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Havelland ÖPNV-Anbindung der Ortsteile reicht nicht aus
Lokales Havelland ÖPNV-Anbindung der Ortsteile reicht nicht aus
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18:25 04.09.2017
Das Nauener Rathaus. Quelle: Archiv
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Nauen

Drei Bewerber gibt es für den frei werdenden Stuhl des Bürgermeisters in Nauen: Am 24. September wollen Eckart Johlige (CDU), Oliver Kratzsch (SPD) und Manuel Meger (LWN) neuer Stadtchef werden. Der jetzige Amtsinhaber Detlef Fleischmann (SPD) tritt nicht mehr an. Er wird am 25. Januar nächsten Jahres seinen letzten Arbeitstag im Rathaus haben.

Beim MAZ-Talk-Wahlforum am 7. September auf dem Leonardo-da-Vinci-Campus in Nauen haben auch die Nauener Bürger Gelegenheit, die drei Kandidaten auf Herz und Nieren zu testen. Außerdem können die Einwohner auch schon im Vorfeld Fragen, die sie an das Bewerber-Trio haben, an die MAZ-Redaktion per E-Mail senden: havelland@maz-online.de. Diese werden den Kandidaten dann während der Veranstaltung gestellt.

Bis zum 24. September stellt die MAZ zudem den Kandidaten in loser Folge kurze thematische Fragen, auf die diese auch kurz antworten. Diesmal geht es um die Frage: „Wie schätzen Sie die ÖPNV-Anbindung der Nauener Ortsteile ein und was müsste gegebenenfalls geändert werden?“

Dazu sagt Eckart Johlige: „Die Anbindung der Ortsteile ist vor allem nach 20 Uhr und am Wochenende, wo es teilweise nur einen Drei- bis Vier-Stunden-Takt gibt, schlecht. Eine bessere und längere Frequenz, beispielsweise auch durch Ausbau der Rufbus-Verbindungen, wäre hier dringend wünschenswert. Auch in einige Nachbarorte, z. B. Wustermark, fehlt es am Wochenende teilweise gänzlich an Verbindungen. Hier sollten Gespräche mit Havelbus geführt werden. Der Anschluss von Groß-Behnitz an das Regionalbahnnetz ist möglich! Hierfür will ich mich nachdrücklich einsetzen. Zur besseren ärztlichen Versorgung auch der Ortsteile will ich, dass der bereits in Friesack erfolgreich erprobte Patientenbus hoffentlich bald auch in Nauen unterwegs ist.“

Oliver Kratzsch: „Ich weiß, dass die Anbindung der Ortsteile an den ÖPNV nicht mehr ausreichend ist. Im Jahr 2010 wurde mit Hilfe des Demografieprojektes des Landkreises ein Rufbussystem für die Stadt eingeführt. Ziel war und ist, die Aufrechterhaltung und Verbesserung der Mobilität, insbesondere älterer, in ihrer Mobilität eingeschränkter Bürger, insbesondere in den Ortsteilen. Dies gelang, bedarf aber einer regelmäßigen Überprüfung und Anpassung. Nach meiner Wahl werde ich mich hierzu mit dem Landkreis austauschen. Auch wenn es sich hierbei „nur“ um ergänzende Linienverkehre handelt, kann man diese nicht auf „Zuruf“ planen, sondern muss den tatsächlichen Bedarf erfassen. Anderenfalls fahren die Busse leer durch die Gegend und das kann nicht gewollt sein.“

Manuel Meger: „Die Anbindung zu den Ortsteilen und von den Ortsteilen in die Kernstadt ist mangelhaft, deshalb muss es eine Verbesserung des ÖPNV geben! Weiterhin muss es eine Taktanpassung von Bus+Bahn geben und die Einstufung von Nauen in den C-Bereich ist längst überfällig! Bis zur Realisierung dieser Punkte wird ein Bürgerbus eingesetzt und eine Ausweitung der Stadtlinie wird es auch geben. Es ist ganz wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen in die Kernstadt kommen. Aber auch die Nauener müssen die Möglichkeit haben, in unsere schönen Ortsteile zu gelangen, um dort an den Aktivitäten und Festlichkeiten der einzelnen Ortsteile teilnehmen zu können. Nur so können wir weiter zusammenwachsen und in Zukunft eine starke Gemeinschaft bilden.“

Das MAZ-Talk-Wahlforum zur Bürgermeisterwahl, zu dem alle Interessenten herzlich eingeladen sind, findet am 7. September um 18 Uhr auf dem Gelände des Leonardo-da-Vinci-Campus’, Alfred- Nobel-Straße 10, statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung im Theatersaal ist frei. Anmeldungen sind weiterhin möglich unter der Adresse www.MAZ-online.de/Wahlforumnauen oder per Telefon: 03 31/2 84 02 94.

Von Andreas Kaatz

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