur vor der echten Grippe schützt, nicht aber vor grippalen Infekten oder Erkältungen.“ Mit der Impfung würde das Immunsystem jedoch trainiert und sei auch für diese Erkrankungen nicht mehr so anfällig, so die Allgemeinmedizinerin.

Die Meinungen über die jährliche Grippeschutzimpfung gehen im Havelland auseinander. Während diejenigen, die schon einmal an einer echten Grippe erkrankt sind, sich mit einer Impfung schützen, lehnt ein Großteil die Influenza-Vorsorge kategorisch ab. „Ich lasse mich nie impfen. Gesunde Ernährung, positives Denken und viel frische Luft helfen mir besser, als etwas, bei dem ich nicht weiß, was für Nebenwirkungen es hat“, schreibt zum Beispiel Victoria Aurel aus Falkensee. „Ich bin seit Jahren im Krankenhaus tätig, habe mich nie impfen lassen und hatte noch nie eine Grippe“, schreibt Stefanie Nützsche.

Gute Erfahrungen hat hingegen MAZ-Leser Rainer Walther gemacht: „Ich habe mich impfen lassen, und bis jetzt ist alles gut.“ Auch Carsten Scheibe aus Falkensee schwört nach einer Erkrankung auf die schützende Impfung: „Ich hatte vor drei Jahren die echte Grippe und bin zwei Wochen lang fast hops gegangen. Ich war vorher in 25 Jahren nur einen Tag krank und dann gleich zwei Wochen“, so Scheibe.

Von Laura Sander

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