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Havelland Öl verschmutzt die Havel
Lokales Havelland Öl verschmutzt die Havel
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14:59 30.07.2015
Die Kameraden der Bahnitzer Feuerwehr bei der Bekämpfung der Ölfilmflecken auf dem Havelseitenarm. Quelle: Uwe Hoffmann
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Milow

Großeinsatz bei vier Feuerwehren des Westhavellandes: Ein Tourist hatte am Mittwochnachmittag Öl auf einem Seitenarm der Havel bemerkt. Auf der Gohlitz am Ortseingang von Milow schwamm der Film auf dem Wasser. „Ein Angler aus Bielefeld, der während seines Urlaubs hier in der Jugendherberge im Ort übernachtet, stellte den Ölfilm um etwa 16.30 Uhr auf dem Wasser fest. Er wandte sich besorgt um das, wie er sagte ‚Naturparadies Havel’ an mich“, erzählt Ortsvorsteher Winfried Ganzer, der nahe dieses Uferabschnitts wohnt. „Auch ich machte mir Sorgen um die nahe Naturbadestelle.“ So kontaktierte Ganzer, nachdem er sich vor Ort ein Bild gemacht hatte, den Milower Ortsvorsteher Ralf Oehme und besprach sich mit dem stellvertretenden Gemeindebrandmeister und stellvertretenden Ortswehrführer in Buckow, David Schillbach. Der löste 17.55 Uhr den Alarm aus.

Rathenow ist für Katastrophenschutz zuständig

Nachdem die Milower Feuerwehr mit neun Einsatzkräften anrückte, wurden noch 14 Kameraden aus Premnitz mit drei Einsatzfahrzeugen, sieben Bahnitzer Feuerwehrleuten sowie die Kameraden aus Rathenow mit vier Fahrzeugen und 29 Kräften alarmiert. Letzte drei Wehren verfügen über Schlauchboote. Rathenow ist zudem der zweite Standort im Havelland für den Katastrophenschutz des Landkreises für Einsatzfahrzeuge mit Ölsperrschläuchen. Für das Osthavelland nimmt Ketzin diese Aufgabe wahr.

Ein kleiner Seitenarm der Havel mit dem Bootshafen, die Gohlitz, wurde mit Ölsperren vom Havelhauptarm getrennt. Quelle: Uwe Hoffmann

Die ausgebrachten Ölsperren, die auf einer Länge von etwa 200 Metern ausgebracht werden können, riegelten sogleich den Seitenarm zur Havel auf der Wasseroberfläche ab. „Somit konnte die Verunreinigung der Havel selbst verhindert und der Ölfilm auf den Bootshafen begrenzt werden“, sagt Einsatzleiter David Schillbach. Der Ölfilm auf der etwa 600 Quadratmeter großen betroffenen Wasserfläche wurde von den Schlauchbooten aus bekämpft. Mit Spritzmittel wurden die Ölmoleküle aufgelöst.

Während die Kameraden aus Milow – ohne Schlauchboot – bereits wieder abgezogen wurden, war der Einsatz auch für die Hauptkräfte gegen 19.40 Uhr beendet. Die Bekämpfung des Ölfilms zog sich währenddessen noch bis in die Abendstunden hinein.

Boot ist noch nicht ermittelt

„Vermutlich trat Kraftstoff aus dem Tank eines der hier liegenden Boote aus“, so Einsatzleiter Schillbach weiter. „Es wird wohl schwierig werden, den Besitzer des Bootes, und damit den Verursacher der Wasserverunreinigung, nachträglich noch herauszufinden.“ Die Polizei nahm ihre Ermittlungen dazu auf. Die Wasserschutzpolizei nahm Proben des verunreinigten Wassers. Auch Dörte Schiewer von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises informierte sich vor Ort.

Ein Ölfilm verunreinigte die Gohlitz, den Milower Havelarm, der den Bootshafen beherbergt. Quelle: Uwe Hoffmann

„Da das Boot, das den Ölfilm verursachte, noch nicht festgestellt ist, bleibt die Ölsperre aus Sicherheitsgründen noch bis zum Freitag liegen“, erklärt David Schillbach. „Wir hatten Glück, dass der Westwind das Wasser eher in den Seitenarm hineindrückte“, so Ortsvorsteher Ganzer beruhigt. „So konnte eine Verschmutzung der nahen Naturbadestelle verhindert werden.“

Von Uwe Hoffmann

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