Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Notunterkunft für Flüchtlinge macht dicht

Ehemaliges Agon-Möbelhaus Notunterkunft für Flüchtlinge macht dicht

Die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Agon-Möbelhaus schließt. Erst im November hatten die ersten Flüchtlinge die Räumlichkeiten in der Seegefelder Straße bezogen. 194 Flüchtlinge, die derzeit in der Unterkunft leben, sollen in den kommenden Monaten auf andere Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis verteilt werden.

Voriger Artikel
Randalierer zwangsweise in Klinik eingewiesen
Nächster Artikel
Johanna Leu führt Verein Mark Brandenburg

Im November besichtigten die Anwohner die noch unbezogene Unterkunft.

Quelle: Laura Sander

Falkensee. Die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen Agon-Möbelhaus schließt. Darüber informierte am Freitag Roger Lewandowski, Leiter des Krisenstabes Asyl im Landkreis Havelland.

Erst im November hatten die ersten Flüchtlinge die Uterkunft in der Seegefelder Straße bezogen. Zum 31. März kündigte der Landkreis nun fristgerecht den Mietvertrag. „Die momentane Situation erlaubt es, dass wir die Notunterkunft zurückfahren und schließen können“, so Roger Lewandowski. Bei der Besichtigung der Unterkunft im November, zu der auch Anwohner eingeladen waren, wurde vor allem die Befürchtung laut, dass das ehemalige Möbelhaus dauerhaft zur Unterkunft werden könne. „Es war schon immer klar, dass die Unterbringung in den Agon-Räumlichkeiten nur eine Übergangslösung und die Nutzungsdauer begrenzt ist“, so Falkensees Bürgermeister Heiko Müller am Freitag gegenüber der MAZ. „Auf dem Gelände wird sich in Zukunft eine Firma ansiedeln und Wohnraum entstehen.“

194 Flüchtlinge, die derzeit in der Unterkunft leben, sollen in den kommenden Monaten auf andere Gemeinschaftsunterkünfte im Landkreis verteilt werden, bis der Vertrag am 1. November 2016 endgültig ausläuft. „Die weitere Entwicklung und die anstehenden Prognosen des Landes werden zeigen, inwieweit weitere provisorische Unterkünfte geschlossen werden können“, so Lewandowski. „Der Landkreis reagiert damit auf den derzeit niedrigeren Flüchtlingsstrom und nimmt seine Abmietungsoption in Anspruch, um Kosten zu sparen“, so Christoph Böhmer von der Falkenseer Willkommensinitiative. „Sollten die knapp 200 Bewohner nun in eine der im Bau befindlichen Traglufthallen umverteilt werden, ist das auf jeden Fall eine Verschlechterung. Der Geräuschpegel und die fehlende Privatsphäre waren zwar schon im ehemaligen Möbelhaus ein Problem, dort gab es allerdings Gemeinschaftsräume für Aktivitäten, wie Sprachkurse oder Sport, und viel mehr Platz“, so Böhmer. „Agon eignete sich hervorragend als Unterkunft.“

Von Laura Sander

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Havelland
57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg