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Havelland Odeg setzt ersten Kiss-Zug ein
Lokales Havelland Odeg setzt ersten Kiss-Zug ein
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19:27 07.01.2013
RATHENOW

. Diese Fahrt war laut Odeg-Sprecher Arnulf Schuchmann ein letzter Test vor dem Einsatz auf der Strecke. Sollte es keine Probleme gegeben haben (das Ergebnis stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest), ist der Zug ab heute Vormittag zwischen Rathenow und Jüterbog unterwegs.

Um die RE 4 zu betreiben, benötigt die Odeg fünf Kiss-Züge. Laut Schuchmann werden diese im Laufe der kommenden Wochen vom Berliner Hersteller Stadler ausgeliefert. Wann die Flotte komplett sein wird, konnte er noch nicht sagen. „Ich hoffe, dass wir bis Ende Januar alle fünf Züge beisammen haben“, so Schuchmann.

Derzeit ist auf der RE 4 ein bunter Fahrzeugpark unterwegs. Weil der Hersteller die Züge nicht rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember zur Verfügung stellen konnte, musste die Odeg Züge von anderen Bahnbetreibern ausleihen. Neben Triebfahrzeugen der Österreichische Bundesbahn (ÖBB) verkehren momentan ein Elektrotriebwagen vom Typ Flirt auf der Strecke sowie seit gestern ein Doppelstockwagen des Typs Metronom, den das Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt hat.

Die größte Hürde auf dem Weg zu einem regulären Betrieb mit den neuen Stadler-Fahrzeugen wurde in der vergangenen Wochen genommen: Das Eisenbahnbundesamt hat nach umfangreichen Tests die Genehmigung für den ersten Kiss-Wagen erteilt. Diesen habe die Odeg am Sonnabend übernommen, so Schuchmann. Bei der Probefahrt gestern sollte getestet werden, wie der Zug im Praxisbetrieb funktioniert.

Pendler aus dem Havelland sehnen den Tag herbei, an dem der Betrieb auf der Linie RE 4 wieder stabil funktioniert. In den ersten Tagen nach dem Fahrplanwechsel hatten auf der Strecke chaotische Zustände geherrscht. Weil an den Endbahnhöfen die Loks umständlich ab- und wieder angekoppelt werden mussten, kam es zu enormen Verspätungen und Totalausfällen. Außerdem haben die österreichischen Züge zu wenig Plätze, um in den Stoßzeiten alle Pendler zu transportieren. Die Folge: Heillos überfüllte Züge, genervte Fahrgäste und überforderte Zugbegleiter.

Diese Probleme sollen mit dem Einsatz der Kiss-Flotte der Vergangenheit angehören. Die vierteiligen Doppelstockzüge sind – wenn man den Informationen des Herstellers Glauben schenkt – auf dem neuesten Stand der Technik. Jeder Zug ist mehr als hundert Meter lang und bietet 428 Sitz- sowie 661 Stehplätze. Zwischen 8 und 10 Millionen Euro kostet ein solcher Zug. Auch auf der Linie RE 2 (WismarCottbus) sollen im Laufe der kommenden Monate Kiss-Züge zum Einsatz kommen. Allerdings könne sich dort der Austausch der Flotte bis zum Frühjahr hinziehen, so Schuchmann. (Von Markus Kniebeler)

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