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Oliver Kreuels sieht Reserven in der Verwaltung

Bürgermeisterwahl Wustermark Oliver Kreuels sieht Reserven in der Verwaltung

Sechs Kandidaten treten am 25. Februar bei der Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Wustermark (Havelland) an. Unter ihnen ist CDU-Mann Oliver Kreuels. Die MAZ widmet sich dem 50-Jährigen in einem Porträt. Kreuels sagt im Gespräch, was er im Amt verändern würde.

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Kandidat Oliver Kreuels

Quelle: Tanja M. Marotzke

Wustermark. Wer wie Oliver Kreuels rund 13 Jahre in der Wustermarker Gemeindepolitik mitmischt, darf das getrost als ein Hobby bezeichnen. Selbst wenn damit für den 50-Jährigen nicht immer nur schöne Seiten verbunden waren.

Denn letztlich hat sein Engagement auch dazu geführt, dass er die SPD 2013 verlassen und sich 2014 der CDU angeschlossen hat. „Ehrlich gesagt, ist mir der Austritt nach 27 Jahren nicht leicht gefallen. Aber die Fronten in der Wustermarker SPD waren so verhärtet, ich konnte mit den Ansichten und Absichten des damaligen SPD-Bürgermeisters Bernd Drees nicht mehr mitgehen“, sagt Kreuels. Dann sei nach einer kurzen Pause der CDU-Ortsverband mit Halvor Adrian auf ihn zugekommen... Jetzt ist Oliver Kreuels der Kandidat der Christdemokarten für den Wustermarker Bürgermeisterposten.

2005 war der aus Frankfurt am Main stammende gelernte Bankkaufmann mit seiner Familie nach Elstal gezogen. Er arbeitet in Berlin, ist Geschäftsführer eines Ingenieur- und eines Projektbüros. Von Anfang an habe ihn die Kommunalpolitik interessiert, sagt er. Kreuels rückte 2008 ins Gemeindeparlament ein, hat im Vorjahr sogar den Vorsitz der Gemeindevertretung übernommen, dafür seine Posten als CDU-Fraktionsvorsitzender und Sprecher der Zählgemeinschaft aus Grünen, SPD und CDU abgegeben.

Zwar ist er mit der jüngsten Entwicklung der Gemeinde Wustermark im Olympischen Dorf Elstal, in der Heidesiedlung Elstal, bei den Schulen Wustermark und Elstal „grundsätzlich zufrieden“, aber: „In der Gemeindeverwaltung, speziell im Bürgeramt, sehe ich einige Reserven. Sowohl der Führungsstil des Bürgermeisters als auch die Arbeit in manchem Fachamt ist kritikwürdig. Ich denke nur an die Vorgehensweise des Bürgermeisters bei der Verdichtung der Eisenbahnersiedlung Elstal, beim Umgang der Verwaltung gegenüber Eltern in Bezug auf unsere fehlerhafte Kita-Gebührensatzung oder die Alleingänge bei Fördermittelanträgen zum Beispiel für die neue Sporthalle in Elstal. Den Gemeindevertretern fehlen sehr oft bestimmte Informationen, um Entscheidungen zu treffen.“ Unter anderem weil er das nicht länger hinnehmen will, habe er sich um den Bürgermeisterposten beworben. „Man sollte nicht immer nur meckern, sondern den Leuten Alternativen anbieten.“

Der stark zunehmende Verkehr speziell in und um Elstal ist eine große „Baustelle“ aus Sicht des CDU-Mannes. „Eine Idee ist, die Besucher von Karls ins Outletcenter mit einer Hochbahn zu transportieren, das ist nicht teurer als Straßenbau.“ Oliver Kreuels denkt auch an die Erweiterung von Karls. „Es ist gut, dass das Kasernengelände an der B 5 endlich wieder genutzt werden soll. Aber wir wollen auch das Grün in der Gemeinde erhalten. Deshalb sollten wir beim ’Erdbeerland’ genau Acht geben, was abgeholzt und gebaut wird“, warnt Oliver Kreuels.

Was die finanzielle Lage der Gemeinde betrifft, so sieht er die anstehenden Investitionskosten für Schulen, zwei Sporthallen und Kitas mit Sorge. „Etwa 15 Millionen Euro werden wir über Kredite finanzieren müssen. Es ist ein schwieriges Unterfangen, das alles zurück zu zahlen, ohne in Schieflage zu geraten." Einer Ausweitung des Güterverkehrszentrums Wustermark stehe er positiv gegenüber, allerdings: „Sinnvoll wäre eine Erweiterung hinter dem Schlaggraben in Richtung Brieselang.“ Dort würden der Gemeinde noch etwa 100 000 Quadratmeter gehören, die aber als Schutzgebiet ausgewiesen sind und umgewandelt werden müssten.

Auf der Wunschliste von Oliver Kreuels steht die Neugestaltung der Zentren in den Ortsteilen ganz weit oben. In Wustermark müsse etwas getan werden am Brunnenplatz, in Elstal wäre ein zentral gelegenes Café schön. „Die Ortsmitten sollen Wohlfühlorte sein. Dafür werde ich mich einsetzen.“

Von Jens Wegener

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