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Havelland Nicht nur Glückwünsche für den Gewinner
Lokales Havelland Nicht nur Glückwünsche für den Gewinner
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21:20 12.10.2015
Die Mehrheit sagte Ja zu Müller im Rathaus. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Viel Zeit zum Feiern oder Wundenlecken hatten die Falkenseer Bürgermeister-Wahlkämpfer nicht. Barbara Richstein (CDU) hatte Montag Vormittag im Bieneninstitut Hohen Neuendorf einen Termin, wo sie Schüler bei einem EU-Projekt begleitete, nachmittags saß sie im Kreistag. Heiko Müller (SPD) war mit der Haushaltsdebatte beschäftigt, abends tagte der Bauausschuss. Der Politikalltag geht weiter.

Aber die Wahl hat Falkensee verändert, auch wenn Heiko Müller weiterhin Bürgermeister der wachsenden Stadt ist. Nach der Wahl erhielt er von vielen Seiten Glückwünsche, dabei auch von den politischen Gruppierungen, die ihm nicht unbedingt nahestehen. „Wir gratulieren Heiko Müller zur Wiederwahl verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Politik in Falkensee grundlegend ändern wird“, sagte Sascha Piur, Ortsvorsitzender der FDP. „Ein Schwimmbad hilft vielleicht, denkbar knapp eine Wahl zu gewinnen, ist aber keine Antwort auf die offenen Fragen.“ Er hofft außerdem, dass in der Stadtverordnetenversammlung verlorenes Vertrauen zwischen den Fraktionen wieder aufgebaut werden kann.

Glückwünsche auch von den Falkenseer Grünen. In der Stadtverordnetenversammlung gibt es keine klaren Mehrheiten. „Für uns wird es daher darum gehen auszuloten, wo wir Müller unterstützen können“, erklärte Sprecher Gerd Gunkel. In einigen Themen, wie Inklusionskita Rohrbecker Weg oder Willkommensinitiative, ist die Zusammenarbeit gut vorstellbar, bei anderen Themen - wie Stadtentwicklung, Verkehr und Lärm – werde man es „vielleicht eher wie bisher mit der CDU halten“.

Das sehen die Christdemokraten ähnlich. „Es hat sich gezeigt, dass wir mehr Berührungspunkte mit den Grünen und der FDP als mit der SPD haben“, sagte Daniela Zießnitz, CDU-Fraktionsvorsitzende, vor allem mit Blick auf das Thema Verkehr und Bürgerbeteiligung. „Koalitionen oder Zählgemeinschaften schließe ich aus“, sagte sie am Montag. Es werde auf das Sachthema geschaut. „Die Fronten hatten sich verhärtet, aber das muss ja nicht so bleiben“, blickte sie voraus. Die Wahl wäre trotz des Sieges auch ein Denkzettel für Heiko Müller. „Wenn sich zeigt, dass der Bürgermeister gesprächsbereiter ist, können wir auch anders zusammenarbeiten.“

Die Linken setzen weiter auf themenbezogene Zusammenarbeit und wollen dabei einige Schwerpunkte setzen: Wohnungsbau durch die stadteigene Wohnungsgesellschaft Gegefa, Auslotung der Möglichkeiten für Stadtwerke und Überarbeiten der Baumschutzordnung, damit diese die Bürger mehr motiviere als einschränke.

An den Mehrheitsverhältnissen in der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung hat die Bürgermeisterwahl nichts geändert. Die CDU ist seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr vor der SPD die stärkste Fraktion im Stadtparlament. „Wir werden ohne klare Mehrheiten arbeiten. Die müssen von Beschluss zu Beschluss gesucht werden“, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Ein Situation, mit der auch schon sein Amtsvorgänger Jürgen Bigalke leben musste.

Heiko Müller hofft, dass die lähmende Polemik der Wahlkampfmonate jetzt draußen bleibt, dass sich wirklich alle Parteien wie angekündigt konstruktiv an der Falkenseer Kommunalpolitik beteiligen und nicht Dinge auf die lange Bank schieben.

Von Marlies Schnaibel

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