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Havelland Was wird aus dem Buga-Zaun?
Lokales Havelland Was wird aus dem Buga-Zaun?
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07:40 19.02.2016
Der Zaun am westlichen Fuß des Weinbergs. Quelle: Markus Kniebeler
Rathenow

Im vergangenen Jahr war der Weinberg umzäuntes Gebiet – das eintrittspflichtige Buga-Gelände musste abgegrenzt und gesichert werden. Heute, vier Monate später, steht der Zaun immer noch. Die Frage, ob das so bleibt, muss in den kommenden Wochen geklärt werden.

Wobei man unterscheiden muss zwischen dem rund 700 Meter Stabgitterzaun, der das Spielgelände Echsenland umfasst, und dem fast zwei Kilometer langen Maschendrahtzaun rund ums Gesamtareal. Der stabile Stabgitterzaun bleibt, das war von vornherein so geplant, stehen, um den Spielplatz abzugrenzen. Und auch große Teile des Maschendrahtzaunes können bleiben. Geklärt werden muss die Zukunft jenes Zaunbereichs, der am westlichen Fuß des Weinbergs auf Höhe des Havelwegs verläuft. Die Genehmigung für diesen Zaunabschnitt war befristet auf die Zeit der Buga (inklusive Vor- und Nachlauf). Für eine permanente Nutzung müssten die baurechtlichen Bedingungen geschaffen werden.

Denn während ein Großteil des Zaunes über ein als Park definiertes Gelände verläuft und damit zulässig ist, handelt es sich bei dem westlichen Weinberggelände, genauer gesagt bei der Böschung die hinuntergeht zum Havelweg, um Wald. Und laut Gesetzeslage ist es nicht erlaubt, öffentlichen Wald dauerhaft einzuzäunen. Wenn der dortige Zaun also stehen bleiben soll, müsste die Fläche per Antrag vom Wald in einen Park umgewandelt werden. Außerdem wären gesetzliche vorgeschriebene Ausgleichsmaßnahmen zu leisten. „Das kann man alles in die Wege leiten“, sagt Rathenows Bauamtsleiter Matthias Remus. „Es ist nur mit einem gewissen Aufwand verbunden.“

2014 wurde der Zaun auf dem Weinberg installiert. Der stabile Stabgitterzaun (Foto) soll auf jeden Fall stehen bleiben. Quelle: Markus Kniebeler

Stellt sich die Frage, ob der Zaun überhaupt benötigt wird? Die Befürworter bringen den Schutz der Werte, die in den vergangenen Jahren auf dem Weinberg geschaffen worden sind, als Hauptargument ins Spiel. Da sei ein umfassender Zaun mit Toren, die morgens auf und abends zugeschlossen werden, ein geeignetes Mittel. Die Gegner einer Zaunlösung verweisen auf den Ist-Zustand. Die beiden Monate nach der Rückgabe des Weinbergs an die Stadt hätten gezeigt, dass eine permanente Öffnung des Gelände – seit Anfang Januar stehen alle Tore offen – funktioniere. Außerdem sei es fraglich, ob sich Menschen mit dem Vorsatz, etwas kaputt zu machen, von einem Maschendrahtzaun abhalten lassen. Und natürlich könne auch tagsüber, wenn die Tore offen stehen, Unfug getrieben werden. Dass die offenen Tore bislang jedenfalls nicht als Einladung aufgefasst wurden, auf dem Gelände Unrechtes zu tun, bestätigt der Bauamtsleiter. „Bislang hat es keine nennenswerten Fälle von Vandalismus gegeben“, sagt Remus.

Das Für und Wider einer Zaunlösung werden die Stadtverordneten abwägen müssen. Zuerst werde man das Thema in der Buga-Kommission, später im Bauausschuss zur Diskussion stellen, so Remus. Der von den Stadtverordneten gefasste Beschluss werde natürlich umgesetzt.

Von Markus Kniebeler

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