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Havelland „Nur einen wönzigen Schluck“
Lokales Havelland „Nur einen wönzigen Schluck“
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00:25 25.11.2015
Köstlich und glutrot: Zum gleichnamigen Stück durfte ein Schluck Feuerzangenbowle nicht fehlen. Jan Damitz (l.) schenkt seinem Schauspielkollegen Helmuth Meier-Lautenschläger ein. Quelle: Ch. Schmidt
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Rathenow

Ein berauschendes Aroma schob sich am späten Samstagnachmittag durch das Kulturzentrum. Im Foyer war es nur ein zarter, süßlicher Duft, der die Nase in Richtung Treppe, dann in die erste Etage und in den Blauen Saal lockte. Hier hatte sich der leichte Geruch zu einer dicken Duftwolke verstärkt. Kurzes Inhalieren genügte, um festzustellen, dass hier ein klarer Fall von alkoholischer Gärung im Raum lag und sich angenehm schwer auf die Sinne legte.

Auf den Tischen dampfte aus Gläsern die glutrote Flüssigkeit, die für den Geruch ursächlich war: Feuerzangenbowle. Selbige hatte Heinrich Spoerl zu seinem gleichnamigen Roman inspiriert. Die Grundlage für das Stück, das die Schauspieler Jan Damitz und Helmuth Meier-Lautenschläger vorbereitet hatten.

Im Frack betraten sie die Bühne, die zum Katheder umfunktioniert wurde, während sich der Rest des Saals in einen Klassenraum verwandelte. Die Gäste übernahmen widerstandslos die Rolle der Pennäler. Jan Damitz, der mit Nickelbrille auf der Nase zum ausgebufften Hans Pfeiffer wurde, zog aus dem Frack eine Kelle, mit der sein Kollege einen hochprozentigen Tropfen entzündete. Die entscheidende Zutat für die Feuerzangenbowle. Unter lodernder Flamme karamellisierte der Zucker zischend in die glutrote Flüssigkeit als das Glöckchen die erste Unterrichtsstunde einläutete.

Heidelbeerwein für alle

Meier-Lautenschläger war in die Rolle des Professors Crey, genannt Schnauz, geschlüpft und bemerkte schnell, der neue „Schöler“, dieser Pfeifer mit drei f, ist ein wenig albern. Meier-Lautenschläger agierte auch als Physiklehrer Bömmel und mimte Direktor Knaur. Er erweckte die Pauker der Lehranstalt zum Leben. Derweil hatte sich Damitz geschickt in die Rolle der Pennäler eingefühlt, die angeführt von Pfeiffer vor allem Crey zur Verzweiflung brachten.

Nach nicht einmal zehn Minuten forderte Damitz die Schüler im Saal mit einem Prost zum gemeinsamen Trinken auf. Wer noch was im Gläschen hatte, folgte seinem Aufruf. Die meisten saßen etwas schüchtern und zurückhaltend an den Tischen. Für die Akteure auf der Bühne Ansporn zu weiteren Streichen. Dabei durfte natürlich die berühmte alkoholische Gärung nicht fehlen. Crey hatte seinen Schülern einen Heidelbeerwein zum Verkosten mitgebracht – aber „Jäder nor einen wenzigen Schlock“.

Nachschub: Fehlanzeige

Trotzdem lallte plötzlich die gesamte Klasse. Pfeiffer erklärte wie Crey befohlen hatte die alkoholische Gärung: „Der gärende Alkohol fängt an zu faseln - fänft an in faselnde Gärung überzugehen - und so entsteht Heidelbeerfusel - Heidelbeerfasel“. Schnauz stellte erschrocken feststellte: „Allen is öbel“. Das Publikum amüsierte sich prächtig und so manchem Gast kam vermutlich die eine oder andere Erinnerung an die eigne Schulzeit plötzlich in den Sinn.

Zum Schmunzeln und Kichern brachten die Schauspieler mit ihrem Programm das Publikum, die ganz große Stimmung wollte aber nicht aufkommen. Das mag daran gelegen haben, dass es nicht ausreichend Feuerzangenbowle gab. Noch bevor das Stück begann, schauten einige Gäste ins leere Glas. Nachschub: Fehlanzeige. Das kann schon mal die Stimmung trüben.

Von Christin Schmidt

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