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Havelland Offene Gärten: Vom Acker zum Schmuckstück
Lokales Havelland Offene Gärten: Vom Acker zum Schmuckstück
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00:36 29.04.2018
Ein kleines Idyll zum Wohlfühlen: Sybille Puschmann in ihrem Garten in Brieselang. Quelle: Danilo Hafer (3)
Brieselang

Wo heute ein kleines Paradies aus Stauden und Putten zum Flanieren und entspannen einladen, stand vor 17 Jahren nicht mehr als ein alter Stall. „Das Grundstück gehörte zu einer alten LPG und war total verwildert“, erinnert sich Sybille Puschmann. Gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Georg kaufte sie damals das Areal in Brieselang und machte daraus Stück für Stück ein kleines Naturidyll. Mittlerweile gedeihen unzählige Pflanzensorten, darunter verschiedene Stauden, auf dem rund 1700 Quadratmeter großen Grundstück.

Doch bevor das Ehepaar mit dem Pflanzen beginnen konnte, mussten erst einmal grundlegende Arbeiten verrichtet werden. „Wir haben zuerst den alten Stall saniert und zu einer kleinen Werkstatt umgebaut. Dort stellen wir im Winter auch die Pflanzen unter“, erklärt Hans-Georg Puschmann. Der gesamte Boden wurde abgetragen und gesiebt. „Hier wurde ja früher alles einfach liegen gelassen“, so Sybille Puschmann. Nach zwei Jahren sei dann endlich ein Garten erkennbar gewesen, den das Ehepaar über die Jahre weiterentwickelte.

„Wir haben den Garten nach und nach gestaltet, es gab keinen großen Plan, wie alles aussehen soll“, sagt die 66-Jährige. Ihr sei es wichtig, den Garten auch ein Stück weit sich selbst zu überlassen. So sind viele Pflanzen ganz von allein gewachsen, weil die Samen zufällig an dieser Stelle gelandet sind. „Ich lasse dann immer alles wachsen und nehme es nur weg, wenn es mir wirklich nicht gefällt“, sagt sie.

Bei der Auswahl der Pflanzen sei ihr eines dennoch wichtig: „Sie sollten möglichst lange blühen, nicht nur eine Woche, so dass es im Garten immer etwas zu sehen gibt ist.“ Die vielen Pflanzen würden aber vor allem im Herbst und Frühjahr viel Arbeit machen. „Einige müssen wir auspflanzen und ins Winterquartier bringen“, so Puschmann.

Dennoch findet das Ehepaar im Sommer auch immer wieder Zeit ihren Garten in vollen Zügen zu genießen. „Auch, wenn die Gartenarbeit sehr viel Spaß macht, darf man sich nicht zum Sklaven machen lassen und muss auch mal entspannen, das können wir an unserem Pool sehr gut“, sagt die ehemalige Krankenschwester.

An diesem Sonntag öffnet das Ehepaar seinen Garten für interessierte Besucher. 70 bis 80 Gartenfreunde werden erwartet, um den verwunschenen Garten, mit Stauden, Teich und Putten zu bestaunen, oder sich kleine Ableger mit nach Hause zu nehmen. „Der Austausch mit anderen Gartenbesitzern ist uns sehr wichtig und bereitet Freude, so kommt man auch immer auf neue Ideen“, sagt Sybille Puschmann. Eine der Hauptattraktionen waren in den vergangenen Jahren auch die Laufenten, die das Ehepaar im hinteren Bereich des Gartens hielt und die immer die Schenecken von den Pflanzen gesammelt haben.

„Im letzten Jahr hat der Fuchs leider alle Enten geholt“, erzählt Hans-Georg Puschmann. Neue möchten sie sich nun aber nicht mehr anschaffen. „Wir sind jetzt in einem Alter, wo wir ein bisschen kürzer treten müssen und uns nicht unnötig Arbeit machen möchten“, so die 66-Jährige. Aber auch ohne Laufenten ist der Garten einen Besuch wert. Die Fülle an Pflanzen lässt den Besucher an jeder Ecke etwas Neues entdecken.

Wer möchte, kann sich am Teich eine Runde entspannen und umrahmt von weißen Putten den Blick auf das kleine Idyll genießen. Fertig sei der Garten dennoch nicht. „Der Garten ist eigentlich nie fertig, es gibt immer wieder neue Ideen die ich umsetzen möchte“, sagt Sybille Puschmann.

Geöffnet ist der Garten von Ehepaar Puschmann am Sonntag ab 11 Uhr, Wustermarker Allee 14 in Brieselang. Ebenfalls geöffnet ist der Garten von Petra Helfrich, Im Wolfsgarten 17 in Falkensee.

Von Danilo Hafer

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