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Östliche Innenstadt soll Tempo-30-Zone werden

Nauen Östliche Innenstadt soll Tempo-30-Zone werden

Der Bereich östlich der Oranienburger und Damm-Straße in Nauen könnte in Zukunft zur Tempo-30-Zone werden. Das schlagen die Planer vor, die im Auftrag der Stadt eine Fuß- und Radwege-Konzeption für die Innenstadt-Ost erarbeitet haben. Sie empfehlen in dem Zusammenhang auch bauliche Veränderungen wie etwa Einengungen an Knotenpunkten.

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Auch dieser Bereich am Bredower Weg/Waldemardamm könnte demnächst eingeengt werden.
 

Quelle: A. Kaatz

Nauen.  Für Radfahrer und Fußgänger könnte es im Bereich der Innenstadt-Ost in Nauen künftig entspannter zugehen. Ein jetzt vorgestelltes Konzept empfiehlt, das Gebiet östlich der Oranienburger und Damm-Straße bis einschließlich Karl-Thon-Straße und Waldemardamm und darüber hinaus als Tempo-30-Zone auszuweisen. „Dann brauchen wir dort auch keine Radwege, man kann die Radfahrer auf der Straße führen“, sagte jetzt Alexander Reimann vom Büro LK Argus in Berlin. Er hofft zudem, dass viele Autofahrer dann künftig das Gebiet umfahren.

Teilweise gilt Tempo-30 schon heute auf einigen Strecken, so etwa in der Kreuztaler Straße, vor der Kita in der Karl-Thon-Straße oder im Waldemardamm. Eine 30er-Zone ist jedoch weitergehend. Dort müssten die Autofahrer dann die Rechts-vor-Links-Regelung beachten und somit aufmerksamer fahren. Dies soll zusätzlich zu einer Verkehrsberuhigung beitragen.

Den gleichen Effekt erhoffen sich die Planer von baulichen Veränderungen, die sie vorschlagen. So sollte beispielsweise die Einmündung Kreuztaler/Friedensstraße umgestaltet werden. Vorgesehen ist, die Straße vor der Schule aufzupflastern und so einzuengen, dass zwei Fahrzeuge geradeso aneinander vorbei passen. Gleichzeitig will man die Seitenbereiche erweitern. Darüber hinaus schlägt Reimann vor, dass auch die beiden Knoten Waldemardamm/Bredower Weg und Karl-Thon-Straße/Bredower Weg eingeengt werden, um eine Gleichberechtigung der Verkehrswege zu symbolisieren. Nicht zuletzt sieht Reimann an der Einmündung Karl-Thon-Straße/Berliner Straße Handlungsbedarf. „Dort muss der Fußgänger sehr weite Wege zurück legen, was für Verunsicherung sorgt“, so der Planer, der als eine mögliche Lösung die Errichtung einer Querungshilfe in der Fahrbahnmitte vorschlägt.

Bedarf für einen Fußgängerüberweg in Höhe der Kita „Kinderland“ wird indes nicht gesehen – weil dort Tempo 30 gilt und bereits eine Querungshilfe existiert. Trotzdem haben die Planer eine Verkehrszählung mit Hilfe von Kameras durchgeführt und eine erstaunliche Beobachtung gemacht. Für Gefahr sorgen weniger die vorbei fahrenden Autos, sondern vielmehr einige Eltern, die ihre Fahrzeuge an einer verbotenen Stelle abstellen. „Viele Mama-Papa-Taxis parken genau dort auf der Kita-Seite, wo die Fußgänger über die Straße gehen sollen“, sagt Alexander Reimann. Er schlägt vor, dort Poller zu errichten.

Für die Planer ist auch denkbar, die Trasse der Ketziner Bahn zu reaktivieren. In dem Falle würden die alten Schienen abgebaut und durch eine Asphaltstrecke für Radfahrer und Fußgänger ersetzt – zwischen Berliner Straße und Zu den Luchbergen sowie letztlich bis zum Bahnhof. Die Strecke könnten dann auch die Schüler auf dem Weg zum Oberstufenzentrum nutzen.

Im Nauener Ordnungsausschuss äußerte die zuständige Amtsleiterin Ilona Pagel Bedenken bezüglich der vorgeschlagenen Einengungen. Sie merkte an, dass schon jetzt Rettungsfahrzeuge an vorhandenen Einengungen das Problem einer nicht ausreichenden Rettungsgasse haben.

Von Andreas Kaatz

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