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Oberschüler wollen bei der Buga ins Finale

Rathenower bei Wettbewerb der Landschaftsgärtner Oberschüler wollen bei der Buga ins Finale

Eine Initiative der deutschen Landschaftsgärtner hat dieses Jahr für die Klassen 7 bis 10 aller allgemeinbildenden Schulen der Republik einen Wettbewerb ausgerufen, dessen Finale im Rahmen der Bundesgartenschau in der Havelregion stattfinden wird.

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Die Duncker-Oberschüler beim Recherchetag. Links Lehrerin Jana Brandstäter, 2. von links Landschaftsgärtner-Azubi Jan Schepler.

Quelle: B. Geske

Rathenow. Das motivierte Jana Brandstäter, Lehrerin an der Duncker-Oberschule in Rathenow dazu, mit einer Schülergruppe an diesem Wettbewerb teilzunehmen, um beim großen Endausscheid dabei zu sein, der ja in ihrer Heimatregion stattfindet.

Unter dem Motto „Schule trifft Landschaftsgärtner“ sind die Mädchen und Jungen aufgerufen, einen Auszubildenden der Branche kennenzulernen und den Beruf nach ausgiebigen Ermittlungen mit einer Präsentation vorzustellen.

Hauptteil der Recherche ist ein Interview mit einem Lehrling. Am Sonnabend trafen deshalb die Oberschüler den Azubi Jan Schepler aus Rathenow, 20 Jahre und drittes Lehrjahr, in der Baumschule seiner Eltern an der Rhinower Landstraße. Das ist zwar nicht sein Ausbildungsbetrieb, der befindet sich in der Nähe von Treuenbrietzen. Der Treffpunkt passte aber trotzdem, weil Jan in der Baumschule gleich wichtige Elemente seiner Ausbildung zeigen konnte. Die Mädchen und Jungen hatten sich im Vorfeld Fragen erarbeitet, mit denen sie den jungen Mann zielgerichtet löchern konnten. Ein Junge fotografierte und ein anderer Junge filmte, weil das bei der Dokumentation gefordert wird.

Bereitwillig und freundlich gab Jan Auskunft über Arbeitszeiten, Pausen und Urlaubsanspruch. Warum er gerade Landschaftsgärtner werden will, erklärte er so: Schon als Kind habe er die Arbeit bei seinen Eltern kennen gelernt und manchmal mitgeholfen. Er sei gern draußen und freue sich, etwas für die Umwelt zu tun.

Gibt es auch gefährliche Arbeiten? Das musste er bejahen. Beim Umgang mit Pestiziden (er übersetzte: mit Pflanzenschutzmitteln) müsse manchmal ein Ganzkörperschutzanzug getragen werden, samt Handschuhen und Atemmaske. Auch auf die etwas knifflige Frage, wie denn der Umgangston bei der Arbeit sei, fand er eine gute Antwort: In der Hauptsaison, wenn es viel zu tun gebe und alles schnellgehen müsse, dann könne es schon mal sein, dass man sich „laut anredet“.

Über die Vergütung gab er Auskunft. 340 bis 370 Euro im 1. Lehrjahr, 390 bis 450 Euro im 2. und 480 bis 560 Euro im 3. Jahr. Der Stundenlohn liege gegenwärtig bei 7,40 Euro, teilte er mit, bis 2017 werde er 9,20 Euro erreichen. „Ist das genug?“, fragte ein Mädchen zum Lehrlingsgeld. Er antwortete diplomatisch: „Man kann davon leben, aber es könnte mehr sein.“ Für Erstaunen sorgte er mit seinen Hobbys: Windsurfen, Schwimmen, Skilaufen und Angeln.

Seine Wintersportorte seien das Fichtelgebirge und der Brocken. Es kam heraus, dass er im Winter relativ viel freie Zeit hat. Der Urlaubsanspruch liegt bei 21 Tagen, aber Überstunden aus der warmen Jahreszeit werden im Winter als Freizeit abgerechnet.

Auf die Duncker-Schüler kommt nun die Aufgabe zu, ihre Ergebnisse auf einer DVD und in einer Arbeitsmappe zusammen zu fassen.
Bis Ende Februar müssen die Unterlagen eingeschickt werden. Der Preis für die Besten ist durchaus heiß. Das Finale findet am 8. und 9. Mai in Brandenburg statt und der Sieger erhält eine Schulhofgestaltung für 5.000 Euro.

Von Bernd Geske

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