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Nymphe ist Brieselangs Wahrzeichen

Brieselang Nymphe ist Brieselangs Wahrzeichen

Kopenhagen hat seine Meerjungfrau und Brieselang nun seine Nymphe. Seit Sonnabend steht die Bronze-Skulptur auf einer vier Meter hohen Säule mitten im Kreisverkehr der L 202 und begrüßt die Autofahrer. Vor vier Jahren entstand die Idee, die schmucklose Verkehrsanlage unweit des Nymphensees auf besondere Art zu verschönern.

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Freuen sich über die gelungene Aktion der Brieselanger (v.l.): Bürgermeister Wilhelm Garn, Künstler Guido von Martens sowie Norbert Jütterschenke und Hans-Jürgen Brandtner von der Interessengemeinschaft.

Quelle: Andreas Kaatz

Brieselang. Mehr als 150 Brieselanger schauten zu, als die Feuerwehrkameraden am Sonnabendvormittag vom Korb der Drehleiter aus die Plane von der Nymphe zogen. Ab sofort schmückt die Bronze-Skulptur mitten im Kreisverkehr der L 202 den Ort und ist nun auf dem besten Wege, ein echtes Wahrzeichen zu werden. Dass es beim feierlichen Akt geregnet hat, juckte Künstler Guido von Martens überhaupt nicht. Im Gegenteil: „Das ist ein tolles Wetter für die Nymphe. Schließlich ist sie ja eine Wassernymphe.“

Er ist besonders froh, dass es gelungen ist. „Wenn Wünsche in Erfüllung gehen, ist man glücklich“, sagte von Martens. Dabei war der Weg bis dahin nicht einfach. Vor vier Jahren hatte er die Idee zur Nymphe. Aber ohne die dafür gegründete Interessengemeinschaft wäre es vermutlich nie etwas geworden. „Ich hatte schon oft die Flinte ins Korn werfen wollen, aber die IG war der Motor und hat mir Kraft gegeben, weiterzumachen. Ich hoffe nun, dass die Nymphe von den Brieselangern angenommen wird.“

Diese Hoffnung hat auch Norbert Jütterschenke von der IG: „Wir können stolz sein. Es wird euch allen gut gefallen.“ Er erinnerte daran, dass viel Geld gesammelt wurde für das Projekt, das am Ende rund 40 000 Euro kostete. Firmen und Institutionen spendeten größere Beträge, ebenso Privatleute. Aber auch die vielen kleineren Beträge seien wichtig. „Ich habe gesehen, dass sogar Kinder Geld in unsere Spendengefäße gesteckt haben“, berichtete Jütterschenke, der sich zudem gewünscht hätte, dass mehr alteingesessene Firmen das Vorhaben unterstützen.

Als nahezu einmalig bezeichnete es Bürgermeister Wilhelm Garn, wie die Bürger und auch Freunde von Brieselang in diesem Falle den Ort mitgestaltet haben. Die Gemeinde selbst gibt nur einen kleinen Zuschuss. „Als die Nymphe vor vier Jahren das erste Mal im Gespräch war, haben wir gleich Briefe ins Rathaus bekommen. Die Leute wollten wissen, wo der Hintern hin zeigt und ob die Nymphe barbusig ist“, sagt er und dankte zugleich allen Beteiligten.

Dass Brieselang mit der Skulptur nun bekannter wird, glaubt Matthias Drescher: „Jetzt kann man sagen: Das ist der Ort mit der Nymphe.“ Gleicher Ansicht ist Siegfried Röpke: „Kopenhagen hat seine Meerjungfrau, Brüssel sein Manneken Pis und wir haben unsere Nymphe.“ Dass es auch Kritiker der Nymphe gibt, hält Guido von Martens für normal. „Kunst ist etwas Subjektives. Jeder hat die Freiheit, Kunst zu bewerten. Würden alle die Nymphe loben, hätte ich etwas falsch gemacht.“

Von Andreas Kaatz

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