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Besinnliches Beisammensein vor der Krippe

Ökumenische Andacht in Bahnitz Besinnliches Beisammensein vor der Krippe

Traditionell findet jedes Jahr am Abend vor dem 24. Dezember auf dem Dorfplatz von Bahnitz eine ökumenische Andacht statt. Eine Krippe wird dazu aufgebaut und die Weihnachtsgeschichte wird verlesen. Der evangelische und der katholische Pfarrer Johannes Möcker und Stephan Donaldt sprachen diesmal Worte der Besinnung.

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Johannes Möcker (Mitte), Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, und sein katholischer Amtsbruder Stephan Donaldt (2. von links) gestalteten die ökumenische Andacht.

Quelle: Norbert Stein

Bahnitz. Der Himmel war sternenklar über Bahnitz. Der Mond schien wunderschön herab auf den Dorfplatz, als sich dort am Mittwochabend über 100 Besucher vor der Krippe zu einer ökumenischen Andacht zusammenfanden. Über der Krippe leuchtete ein Weihnachtsstern und der Tannenbaum war geschmückt mit festlicher Dekoration. Die Veranstaltung am Abend vor dem 24. Dezember hat Tradition in Bahnitz. In diesem Jahr bereits zum zwölften Mal stimmten sich die Bewohner des kleinen Dorfes an der Havel und ihre Besucher aus den Nachbarorten mit einer ökumenischen Andacht auf das Weihnachtsfest ein.

Bahnitz war eingehüllt in eine friedvolle Stille, als Bläser aus Premnitz mit weihnachtlichen Klängen die von der katholischen und der evangelischen Kirche gemeinsam mit dem Ortsbeirat organisierte Veranstaltung eröffneten. Glockengeläut hatte zuvor den Beginn der ökumenischen Andacht verkündet. Die Singegemeinschaft Bahnitz unter der Leitung von Sigrid Günther stimmte ihr Lied vor der Krippe auf dem Dorfplatz an und die Besucher konnten dank zuvor verteilter Liederbücher mitsingen.

„Auch in diesem Jahr waren wieder viele Helfer bei den Vorbereitungen dabei“, sagte Ortsvorsteherin Petra Dombrowski zur Begrüßung und nannte den Kulturverein Bahnitz, die örtliche Feuerwehr, die Kita und Familie Höpfner, die den Weihnachtsbaum für den Dorfplatz spendiert hatte. Ein hübsch kostümierter weißer Engel ging zu den Besuchern und beschenkte sie mit Süßigkeiten.

Nächstenliebe und die Bereitschaft, Bedürftigen zu helfen gehören zu den wahren Werten des Lebens, sagte der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Johannes Möcker, bevor er die Weihnachtsgeschichte verkündete. Bei weitem nicht überall sei die Welt so friedvoll wie an jenem Abend in Bahnitz, wendete sich der katholische Pfarrer Stephan Donaldt an die Besucher auf dem Dorfplatz und erinnerte daran, dass auch über die Feiertage in vielen Ländern der Welt hunderttausende Menschen auf der Flucht sind vor Krieg und Gewaltherrschaft. Flüchtlingen zu helfen, ihnen Unterkunft und Zukunft zu geben sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, zu deren Erfüllung jeder Einzelne beitragen könne. Das Weihnachtsfest biete auch die Gelegenheit, mehr zu einem Miteinander zu finden, sagte der Pfarrer mit zu Herzen gehenden Worten. Mit dem gemeinsamen Gesang des Weihnachtsliedes „Oh, du fröhliche“ endete die ökumenische Andacht. Doch die Bahnitzer und ihre Gäste zog es noch nicht gleich nach Hause. Sie gingen vor die Kirche, sprachen miteinander, tranken Glühwein oder Tee und lauschten den Klängen der Akkordeongruppe der Musikschule Fröhlich.

Von Norbert Stein

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