Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Noch einmal das Meer sehen
Lokales Havelland Noch einmal das Meer sehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 15.07.2016
Jürgen Haase und der Brandenburger Wünschewagen. Quelle: Laura Sander
Anzeige
Havelland

Das Spiel des Lieblingsvereins noch einmal erleben, einen Tag mit der Familie verbringen oder noch ein letztes Mal das Meer sehen. Mit dem Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) könnten diese Dinge für viele sterbenskranke Menschen in Brandenburg jetzt wahr werden. Seit diesem Sommer ist der umgebaute Krankenwagen in der Region unterwegs und setzt da an, wo Angehörige, Hospize oder andere Pflegeeinrichtungen an ihre personellen und finanziellen Grenzen stoßen. „Unter dem Motto ,Letzte Wünsche wagen’ hat sich das Projekt zum Ziel gesetzt, Menschen auf ihrer Schluss-Etappe im Leben kostenfrei einen letzten Wunsch zu erfüllen“, so Jürgen Haase, Landesgeschäftsführer des ASB.

Der umgebaute Krankenwagen ist mit großen Panoramafenstern, einem Sternenhimmel, Musik, einer bequemen Liege sowie komfortablen Sitzen für die Angehörigen und Ehrenamtlichen ausgestattet. „Trotzdem ist und bleibt es ein Krankenwagen. Alles, was man im Notfall braucht, wie zum Beispiel einen Defibrillator oder ein Beatmungsgerät, sind vorhanden“, erklärt Haase. Kosten für das Wunschmobil – 100 000 Euro, die der ASB erst einmal komplett übernommen hat. „Weitere Kosten versuchen wir über Spenden zu decken und das sind für 50 Fahrten immerhin rund 80 000 Euro. Sollte nicht genügend zusammenkommen, übernehmen wir den Rest.“
Seit dem offiziellen Start des Projektes im Jahr 2014 in Nordrhein-Westfalen konnten deutschlandweit bereits rund 100 Wünsche erfüllt werden. In Schleswig-Holstein gibt es den Wünschewagen seit Ende vergangenen Jahres, jetzt soll er auch in Brandenburg zu einer festen Institution werden – als reines Ehrenamtsprojekt. „Dafür brauchen wir vor allem freiwillige Fahrer und Begleiter. Bislang haben sich bereits 36 Helfer gemeldet, darunter Ärzte, Rettungssanitäter und Pflegefachkräfte – das freut uns natürlich sehr“, sagt Haase. Alle Helfer werden im Vorfeld geschult, werden in die Besonderheiten des Fahrzeugs eingewiesen, nehmen an einem Erste-Hilfe-Kurs teil und lernen mit dem Thema Tod umzugehen. „Die meisten Anfragen kommen erfahrungsgemäß direkt aus dem Hospiz. Oftmals ist es tatsächlich so, dass viele todkranke Menschen einfach nur noch ein letztes Mal ihr eigenes Zuhause besuchen möchten.“

Wer ehrenamtlich für den Wünschewagen tätig werden oder Spenden möchte, wendet sich unter
Tel. (03 31)  6 20 53 60 an den ASB.

Von Laura Sander

Eine literarische Veranstaltung organisiert erstmals der Förderkreis zum Wiederaufbau der Sankt-Marien-Andreas-Kirche in Rathenow. Unter dem Titel „Die blaue Stunde“ lesen vier Vereinsmitglieder am 24. Juli ab 16 Uhr aus dem vierbändigen Roman „Joseph und seine Brüder“ von Thomas Mann. Anschließend diskutieren sie darüber.

15.07.2016
Brandenburg/Havel Forderung an Krauses Insolvenzverwalter - Caterer bleibt auf seiner Rechnung sitzen

Im Insolvenzverfahren der Firma IBP des früheren Bundesverkehrsministers Günther Krause (62) haben auch mehrere Brandenburger Gläubiger offene Forderungen beim Insolvenzverwalter angemeldet. Dazu gehört aber auch das Steakhaus Görden. Als Caterer hatte es vor zwei Jahren etwa 150 Gäste Krauses bewirtet. Doch sein Geld bekam er nicht.

15.07.2016

Der 16-jährige Rathenower Oberschüler Daniel Schliewe galt lange Zeit als versetzungsgefährdet. Als er dann aber zum Praktikum in die MAP GmbH kam, hat das bei ihm für einen großen Motivationsschub gesorgt. Er arbeitet gern an der Lasermaschine und möchte dort eine Lehre beginnen. Er hat begonnen, seine Zensuren verbessern.

15.07.2016
Anzeige