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Havelland Nicht alle sind vorbildlich
Lokales Havelland Nicht alle sind vorbildlich
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19:00 31.08.2015
Am ersten Schultag wurden alle 24 Erstklässler auf dem Schulhof von ihrer Lehrerin abgeholt. Quelle: Wolfgang Balzer
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Nauen

Montagmorgen, kurz vor sieben Uhr. Auf der Berliner Straße vor der Nauener Grundschule am Lindenplatz herrscht um diese Zeit nicht gerade reger Verkehr. Die ersten Schüler treffen mit ihren sichtlich schweren Schulmappen ein. Lisa (9), Schülerin der vierten Klasse, freut sich nach den langen Ferien auf den Unterricht. Ein Lehrer hat einen Blick sowohl auf die eintreffenden Schüler als auch auf die Verkehrssituation vor dem Schultor.

„Jeden Tag hat ein Lehrer Frühaufsicht, nicht nur zum heutigen Unterrichtsstart der Erstklässler“, kommentierte Schulleiterin Heike Dietrich am Montagmorgen die Situation. Sie ist froh, dass sich ganz in der Nähe eine Bushaltestelle befindet, an der auswärtige und weiter entfernt wohnende Schüler, die mit dem Bus ankommen, sicher aussteigen können. Allerdings werden viele Schüler auch mit dem Auto zur Schule gebracht. Dadurch gebe es oft knifflige Verkehrssituationen direkt vor dem Schultor, merkte sie an.

Wie zum Beweis hielt bei inzwischen dichterem Verkehr in diesem Moment genau auf der Zufahrt zum Schulhof ein Pkw. Vater und Sohn stiegen in aller Ruhe und Selbstverständlichkeit aus, die Schulmappe wurde aus dem Kofferraum geholt. Ein Bus musste halb auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Das alles wenige Meter hinter dem Kreisverkehr und einem Verkehrszeichen, das ausdrücklich auf „Kinder!“ hinweist. „Sind doch nur wenige Augenblicke“, kommentierte der Vater sein nicht gerade beispielhaftes Verhalten. Seinen Namen wollte er aus nachvollziehbaren Gründen nicht nennen. Zu allem Übel hielt hinter dem Fahrzeug gleich noch ein Auto mit der gleichen Absicht. Polizeibeamte, die in diesen Tagen vor den Schulen verstärkt den Verkehr überwachen und aufklären wollen, hätten hier viel Arbeit gehabt.

Stephanie Lasch aus Nauen bringt jeden Morgen ihre beiden Sprösslinge zur Schule. Sie hält allerdings wenige Meter weiter auf dem Parkplatz. „Das ist sicherer“, meinte sie, merkte aber auch an, dass morgens oft kein Parkplatz frei sei, dann wäre es schwierig, denn viele Eltern brächten ihre Kinder mit dem Auto zur Schule.

Inzwischen sammelten sich die Erstklässler auf dem Schulhof, bekamen von ihrer künftigen Lehrerin erste Informationen und gingen in aller Ruhe, aber voller Erwartungen in das Schulgebäude. Tobi (6) winkte noch kurz seiner Mutter. Nicole Heyer aus Nauen hatte ihren Jüngsten auf dem Schulweg begleitet. „Ich habe Tobi auf den künftigen Schulweg vorbereitet, ihm die Gefahren aber auch das richtige Verhalten erklärt“, sagte sie. So, wie es ihr selbst früher erklärt worden sei, merkte sie noch lachend an. Allerdings bemängelte sie auch die mangelhafte Straßenbeleuchtung im Herbst und im Winter an der Hamburger Straße bis hin zur Sparkasse.

Vorsicht im Verkehr ist auf alle Fälle geboten, heißt es auch bei der Polizei. „ABC-Schützen sollten nicht alleine mit dem Fahrrad zur Schule fahren“, empfiehlt Axel Schugardt, Sprecher der Polizeidirektion West. Eltern sollten warten, bis die Schüler ein entsprechendes Alter erreicht haben, etwa nach der schulischen Radfahrausbildung in der vierten Klasse. Am gestrigen Montag wurden viele ABC-Schützen, ob mit und ohne Rad von den Eltern auf dem Schulweg begleitet.

Von Wolfgang Balzer

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