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Offene Ateliers: Teilnahmerekord in Falkensee

Kunst im Havelland Offene Ateliers: Teilnahmerekord in Falkensee

19 Künstler und Galerien aus Falkensee – so viele wie noch nie – beteiligen sich an der Aktion der offenen Ateliers, die am 7. und 8. Mai landesweit einlädt. In Falkensee nahm die Aktion Anfang der Neunziger Jahre ihren Anfang, das Havelland erweist sich dabei als besonders kunstreich.

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Heinz Bert Dreckmann zeigt seine Objekte.

Quelle: Julian Stähle

Falkensee. Das wird ein kleiner Rekord: Zum Tag des offenen Ateliers beteiligen sich in diesem Jahr 19 Ateliers und Galerien aus Falkensee. Hier, wo die inzwischen landesweite Aktion Anfang der 90er-Jahre begann, ist Anfang Mai besonders viel zu sehen und zu erleben. Das Havelland gehört wieder zu den kunstreichsten Landkreisen. Zwischen Falkensee und Zollchow sind 56 Akteure dabei, wenn am 7. und 8. Mai zum Besuch in Ateliers eingeladen wird. Die Broschüre mit allen 560 Adressen ist jetzt erschienen.

In Falkensee ist Petra Sauer eine von denen, die das erste Mal mitmachen. Sie zeigt Malerei, die für sie ein anregendes Hobby ist. „Ich bin schon oft bei den Tagen des offenen Ateliers unterwegs gewesen, nun stelle ich selbst aus“, erzählt sie. Dabei hat sie auch Fotografien von Jana Blänkner, ihrer Enkelin. Petra Sauer hat schon in jungen Jahren gern gemalt, aber Familie und Beruf ließen wenig Zeit für die Kunst. Nach ihrem 60.Geburtstag hat sie sich der Malerei richtig gewidmet. „Malen ist für mich Entspannung, darin kann man versenken und um sich rum alles vergessen“, beschreibt sie ihre Motivation fürs Malen. Die Kunst ist für sie anregend und so hofft sie auf neugierige Besucher und anregende Gespräche.

Über die kann sich Objektkünstler und Maler Heinz Bert Dreckmann nicht beschweren. Er sorgt mit seiner Kunst, die er aus Alltagsgegenständen schafft, für Furore und hat sich schon oft an der Aktion des offenen Ateliers beteiligt. „Es gibt neue Arbeiten, Malerei und Objekte, ein großes Objekt im Garten“, erzählt er. Außerdem wird ein kinetisches Objekt für draußen gezeigt. Und es sind alte Arbeiten auf Papier zu sehen, die aus den Siebziger-Jahren stammen.

Der Aktion der offenen Ateliers bietet einen frischen Mix von Profikünstlern und ambitionierten Hobbyakteuren. Neben Malerei und Grafik sind viele andere Genres vertreten: Fotografie, Filzkünstler, Porzellan, Holzarbeiten, Keramik, Bildhauerei, Illustrationen und Perlenkunst.

Auch einige Galerien sind an dem Aktionswochenende dabei. So öffnen die Galerie Schneeweiß und das Museum, die Malerin Vanessa von Wendt stellt dort aus und wird am 7. Mai auch in der Ausstellung sein. In der Volkshochschule wird Sonntag 11 Uhr eine Ausstellung der Fotogruppe eröffnet.

Einige Künstler haben an dem Tag auch Künstlerkollegen und Freunde zu Gast. So Grit Kohlmann aus Falkensee. Sie zeigt Malerei und Holzarbeiten und stellt Schmuckdesign von Isabell Bachert aus Dallgow aus. „Wir kennen uns über das kreative Netzwerk ,Made in Falkensee’ und haben ganz kurzfristig entschieden, in diesem Jahr mitzumachen“, freut sie sich auf das kulturvolle Wochenende Anfang Mai.

Von Marlies Schnaibel

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