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Havelland Noch mehr Erdbeere in Karls Erlebnis-Dorf
Lokales Havelland Noch mehr Erdbeere in Karls Erlebnis-Dorf
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12:55 21.02.2018
In dieser Maschine erhalten die Fruchtsaftgummis eine Schicht aus Bienenwachs, damit sie nicht aneinander kleben. Quelle: Carsten Scheibe
Elstal

Wer Karls in Elstal besucht, kann den Mitarbeitern auf die Finger schauen. In den gläsernen Manufakturen zeigen die Erdbeer-Experten Schritt für Schritt, wie aus den roten Früchten Marmelade entsteht oder knusperharte Bonbons gefertigt werden. Nun rüstet Karls auf: Jetzt werden auch hauseigene Fruchtsaftgummis produziert.

Zur Eröffnung vor Ort war Samstag Adrian Kostka, der für Karls bislang alle Manufakturen entwickelt hat – von den Maschinenabläufen bis hin zu den Rezepten: „An der Idee einer Fruchtsaftgummi-Manufaktur haben wir drei Jahre lang gearbeitet. Noch nie war eine Produktionsstätte so komplex und kompliziert wie diese. Erstmals können wir ein Produkt auch nicht am gleichen Tag verkaufen. Wir müssen einen Tag vorher beginnen, damit wir am Folgetag die ersten Gummis anbieten konnten.“

Adrian Kostka. Quelle: Carsten Scheibe

Das Besondere an den Fruchtsaftgummis von Karls ist, dass sie zu 55 Prozent aus reinem Erdbeer-Fruchtsaft bestehen. Gefärbt werden die Naschereien ohne künstliche Farbstoffe, stattdessen kommen Schwarze Karotte und Johannisbeere zum Einsatz. Kostka erklärt das Prozedere: „Wir setzen zunächst die Masse an und kochen sie auf. Sie wird dann von Hand in Form gegossen. Dabei entstehen kleine Erdbeeren, die wir kühl lagern. Sie werden anschließend aus der Form gedrückt und in eine Maschine gebracht, die aussieht wie ein Betonmischer. Hier erhalten sie eine Schicht aus Bienenwachs, damit sie nicht zusammenkleben. Anschließend kommen sie in eine selbstgebaute Entfeuchtungsanlage, bevor sie abgefüllt werden.“

Karls richtet seine erste Fruchtsaftgummi-Manufaktur nicht am Stammsitz Rövershagen ein, sondern in Elstal. Das zeigt, dass der Standort bei Berlin das Potenzial hat, die anderen in Sachen Größe und Umsatz zu überflügeln. „Die Erfahrungen, die wir hier sammeln, kommen dann auch den anderen Standorten zugute“, so Kostka.

Die Fruchtgummis wird es zunächst nur in der Geschmacksrichtung Erdbeere geben. Sie schmecken wie ein Löffel Erdbeergelee – fruchtig-süß. Adrian Kostka: „Wir planen eine Produktion von 100 Kilo pro Tag. Auf Dauer kümmern sich drei Mitarbeiter um die Manufaktur.

Karls-Inhaber Robert Dahl plant in Elstal ein Ferienressort mit 2000 Betten, Einzelhandelseinrichtungen und touristischen Attraktionen, zu denen nun schon die gläserne Manufaktur gehört. Im Juni hatte die Gemeinde grünes Licht für das „Erdbeerland“ gegeben.

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Von Carsten Scheibe

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