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Brieselanger Oberschule muss saniert werden

Lehrer und Eltern fordern die Beseitigung baulicher Missstände Brieselanger Oberschule muss saniert werden

Dreckige Wände, abfallender Putz, feuchtes Mauerwerk im Lehrerzimmer, unfachmännisch beseitigte Schäden: Die Brieselanger Hans-Klakow-Oberschule muss dringend grundrenoviert werden. Überdies hat sie seit Langem ein Raumproblem.

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„Ein Landstrich, der sehr viel zurückgibt“

Die Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang.

Quelle: Fotos: Andreas Kaatz

Brieselang. Die Wände in den Fluren sind dreckig, an einigen Stellen fällt der Putz ab, und nach Arbeiten am Mauerwerk in der Vergangenheit sind die Spuren nur notdürftig beseitigt worden – wenn überhaupt. Im Lehrerzimmer ist eine Telefondose völlig korrodiert, Feuchtigkeit ist im unteren Teil der Wände zu erkennen. Die Dachentwässerung läuft gegen die Wand. Dies sind nur einige der Mängel, die das Gebäude der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang aufweist.

„Der äußere Eindruck ist wirklich schlimm, dabei hat die Schule ein gutes Konzept, die Lehrer sind sehr engagiert“, sagt die stellvertretende Elternsprecherin Corina Joachim. Seit Jahren beklagen Eltern, Schüler und Lehrer den Zustand der Schule. „Es ist ständig ein Thema bei den Elternkonferenzen“, sagt Corina Joachim. Sie sieht darin auch einen Grund, dass die Brieselanger Oberschule für viele Schüler nur zweite Wahl ist. Aber es gibt noch eine weitere Schwierigkeit: „Wir haben auch ein unheimlich großes Raumproblem“, sagt die Brieselangerin. Weil Platz fehlt, müssen für den Unterricht nämlich vier Räume in der Robinson-Grundschule nebenan genutzt werden. Zudem müssen die Schüler zum Sportunterricht häufig nach Zeestow.

Auch die Geduld von Schulleiter Dietmar Bendyk ist langsam erschöpft. „Es ist zehn vor zwölf“, sagt er und nennt die Mängel „eine große Summe von Kleinigkeiten“, auch wenn nicht an jeder Ecke Unfallgefahr bestehe. Bendyk erlebt es aber immer wieder, dass gerade neue Lehrer einen schlechten Eindruck vermittelt bekommen, „wenn in einem Flur bis zu zwölf verschiedene Farben und Farbtöne zu sehen sind“. Bis hin zu Kuriositäten, wie der, dass in der Jungen-Toilette zwei Urinale rechts und links einer Ecke angebracht wurden, aus Platzgründen aber immer nur eines genutzt werden kann.

Der Schulleiter begrüßt es zwar, dass an einem Sanierungskonzept gearbeitet werde, „aber das wird das Raumproblem nicht lösen“, meint er. Wichtig wäre ein Anbau, eventuell nach den Plänen aus den 20er-Jahren, als die Schule errichtet wurde. Damals war neben dem jetzigen Gebäude ein gespiegeltes Pendant geplant. „Dann wäre es ein lukrativer, dreizügiger Standort, der Brieselang gut zu Gesicht stünde“, sagt Bendyk.

Auch er kritisiert die geringen Kapazitäten der Sporthalle, was die Schule bei der Planung vor besondere Herausforderungen stellt. Wenn die Schüler nach Zeestow müssen, muss der Sportunterricht an den Anfang oder das Ende des Tages gelegt werden.

Bislang ist die Schule angesichts der Schülerzahlen nicht gefährdet, das nächste Schuljahr wird mit drei siebten Klassen begonnen. Trotzdem macht sich Bendyk Sorgen, auch vor dem Hintergrund des Lehrerbedarfes in Brandenburg. Zwar würden die jetzigen Kollegen gerne in Brieselang arbeiten, aber sie müssten dort auch gute Bedingungen vorfinden. „Deswegen muss die bauliche Attraktivität verbessert werden“, appelliert er an die Verantwortlichen in der Gemeinde. Hinsichtlich der Ausstattung mit Unterrichtsmaterialien könne man sich aber nicht beklagen, so Bendyk.

Im Bildungs- und Sozialausschuss wird der Zustand der Oberschule am heutigen Mittwoch Thema sein. „Der Antrag soll dazu dienen, um die Diskussion zu beginnen und eine Entscheidung zu treffen“, sagt Bürgermeister Wilhelm Garn. Dabei soll es sowohl um eine Grundrenovierung als auch um einen Anbau gehen. „Und es geht um ein klares Bekenntnis zur Schule“, so Garn. Die Renovierung wäre nach seiner Ansicht schon erfolgt, wenn die Gemeinde nicht so viel Geld in den Brandschutz hätte investieren müssen. Von 2013 bis Ende dieses Sommers sind es knapp 300 000 Euro.

Von Andreas Kaatz

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