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Havelland Notunterkunft für Flüchtlinge macht dicht
Lokales Havelland Notunterkunft für Flüchtlinge macht dicht
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15:10 02.04.2016
Im November besichtigten die Anwohner die noch unbezogene Unterkunft. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Agon-Möbelhaus schließt. Darüber informierte am Freitag Roger Lewandowski, Leiter des Krisenstabes Asyl im Landkreis Havelland.

Erst im November hatten die ersten Flüchtlinge die Uterkunft in der Seegefelder Straße bezogen. Zum 31. März kündigte der Landkreis nun fristgerecht den Mietvertrag. „Die momentane Situation erlaubt es, dass wir die Notunterkunft zurückfahren und schließen können“, so Roger Lewandowski. Bei der Besichtigung der Unterkunft im November, zu der auch Anwohner eingeladen waren, wurde vor allem die Befürchtung laut, dass das ehemalige Möbelhaus dauerhaft zur Unterkunft werden könne. „Es war schon immer klar, dass die Unterbringung in den Agon-Räumlichkeiten nur eine Übergangslösung und die Nutzungsdauer begrenzt ist“, so Falkensees Bürgermeister Heiko Müller am Freitag gegenüber der MAZ. „Auf dem Gelände wird sich in Zukunft eine Firma ansiedeln und Wohnraum entstehen.“

194 Flüchtlinge, die derzeit in der Unterkunft leben, sollen in den kommenden Monaten auf andere Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis verteilt werden, bis der Vertrag am 1. November 2016 endgültig ausläuft. „Die weitere Entwicklung und die anstehenden Prognosen des Landes werden zeigen, inwieweit weitere provisorische Unterkünfte geschlossen werden können“, so Lewandowski. „Der Landkreis reagiert damit auf den derzeit niedrigeren Flüchtlingsstrom und nimmt seine Abmietungsoption in Anspruch, um Kosten zu sparen“, so Christoph Böhmer von der Falkenseer Willkommensinitiative. „Sollten die knapp 200 Bewohner nun in eine der im Bau befindlichen Traglufthallen umverteilt werden, ist das auf jeden Fall eine Verschlechterung. Der Geräuschpegel und die fehlende Privatsphäre waren zwar schon im ehemaligen Möbelhaus ein Problem, dort gab es allerdings Gemeinschaftsräume für Aktivitäten, wie Sprachkurse oder Sport, und viel mehr Platz“, so Böhmer. „Agon eignete sich hervorragend als Unterkunft.“

Von Laura Sander

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