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Havelland Kunst in sauerstoffreicher Umgebung
Lokales Havelland Kunst in sauerstoffreicher Umgebung
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00:17 11.05.2016
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Gülpe

Bei reichlichen Sonnenschein bot das Wochenende im Havelland vielfältige Möglichkeiten zu einem Stelldichein mit der Kunst. In Dörfern und Städten hatten Künstler ihre Werkstätten zu den Tagen des offenen Ateliers geöffnet. Viele Besucher zog es hinaus aufs Land, so auch nach Gülpe im Ländchen Rhinow.

„35 Jahre Kreuzberg sind genug“, sagt der Bildhauer und Maler Matthias Rinne. Zwar haben er und seine Partnerin Annette Wiecken den Ortswechsel von der Hauptstadt ins Havelland noch nicht vollzogen. Die Vorbereitungen aber sind bereits getroffen. Der Umzug nach Gülpe steht in absehbarer Zeit bevor.

Vor zwei Jahren kamen sie das erste mal in das Dorf an der Havel. Sie kauften in der Pareyer Straße ein Grundstück und sind seither fast jedes Wochenende in Gülpe. „Wir wollen uns dem Dorf und der Region öffnen“ sagte Matthias Rinne zu seiner Teilnahme an den Tagen des offenen Ateliers. Und die Besucher konnten viel besichtigen auf dem Grundstück: etwa den zum Atelier umgebauten Hühnerstall und andere Räumlichkeiten, die der Kunst gewidmet sind. Im Haus selbst boten sich den Besuchern mannigfaltige Einblicke in das Leben eines Künstlers.

Matthias Rinne ist 57 Jahre alt und gelernter Lithograph. Er hat an der Hochschule der Künste Berlin studiert. Den Besuchern zeigte er am Wochenende auf dem Hof auch eine Auswahl seiner Skulpturen. Als Material verwendet der Künstler Holzmehl, das er als breiige Masse um Spieße formt. Für seine Bilder fixiert er auch schon mal den Inhalt eines Staubsaugerbeutels auf die Leinwand. „Ich verwende informelle Materialien“, sagte Rinne, der schon mit behinderten Menschen gearbeitet hat und in China Kunst gemacht hat – zu den Olympischen Spielen in Peking.

An Gülpe schätzt Rinne die dörfliche Atmosphäre, den klaren Sternenhimmel, gute Nachbarn, die Ruhe und die Luft. Oder wie der 22 Jahre alte Lennert aus Berlin am Samstag auf dem Hof es ausdrückte: „Gülpe hat so viel Sauerstoff zu bieten, dass einem davon schwindelig werden könnte“.

Jordis Hammer (l) im Gespräch mit Besuchern in der Kreativoase zu den Tagen des offenen Ateliers. Quelle: Norbert Stein

Bereits zum vierten Mal an den Tagen des offenen Ateliers teilgenommen hat am Wochenende Jordis Hammer mit ihrer Kreativoase in Gülpe. Sie ist Malerin. Neben einer Dozententätigkeit an der Volkshochschule Havelland, betreut sie in der Kreativoase Malkurse und beschäftigt sich selbst intensiv mit Aquarellmalerei, aber auch Acryl- und Mischtechniken. „Die Tage des offenen Ateliers sind immer eine gute Gelegenheit, mit Besuchern ins Gespräch zu kommen“, sagte Jordis Hammer „Mein Anliegen ist es dem Betrachter meiner Bilder die Geheimnisse und Schönheit der havelländischen Natur und Landschaft ein Stück näher zu bringen“. Beispiele ihres Schaffens konnten die Wochenendbesucher in der Kreativoase ausführlich betrachten und genießen. „Einmal im Jahr Kunst dieser Breite zu zeigen, ist eine gute Sache“, sagte Torsten Nikiforow aus Nennhausen am Samstag in der Kreativoase zu den Tagen des offenen Ateliers im Havelland. Im Westhavelland konnte man zwischen Bahnitz, Zollchow und Wolsier rund einem Dutzend Künstlern über die Schulter schauen.

Von Norbert Stein

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