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Öffnet der Dorfladen bald wieder?

Wagenitz Öffnet der Dorfladen bald wieder?

Nach 23 Jahren hat die bisherige Inhaberin den Wagenitzer Dorfladen in der Ortsmitte geschlossen. Eine Bewerberin stand bereit, fühlte sich jedoch von der Gemeinde zu sehr bevormundet, so dass sie von dem Vorhaben wieder Abstand nahm. Die Kommune wiederum sieht sich durchaus im Recht, wenn sie ein Nutzungskonzept verlangt.

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Seit Juni geschlossen: der Dorfladen in Wagenitz.

Quelle: Andreas Kaatz

Wagenitz. Vor allem ein Thema beschäftigt viele Wagenitzer seit ein paar Wochen: Wann öffnet der Dorfladen wieder? Auch in der Gemeindevertretersitzung von Mühlenberge kam diese Frage wieder auf. Eine befriedigende Antwort erhielten die Bürger darauf nicht.

Seit vergangenem Monat ist der Laden, der alles für den täglichen Bedarf im Angebot hatte, dicht. Die bisherige Inhaberin machte ihn nach 23 Jahren zu. Es ist einer der letzten Dorfläden in der Region gewesen. Selbst aus den Orten drumherum kamen die Kunden nach Wagenitz. Dabei standen zuletzt die Chancen, dass es weitergeht und eine Bewerberin den Laden übernimmt, recht gut. Sabine Hübscher aus der Kellergaststätte nebenan hatte sich dafür interessiert. Doch nach Unstimmigkeiten mit den Kommunalpolitikern nahm sie davon wieder Abstand.

„Dabei würde das durchaus zueinander passen – Gaststätte und Dorfladen. Und nebenan ist auch gleich der Friseur“, meint Ortsvorsteher Wilhelm Breitenbücher. Ihm wäre es lieb gewesen, wenn der Dorfladen nahtlos auf eine neue Inhaberin übergegangen wäre. der Ortsvorsteher weiß nur, dass sich die Interessentin bevormundet gefühlt hat von der Gemeinde, der das Gebäude gehört, und dass aus seiner Sicht wohl auch etwas Wahres dran sei.

„Ich wollte den Laden eigentlich im Sinne der Wagenitzer Bürger erhalten und weiterführen“, sagt Sabine Hübscher. Schließlich sei der Dorfkonsum ein Ort, „wo man sich trifft und Neuigkeiten austauscht“. Sie wollte das Geschäft zu den gleichen Öffnungszeiten und mit dem gleichen Sortiment betreiben wie ihre Vorgängerin, „so wie es die Leute gewohnt sind“. Erfahrungen bringe sie jedenfalls mit, habe lange Zeit im Einzelhandel gearbeitet. Seit April hat sich Sabine Hübscher um den Laden bemüht. Dass sie ihn nicht so ohne weiteres fortführen kann, das weiß auch sie. So muss sie wegen der Anforderungen an die Hygiene eine Menge investieren. Aber gerade deshalb wolle sie sich nicht von Gemeindemitgliedern reinreden lassen, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie meint.

Zu denen, denen sie das vorwirft, gehört auch Bürgermeister Matthias Rehder. Der möchte sich nicht den Schwarzen Peter zuschieben lassen: „Wir brauchen ein Nutzungskonzept, um zu wissen, was sie dort machen will“, meint Rehder. Schließlich gehe es um Gewerberäume der Gemeinde. Das Konzept sei sie aber bisher schuldig geblieben. Dabei wolle man ihr bei den Konditionen auch entgegen kommen. „Wir möchten, dass es ein Laden bleibt und hoffen, einen Interessenten zu finden. Wenn es Frau Hübscher ist, herzlich gerne.“

„Mir persönlich dauert das alles zu lange, wir haben keine Zeit“, meint Breitenbücher, der befürchtet, dass sich die Kunden anderweitig orientieren könnten.

Von Andreas Kaatz

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