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Notfalltag mit Schnittstellen

Falkensee Notfalltag mit Schnittstellen

Der 6. Havelländischer Notfalltag in der neuen Falkenseer Stadthalle widmete sich dem Thema „Schnittstellen im Rettungsdienst“. Ärzte, Mitarbeiter von Verwaltung, Feuerwehr und Rettungsdienst diskutierten.

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Rettungsübung mit der Falkenseer Feuerwehr.

Quelle: Vanessa Mehwitz

Falkensee. Schnittstellen können als Wunde betrachtet sehr schmerzhaft sein. Schnittstellen im übertragenen Sinne sind jedoch wohltuend, manchmal lebensrettend. Und um solche „Schnittstellen im Rettungsdienst“ ging es Sonnabend in der neuen Falkenseer Stadthalle. Der Rettungsdienst der Havelland Kliniken hatte zum 6. Havelländischen Notfalltag eingeladen.

Gekommen waren Mitarbeiter aus dem ganzen Land Brandenburg: Ärzte, Mitarbeiter der Verwaltung, von Rettungsdienst und Feuerwehr. „Unser Ziel ist ein Erfahrungsaustausch sowie die Fortbildung, um eine lückenlosere Versorgung zu gewährleisten und die Notfallversorgung zu optimieren“, sagte Frank Heinrich, Geschäftsführer beim Rettungsdienst Havelland, zu dem Aktionstag.

Dabei stand auch das Thema Ersthelfer auf der Agenda und ein neues Projekt der Havelland Kliniken wurde vorgestellt: Erste Hilfe für Kinder. Hier lernen die Kleinen bereits im Kindergarten, wie sie sich in einem Notfall verhalten müssen. Dies geschieht altersgerecht, durch die Geschichte vom Igelchen und seinen Freunden, so dass die wichtigsten Notfall-Telefonnummern bereits vor der ersten Klasse beherrscht werden und idealerweise jedes Kind in Deutschland die Grundlagen zur Ersthilfe kennt. Als Auszeichnung gibt es dann den sogenannten Pflasterpass, eine Art Schwimmpass der Ersten Hilfe für die Kinder. „Eine frühe Prägung begleitet das ganze Leben. Je früher wir diese Themen spielerisch an die Kinder bringen, desto interessierter und aufgeschlossener sind sie“, erklärte Gunter Heinrich, Pädagogiktrainer und Kinderbuchautor. Das Projekt soll nächstes Jahr beginnen.

Im Bereich der fortgeschrittenen Ersthilfe gab es in Falkensee etwas zu bestaunen: Die Feuerwehr Falkensee zeigte eine patientengerechte Rettung am Pkw. Ein Freiwilliger spielte das Unfallopfer am Steuer und wurde aus dem Auto gerettet. Nach der praktischen Vorführung wurde intensiv über den Beruf des Notfallsanitäters gesprochen, der den Rettungsassistenten ablöst.

Wer sich am Sonnabend über ein Projekt ganz anderer Art informieren wollte, konnte dem „Wünschewagen“ einen Besuch abstatten. Organisiert vom Arbeiter-Samariter-Bund, werden hier letzte Wünsche von schwerstkranken Menschen jeden Alters erfüllt. Durch einen bestens ausgestatteter Krankentransportwagen und begleitet durch ehrenamtliche Mitarbeiter, kann der Wunsch nach einem Familienausflug oder der Besuch einer Veranstaltung erfüllt werden. Wer hier Interesse hat mitzuhelfen, ist jederzeit im Team willkommen und kann sich im Internet darüber informieren.

Der Sonnabend stand ganz unter dem Thema Schnittstellen und somit war das Programm nicht nur für Gäste aus den Klinik- oder Pflegebereichen interessant. Matthias Redsch, Allgemeinmediziner in Wachow, hat ab und zu auch mit Notfällen in seiner Praxis zu tun und war vom Notfalltag begeistert: „Die Schnittstellen der Notfallversorgung interessieren mich sehr. Die Themen heute sind gut gewählt, lebhaft gestaltet und alles wurde gut organisiert.“

Von Vanessa Mehwitz

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