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Ohst Medizintechnik ist „Top-Ausbilder“

IHK ehrt Rathenower Firma Ohst Medizintechnik ist „Top-Ausbilder“

Die IHK Potsdam hat am Dienstag die Ohst Medizintechnik AG in Rathenow als „Top-Ausbildungsbetrieb“ geehrt. IHK-Präsidentin Beate Ferngel hat darauf hingewiesen, dass die Auszeichnung an Unternehmen vergeben wird, die attraktive Ausbildungsplätze geschaffen haben. Im Bereich der IHK Potsdam sind es dieses Jahr sechs Firmen.

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IHK-Präsidentin Beate Fernengel (Mitte) übergab die Auszeichnung an Unternehmensvorstand Sebastian Sturm (mit Urkunde).

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Die Ohst Medizintechnik AG im Rathenower Gewerbegebiet am Grünauer Fenn ist am Dienstag von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam als „Top-Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet worden. Die IHK würdigt mit dieser Ehrung Firmen, die sich besonders für die Schaffung von attraktiven Ausbildungsplätzen engagiert haben. Im IHK-Bereich Potsdam erhalten in diesem Jahr sechs Betriebe diese Auszeichnung.

Mit 170 Beschäftigten einer der größten Betriebe Rathenows

Die Ohst AG stellt Gelenkimplantate einschließlich der dazu gehörigen chirurgischen Instrumente her. In der Mehrzahl sind es Knie- und Hüftgelenke. Das Unternehmen zählt mit derzeit 170 Beschäftigten zu den größten Betrieben der Stadt Rathenow. Es hat aktuell sieben Auszubildende in drei verschiedenen Lehrjahren – allesamt künftige Zerspanungsmechaniker. Die zwei Ausbildungsplätze für das bald beginnende neue Lehrjahr sind bereits vergeben. In den letzten 20 Jahren hat die Ohst Medizintechnik AG rund 40 junge Leute ausgebildet. Das geschah stets nach dem Grundsatz, Fachkräfte für das eigene Unternehmen heranzubilden.

IHK-Präsidentin Beate Fernengel bescheinigte der Ohst AG, „strategisch ganz weit vorne“ zu sein. Sie habe eine Vorbildfunktion für andere Unternehmen. Beate Fernegel offenbarte eine besondere Beziehung zur Medizintechnik-Branche, als sie von einem Besuch bei einer 82-jährigen Freundin am letzten Sonntag erzählte. Diese hatte gerade ein neues Hüftgelenk erhalten. Gute Auszubildende seien immer schwerer zu finden, teilte IHK-Bildungsbereichsleiter Wolfgang Spieß mit. In Westbrandenburg seien gegenwärtig noch über 1000 Ausbildungsplätze nicht besetzt.

Export wuchs von 5 auf über 30 Prozent

Sebastian Sturm, Produktionsvorstand der Ohst AG, sagte, die Auszeichnung sei eine „schöne Bestätigung“ für alle, die sich in der Ausbildung des Unternehmens engagieren. Schon vor Jahren sei extra eine Lehrlingswerkstatt eingerichtet worden. Mitarbeiter des Betriebes gingen in die Schulen und seien auf vielen Veranstaltungen vertreten, auf denen jungen Leuten die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region vorgestellt werden. In den letzten Jahren sei vor allem der Exportbereich deutlich gewachsen. Habe er früher nur fünf Prozent des Umsatzes ausgemacht, liege er jetzt bei über 30 Prozent. „Wir tun jeden Tag unser Bestes“, resümierte Sebastian Sturm, „um qualitativ hochwertige Produkte herzustellen.“

Sozialministerin Diana Golze (Linke) konnte als Rathenowerin selbst in ihrem Urlaub der Versuchung nicht widerstehen, zur Auszeichnung in die Ohst AG zu kommen. Schon Generationen von Rathenowern hätten in diesem Unternehmen Beschäftigung gefunden, sagte sie, und durch dessen Engagement in der Ausbildung werde dort dafür gesorgt, dass auch die nächsten Generationen dort arbeiten können. Der stellvertretende Landrat Roger Lewandowski (CDU) teilte mit, dass die Ohst AG im Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ des Kreises eine maßgebliche Rolle spielt. Dieses Engagement sei beispielhaft, so könnten andere Unternehmen von den Ideen der Ohst AG profitieren.

Sponsor von Optikpark und FSV Optik

Der stellvertretende Rathenower Bürgermeister Hans-Jürgen Lemle sagte, man sei stolz, ein solches Unternehmen in der Stadt zu haben. Er verwies auf das soziale, kulturelle und sportliche Engagement der Ohst AG. Durch deren finanzielle Unterstützung sei es möglich geworden, den Optikpark weiter zu betreiben, und sie sei zudem ein Hauptsponsor des FSV Optik Rathenow. „Unternehmen wie der Ohst AG ist es zu verdanken“, sagte Hans-Jürgen Lemle, „dass junge Leute in der Region gehalten werden.“ Das bestätigte Josefine Blümbach aus Großderschau, Auszubildende im 3. Lehrjahr und nach vielen Jungen das erste Mädchen, das im Unternehmen Zerspanungsmechanikerin lernt. Sie habe in ihrer Heimatregion bleiben wollen, erzählte sie und erklärte: „Es wird immer Menschen geben, die neue Gelenke brauchen. Und wenn ich 50 neue Teile herstelle, habe 50 Menschen mehr damit geholfen.“

Von Bernd Geske

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