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Ölgemälde und Glaskunst im Kulturzentrum

Ausstellung mit Werken von Doris Schacht und Michael Huxdorf Ölgemälde und Glaskunst im Kulturzentrum

Filigrane Glasbilder und stimmungsvolle Ölgemälde können derzeit im Rathenower Kulturzentrum bewundert werden. Die Malerin Doris Schacht und der Glaskünstler Michael Huxdorf präsentieren unter dem Motto „Spiegelbilder“ aktuelle Arbeiten.

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Doris Schacht und Michael Huxdorf bei der Ausstellungseröffnung.

Quelle: U. Hoffmann

Rathenow. „Meine Empfindungen spiegeln sich in meinen Bildern wider“, sagt Doris Schacht. „Und ich freue mich, wenn der Betrachter mit mir in diese Stimmungswelt eintauchen kann.“ Die Malerin und der Tiffany-Glaskünstler Michael Huxdorf kennen sich bereits seit über 25 Jahre. Zuletzt beteiligten sich beide an der Weihnachtsausstellung im Kutlurzentrum. „Die Spiegel-Kunst und meine Bilder passen gut zusammen“, erzählt Doris Schacht. So war die Idee einer gemeinsamen Ausstellung geboren. „Spiegelbilder“ heißt dann auch die gemeinsame Ausstellung, die am Donnerstagabend unter reger Anteilnahme der Rathenower eröffnet wurde. „Diese Ausstellung beider Künstler passt gut zusammen“, meinte auch Bettina Götze, Geschäftsführerin des Kultutzentrums.

Malerin Doris Schacht und Glaskünstler Michael Huxdorf in einem seiner gestalteten Spiegel

Malerin Doris Schacht und Glaskünstler Michael Huxdorf in einem seiner gestalteten Spiegel

Quelle: U. Hoffmann

1990 besuchte Michael Huxdorf eine Ausstellung mit Arbeiten von Louis Comfort Tiffany. „Das Zusammenspiel von Licht und Farbe faszinierte mich“, so der Rathenower. Der Werkstoff Glas und die Farbvielfalt, Glanz und Leuchtkraft des Tiffany-Glases beeindruckten und animierten ihn, selbst Glasbilder und Spiegel zu gestalten. Die wichtigsten Grundlagen erlernte Michael Huxdorf in einem Lehrgang und vervollkommnete seine Technik in den folgenden Jahren autodidaktisch. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Sohn der berühmten New Yorker Juweliersfamilie, Louis Comfort Tiffany (1848 bis 1933) eine neue Technik der Bleiverglasung. Durch eine dünne Kupferfolie wurde das Verlöten zarter und trotzdem haltbarer Verbindungen und damit das zusammenfügen kleinster Glasstücke möglich. Die Ausstellung zeigt rund 30 Glas-Fensterbilder und gestaltete Spiegel.

40 ausgestellte Bilder

„Malen bedeutet für mich Abtauchen und Meditation“, sagt Doris Schacht. „In der Natur finde ich meine Inspiration.“ Neben ihren Landschaftsbildern inspirieren sie ihre drei Töchter und Enkelin Jasmin immer wieder zu fantasievollen, oft erotischen, aber immer auch durch ihre Farbkomposition wirkende Porträtbilder.

Das Gemälde „Farbenrausch“ von Doris Schacht

Das Gemälde „Farbenrausch“ von Doris Schacht.

Quelle: U. Hoffmann

Zu den 40 ausgestellten Ölgemälden gehören auch Motive ihrer Heimatstadt Rathenow, wie ein aktuelles Bild des Bismarckturms auf dem BUGA-Gelände oder ein Gemälde der neuen Weinbergbrücke, das in diesem Frühjahr entstand. Doris Schacht, die schon als Kind gern malte, eignete sich später weitere Maltechniken an und holte sich Anregungen in mehreren Öl- und Aquarellkursen. Übrigens: die wie zufällig in der Landschaft verstreut liegenden sieben überdimensionierten Sofakissen aus Beton auf dem Weinberg hat Doris Schacht malerisch gestaltet. Doris Schacht gehört der Rathenower Künstlergruppe an, die ab 2. August im Chorraum des Sankt-Marien-Andreas-Kirche ausstellt. Die Vernissage gestaltete Musikschüler Simon Klaus (Cello), begleitet durch Christina Raute, musikalisch.

Die Ausstellung im Foyer des Kulturzentrums ist Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr, bis zum 30. August zu sehen.

Von Uwe Hoffmann

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