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Havelland Ohne die „Brücke“ geht für die Jugend nichts
Lokales Havelland Ohne die „Brücke“ geht für die Jugend nichts
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22:34 26.02.2018
Billard ist der Klassiker im Jugendklub – Michael Schrobsdorff besucht „Die Brücke“ bereits seit seinem siebten Lebensjahr. Quelle: Danilo Hafer
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Falkensee

Ein Tag wird für Andreas Rebiger, Leiter des ASB-Jugendklubs „Die Brücke“ in Falkensee, dann zu einem guten Tag, wenn er wieder aktiv Jugendliche für eines der Angebote begeistern konnte. „Das ist zwar anstrengend und bedarf großen Aufwand, aber man weiss hinterher, dass man etwas geschafft hat“, sagt er.

Jubiläum mit Tag der offenen Tür gefeiert

Die Brücke wird seit zehn Jahren vom Arbeiter-Samariter-Bund im Falkenseer Stadtteil Falkenhorst betrieben, am Freitag wurde das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür gefeiert.

„Mittlerweile durchläuft die dritte Generation von Kindern und Jugendlichen diesen Jugendklub“, so Rebiger. Der stattlich anerkannte Erzieher leitet den Klub seit der Übernahme durch den ASB im Jahr 2008. Seither ist einiges passiert. Besonders in Erinnerung geblieben sind dem Pädagogen die Touren ins In- und Ausland, das traditionelle Stadtteilfest, Jugendevents wie das Erlebniswochenende 2012 oder das Pappbootrennen am Falkenhagener See.

Seit 2014 bietet der Jugendklub darüber hinaus ein Sportangebot in der Sporthalle der Diesterweg-Schule. Das Projekt „Late-Night-Sports“ richtet sich an Jugendliche, um eine alternative nicht kommerzielle Freizeitbeschäftigung am Samstagabend zu ermöglichen. Genauso wichtig sei aber auch die Präventionsarbeit mit dem Jugendamt.

Projekte oft nur mit Partnern möglich

Viele dieser Projekte und Veranstaltungen wäre ohne Kooperationspartner jedoch häufig nicht realisierbar. „Das können wir vor allem personell oft gar nicht alleine stemmen“, erklärt Andreas Rebiger, der der einzige fest angestellte Mitarbeiter im Jugendklub ist.

Hinzu kommen die Tücken der modernen Welt. Jugendarbeit steht heute in Konkurrenz zu Handy und Co. „Aber es ist dann auch unsere Aufgabe, die Jugendlichen für andere Aktivitäten zu motivieren.“

Für den Jugendklubleiter besteht seine Hauptaufgabe aber vor allem darin, den Kindern und Jugendlichen einen angstfreien sozialen Raum zu schaffen. „Natürlich versuchen wir auch zu vermitteln und zu unterstützen, wenn es notwendig ist“, erzählt er.

Hintergrund

Der Jugendclub „Die Brücke“ wird seit dem 18. Januar 2008 vom Arbeiter-Samariter-Bund im Falkenseer Stadtteil Falkenhorst betrieben.

Jugendliche können sich dort treffen und gemeinsam Billard und Schach spielen oder sich in der offenen Küche zusammensetzen.

Regelmäßig finden Sportveranstaltungen statt, Ausflüge und unterschiedliche Informationsveranstaltungen sowie verschiedene Tagesangebote.

Der Jugendclub ist immer von Montag bis Freitag zwischen 13 und 20 Uhr geöffnet. Samstags von 13 bis 17 Uhr. Danach besteht für die Jugendlichen die Möglichkeit bis 22 Uhr die Sporthalle Diesterweg-Grundschule für sich zu nutzen.

Dabei wisse er jedoch auch, dass ihm die Jugendlichen längst nicht alles erzählen, was ihnen vielleicht gerade das Leben schwer macht.

Michael Schrobsdorff besucht den Klub seit er sieben ist

Einer der schon seit Jahren regelmäßig im Jugendklub vorbeischaut ist Michael Schrobsdorff. Der 23-Jährige wohnt direkt um die Ecke und kam das erste Mal als Siebenjähriger in Klub, da wurde dieser noch von der Volkssolidarität betrieben.

„Das war einfach der Ort an dem ich meine Freunde getroffen habe“, erzählt Michael Schrobsdorff. Schon damals hat er häufig Billard gespielt und Ausflüge mitgemacht. „Und natürlich haben wir auch mal Scheiße gebaut“, gibt er heute zu. Mit Klubleiter Andreas Rebiger verbindet ihn mittlerweile eine Freundschaft. Das ist auch der Grund, warum er immer noch gerne in der „Brücke“ vorbeischaut.

Am Nachmittag wird richtig voll

Richtig voll wird es im Jugendklub in der Regel immer ab 15 Uhr. „Dann kommen die älteren Jugendlichen aus der Schule oder von der Ausbildung“, erzählt Andreas Rebiger. Damit die Jugendlichen dann aber nicht einfach rumhängen, versucht der Pädagoge mit seinem Team täglich ein bis zwei verschiedene Angebote vorzuhalten.

„Wir haben immer einen Wochenplan, schauen aber auch situativ worauf die Kinder und Jugendlichen momentan Lust haben“, erzählt er. Besonders beliebt ist die offene Küche. Viele Jugendliche probieren dort gerne neue Dinge aus und experimentieren mit den verschiedenen Zutaten.

Hin und wieder fühlt sich der Jugendklubleiter in seinem Alltag dabei wie ein Zirkusdompteur. „Man ist hier im Grunde Mädchen für alles, vom Saubermachen bis zum Ausfüllen von Anträgen für das Jugendamt ist alles dabei“, so Rebiger. Dennoch wolle er seinen abwechslungsreichen Job nicht missen.

Von Danilo Hafer

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