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Nutzungsentgelte für Falkenseer Stadthalle

Freundliche Konditionen für Vereine Nutzungsentgelte für Falkenseer Stadthalle

Die Nutzung der Falkenseer Stadthalle soll für Vereine der Stadt günstiger sein als für kommerzielle Veranstalter. Eine kleine Grundmiete sollen aber auch die Vereine zahlen. Sollten Sie Eintritt nehmen, soll ein kleiner Teil des Erlöses in die Stadtkasse fließen.

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Das Tanzensemble Regenbogen lädt für den 30. April zu einer Tanzshow in die neue Stadthalle ein.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Das hört sich erst mal kompliziert an. Wer die neue Stadthalle für einen Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mietet, bekommt 25 Prozent Rabatt auf den Mietpreis nach Abzug des Eröffnungsrabattes und Sommerferienrabatts. Es gibt klare Preisansagen. 2900 Euro, wer die Konzerthalle für einen Tag nutzt, 825 Euro beträgt die Miete für einen Tag Sporthalle. Soweit die Preisvorstellungen bei kommerziellen Veranstaltungen; aber was ist, wenn Falkenseer Vereine die Halle nutzen?

Da soll es Sonderregelungen geben. Wie die aussehen, stellte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) am Mittwochabend im Falkenseer Bildungsausschuss, der ja auch für Sport und Kultur zuständig ist, vor. „Prinzipiell gilt die Entgeltordnung der Stadt, die seit 2003 angewendet wird“, sagte der Verwaltungschef. Die neue Sporthalle ist also – wie andere Sporthallen auch – neben dem Schulsport für Falkenseer Sportvereine kostenfrei zu nutzen. Aber was ist mit Veranstaltungen, die nicht mehr typische Vereinssachen sind, sondern bei denen Eintrittsgelder erhoben werden, etwa wenn die Reinickendorfer Füchse bei den Handballern zu Gast sind? Wie ist mit gestiegenen Nebenkosten umzugehen? Allein die Endreinigung der Halle kostet etwa 400 Euro.

Als Grundkonzept wurde vorgeschlagen, dass Vereine eine Grundmiete von 100 Euro zahlen und 10 Prozent der eventuell erhobenen Eintrittsgeldern. Letzteres auch nur, wenn die Karten 3 Euro und mehr kosten, um nicht Kinderangebote über Gebühr zu verbürokratisieren.

„Wir wollen, dass Leben in der Halle ist, deshalb wollen wir den heimischen Vereine gute Konditionen bieten“, erklärte Heiko Müller den Falkensee-freundlichen Ansatz der Rechnungen. Es wird ein Unterschied sein, ob das Gymnasium dort zum Konzert einlädt oder ob eine professionelle Schlagerparty gefeiert wird. Berücksichtigt werden müssen auch Nebenkosten, wird von den Haustechnikern „nur“ das Licht angeschaltet oder ist eine aufwendige Programmieren der Licht- und Soundanlage nötig. Auch Stornierungskosten sind festgelegt. „Wir wollen nicht, dass Vereine Termine bunkern und dann kurzfristig absagen“, sagte Müller dazu.

Viel konnten die Abgeordneten zu den nur mündlich vorgelegten Überlegungen nicht sagen. Sie stimmten dem Bürgermeister bei, als der sagte: „Wir werden lernen, wo ist das richtige Maß.“ „Alles soll finanziell im Rahmen bleiben“, forderte Ausschussvorsitzender Gerd Gunkel (Grüne). In einigen Wochen soll eine Zwischenbilanz gezogen werden, wie sich das Nebeneinander, Miteinander oder auch mal Durcheinander von kommerziellen und gemeinnützigen Elementen etabliert hat.

Die jetzt vorgelegten Eckpunkte ermöglichen es aber dem Veranstaltungsmanager Heiko Richter, mit den Nutzern der Hallo konkrete Absprachen zu treffen. Der Eröffnungsrabatt für die ersten 30 Buchungen ist im Prinzip weg, sagte er. Im April geht es jetzt Schlag auf Schlag: Sonnabend gibt es eine Elektroparty, am Tag drauf wird für die Volksmusikfans das Ladiner Fest gefeiert. Es folgen Travestie, Metallica-Music, Schlager und Tanzshow.

Beim ersten kommerziellen Konzert am Sonnabend waren rund 350 Zuhörer gekommen. Dafür hätten die Veranstalter gern die Trennwand gezogen, um den Raum zu verkleinern. Aber die Wand klemmte. Auch das muss sich erst einlaufen.

Von Marlies Schnaibel

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