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Havelland Ökofilmtour macht Station an der Havel
Lokales Havelland Ökofilmtour macht Station an der Havel
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15:37 24.02.2019
Rund 100 Gäste kamen zur Ökofilmtour.   Quelle: Norbert Stein
Strodehne

Das Festival des Umwelt- und Naturfilms geht auch in seinem 14. Jahr wieder auf Reisen und kommt in 71 märkische Städte und Dörfer. Am Donnerstagabend machte die Ökofilmtour Station im Haveldorf Strodehne (Amt Rhinow). Organisiert hatte den Abend traditionell wieder der Verein Lebendige Zukunft Strodehne.

Zwei Beiträge

„Wir sind nun schon zum siebten Mal dabei und es wird sicherlich wieder interessant“, begrüßte Vereinsvorsitzender Michael Ilg weit über 100 Besucher im Saal der Dorfgaststätte „Stadt Berlin“. Auch Festivalleiter Ernst-Albert Müller war wieder gekommen und erklärte, eine siebenköpfige Jury habe für das diesjährige Festival aus 146 Einsendungen 71 Hauptfilme und 12 Kurzfilme ausgewählt.

Nach Strodehne hatte Müller zwei Festivalbeiträge mitgebracht. Zur Einstimmung auf den Abend zeigte er zunächst die Kurzfilmproduktion „Klimawandel und Sommerhitze“. Der Beitrag regte die Zuschauer zum Nachdenken darüber an, weshalb die Artenvielfalt in der Landschaft abnimmt, warum immer weniger Insekten die Natur bereichern und Bienen sterben.

Ökofilmtour in Strodehne: Michael Ilg vom Verein Lebendige Zukuft Strodehne (rechts) und  Festivalleiter  Ernst- Quelle: Norbert Stein

Der Festivalleiter erinnerte an das erfolgreiche Volksbegehren zum Erhalt der Artenvielfalt in Bayern. „Ein solches Volksbegehren werde wohl auch in Brandenburg demnächst gestartet, sagte Müller und fand dafür die Zustimmung vieler Festivalbesucher in Strodehne.

Nach dem löffelten die Besucher eine Suppe aus. Das hat Tradition beim Ökofilmabend in Strodehne. Zubereitet wird die Suppe immer von Mitgliedern des Vereins Lebendige Zukunft. Am Donnerstagabend hatten sie eine Gemüsesuppe gekocht. Der Bio- und Landschaftspflegehof „Havelarche“ aus Parey hatte dafür Möhren, Erbsen und weitere Zutaten aus eigenem Anbau spendiert.

Kulinarisce Überleitung

Die Gemüsesuppe war die kulinarische Überleitung zum Hauptfilm „Aus Liebe zum Überleben“ von Bertram Verhaag. Für seinen neuen Film besuchte Verhaag überwiegend in Bayern acht mutige Landwirte, die sich abgewandt haben von Agrargiften und Arbeitsweisen, die dem Boden schaden. Sie bewirtschaften ihre Höfe ökologisch, vermarkten Milch, Käse, Gemüse und Ökobier aus eigener Produktion.

Sie betreiben eigene Hofläden und pflegen somit den direkten Kontakt mit dem Verbraucher. Die Arbeitsweisen und neuen Vermarktungswege fanden Anklang bei den Zuschauern im Saal. Als Beitrag für ein Brandenburger Ökofilmfestival fand der Film jedoch keine ungeteilte Zustimmung. Ein Film mit Beispielen zur ökologischen Landwirtschaft aus der Region Brandenburg wäre besser gewesen, erklärten einige Zuschauer. Guido Quadfasel, Bürgermeister der Gemeinde Havelaue zu der Strodehne als Ortsteil gehört, fand den Film zu sehr auf Bayern abgestimmt Er verwies auf landwirtschaftlich unterschiedliche Strukturen in den Bundesländern und nannte Beispiele landwirtschaftlicher Direktvermarktung im Ländchen Rhinow.

Traditionell gab es auch in diesem Jahr wieder ein Süppchen beim Ökofilmabend in Strodehne.   Quelle: Norbert Stein

Aus der benachbarten Prignitz war Frank Wesemann zum Ökofilmabend nach Strodehne gekommen. Er berichtete den Besuchern, wie er mit seiner Frau in Barenthin erfolgreich eine solidarisch geführte Landwirtschaft mit Gemüseanbau und naturnahen Anbaukreisläufen betreibt.

Bei der Hofarbeit helfen besonders an den Saisonwochenenden Helfer aus Potsdam, die Derzeit sind es 140 Ernteanteile. dafür Ernteanteile erhalten und mit Gemüse beliefert werden. „Acht Personen müssen es aber schon sein für eine Gruppe, die man beliefert“, sagte Wesemann. „Unter dem rechnet sich eine Belieferung wirtschaftlich nicht.“

Kein leichter Stand

Michel Ilg sah sich der Auffassung bestätigt, dass es Ökobetriebe schwer haben, besonders in dünn besiedelten Regionen genügend Partner für eine solidarische Landwirtschaft zu finden. Weiter diskutiert wurde über Anbaustrukturen, Flächenförderungen, Maisanbau, Agrarindustrie und Grünflächen.

Von Norbert Stein

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