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Ohne Führerschein auf Diebestour

Ehemaliger Soldat vor Gericht Ohne Führerschein auf Diebestour

Ein 31-jähriger Mann musste sich am Montag vor dem Amtsgericht Nauen wegen mehrfachen einfachen Diebstahls, Betruges, sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fehlender Pflichtversicherung verantworten. Fast immer hatte der Angeklagte Transporter und Lkw im Osthavelland aufgebrochen und Werkzeug im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen.

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Der Angeklagte saß nicht das erste Mal auf der Anklagebank. Sein Vorstrafenregister ist lang.

Quelle: dpa

Nauen. In Handschellen wurde der 31 Jahre alte Angeklagte in das Amtsgericht Nauen geführt. Der Mann, der zurzeit eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßt, musste sich wegen mehrfachen einfachen Diebstahls, wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall, wegen Betruges, sowie mehrfachen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und gültigen Pflichtversicherungsschutz verantworten. Insgesamt verhandelte das Gericht in dieser Woche sieben Anklagepunkte gegen den Beschuldigten.

Werkzeug im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen

Dem mehrfach vorbestraften Mann wurde vorgeworfen, im Februar 2014 einen Lkw in Falkensee aufgebrochen und daraus Werkzeug im Wert von rund 1000 Euro gestohlen zu haben. Wenig später habe er dann in Schönwalde-Glien das Kennzeichen eines Pkws gestohlen, um es an seinem eigenen Fahrzeug zu verwenden. Ebenfalls im Februar 2014 soll der Mann, gemeinsam mit einem Mittäter, drei Transporter einer Baufirma in Brieselang aufgebrochen und auch hier Akkuschrauber, eine Kreissäge und anderes Werkzeug im Wert von 6400 Euro gestohlen haben. Zudem entstand an den Fahrzeugen ein Sachschaden von 7500 Euro.

Angeklagte war ohne Führerschein unterwegs

Im vierten Anklagepunkt ging es um einen vermeintlichen Betrug, der jedoch im Laufe der Verhandlung zurückgezogen wurde. Erneut auffällig wurde der Angeklagte dann Ende Mai 2014 in Elstal, als er ein Kraftfahrzeug ohne gültige Fahrerlaubnis und ohne Versicherungsschutz von einem öffentlichen Parkplatz auf ein Privatgrundstück fuhr. Im August wurde er nochmals beim Fahren ohne Fahrerlaubnis festgestellt. Diesmal in Falkensee. Einen weiteren gemeinschaftlichen Diebstahl soll der Angeklagte dann im März 2015 in Falkensee begangen haben. Erneut habe er aus einem Lkw Werkzeug im Wert 1300 Euro gestohlen und einen Sachschaden von 2500 Euro verursacht. „Was ich mit dem gestohlenen Werkzeug machen wollte, hatte ich mir vorher noch gar nicht überlegt“, sagte der Beschuldigte auf Nachfrage des Richters.

„Der Angeklagte hat sich nicht auf dem Gelände befunden“

Bis auf den Diebstahl in Brieselang im Februar 2014 gab der 31-Jährige alle Taten zu. Die Verteidigerin teilte dazu mit: „Der Angeklagte hat sich zum Tatzeitpunkt nicht auf dem Gelände befunden.“ Ein Akkuschrauber, den die Polizei bei einer späteren Geschwindigkeitskontrolle in dem Fahrzeug mit den falschen Kennzeichen feststellte, habe er dem vermeintlichen Mittäter für 100 Euro abgekauft. Er habe gewusst, dass das Werkzeug aus einem Diebstahl stammte, selbst gestohlen habe er es aber nicht. Die Befragung des Mittäters, gegen den gesondert ermittelt wurde, ergab dazu keine weiteren Erkenntnisse.

Der Mann war für die Bundeswehr im Auslandeinsatz

Eine wichtige Rolle spielte in diesem Prozess auch die Vergangenheit des in Falkensee aufgewachsenen Mannes, vor allem seine Tätigkeit bei der Bundeswehr Ein Sachverständiger untersuchte daher im Vorfeld den Mann. Als er die Erlebnisse aus dessen Einsatz in Afghanistan schilderte, brach der Angeklagte in Tränen aus. Erst nach einer Unterbrechung konnte die Verhandlung fortgesetzt werden. „Es liegt keine geistige Behinderung oder posttraumatische Belastungsstörung vor, die in Zusammenhang mit den Taten stehen könnte“, sagte der Sachverständige. Der Angeklagte sei lediglich etwas „unreif“.

Das Gericht folgten den Forderungen der Staatsanwaltschaft

Aufgrund dieser Einschätzungen und der Tatsache, dass sich der Angeklagte in einer früheren Bewährungszeit nicht an die Auflagen hielt, folgte das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten, sowie einer Führerscheinsperrfrist von 15 Monaten.

Von Danilo Hafer

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