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Havelland Nur wenige wollen Berufskraftfahrer werden
Lokales Havelland Nur wenige wollen Berufskraftfahrer werden
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00:17 25.03.2017
Colossus-Chef Klaus Pietack und drei seiner Auszubildenden. Quelle: Laura Sander
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Wustermark

Zwei Stunden fährt die 18-jährige Julia Starke täglich zu ihrem Ausbildungsbetrieb, dem Logistikunternehmen Colossus im Güterverkehrszentrum (GVZ) Wustermark. „Und egal, wann Arbeitsbeginn ist, sie ist immer pünktlich“, lobt ihr Chef und Geschäftsführer von Colossus Logistics und der Havelport Berlin GmbH, Klaus Pietack. Starke absolviert eine Ausbildung zur Berufskraftfahrerin, ist bereits im zweiten Lehrjahr und kann sich als Frau in einer Männerdomäne behaupten.

„Wir beschäftigen derzeit zehn Lehrlinge. Für das kommende Lehrjahr suchen wir noch jeweils einen Azubi zum Kraftfahrer, zum Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleitung sowie erstmals zur Fachkraft für Hafenlogistik“, sagt Chef Pietack. Es sei das erste Jahr, dass sich nicht genügend Auszubildende bei dem Logistiker beworben hätten. „Und immerhin bilden wir seit zwölf Jahren aus und investieren in die Zukunft unserer Lehrlinge“, so Pietack.

Einen Führerschein mit 17, den Lkw-Führerschein und verschiedene Sonderqualifizierungen wie Lehrgänge über Ladungssicherung oder das Bedienen großer Maschinen gehören zur Ausbildung dazu, sind Grundvoraussetzung. Auch lernschwächere Auszubildende bekommen in dem Wustermarker Unternehmen eine Chance.

„Nachwuchs wird in diesem Bereich vor allem im Havelland dringend gebraucht. Deutschlandweit gehen jährlich 25 000 Berufskraftfahrer in Rente – ausgebildet werden jedoch gerade einmal 5000“, so Pietack.

„Die meisten Jugendlichen interessieren sich für Berufe, die sie aus ihrem Alltag kennen, wie zum Beispiel den Einzelhandel. Die Möglichkeit, eine Ausbildung im Bereich Logistik zu machen, ist vielen gar nicht bewusst“, weiß Melanie Speck von der Agentur für Arbeit in Neuruppin. „Daher sind wir auch in diesem Jahr wieder beim Tag der Logistik am 4. Mai dabei und bieten interessierten Jugendlichen einen Rundgang mit Action an. Jeden, der eine Ausbildung bei uns beginnen möchte, laden wir vorher zu einem dreitägigen Praktikum ein“, so Klaus Pietack.

Insgesamt 9000 Lkw rollen im Jahr auf den Hof des Wustermarker Logistikunternehmens. Hinzu kamen 2016 noch einmal 183 Schiffe, die den Havelkanal von und nach Berlin entlang schippern. „Im vergangenen Jahr haben wir allein rund 40 000 Tonnen Betonteile für Windkraftanlagen transportiert. Holzhackschnitzel, die aus Wäldern in der Region stammen und in Berliner Kraftwerken verheizt werden, und Splitt für den Straßenbau lagern und transportieren wir eigentlich ganzjährig. Saisonal kommt im Frühling Dünger und im Sommer Getreide hinzu“, sagt der Geschäftsführer, der sich mit seinen Azubis auch schon mal Extraanfertigungen für Festivals oder den Karneval der Kulturen in Berlin ausdenkt und anfertigt.

„Im vergangenen Jahr haben wir einen Container mit über 700 Schließfächern entwickelt, der im April dann auf sein erstes Festival gefahren ist. Die Besucher können dort ihre Wertsachen einschließen und an den eingebauten Steckdosen ihre Handys aufladen.“

Von Laura Sander

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