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Olympiaglanz im Falkenseer Rathaus

Zurück aus Rio de Janeiro Olympiaglanz im Falkenseer Rathaus

Seit wenigen Tagen sind der Kanute Ronald Rauhe und Geher Nils Brembach wieder zurück in Deutschland und immer noch voller Eindrücke von Rio de Janeiro, dem Olympischen Dorf und den bestrittenen Wettkämpfen. Für den 23-jährigen Brembach waren es die ersten Spiele, Ronald Rauhe bestritt bereits seine fünfte und auch letzte Olympiade.

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Barbara Richstein (CDU) und Bürgermeister Heiko Müller gratulierten Nils Brembach (Mitte links) und Ronald Rauhe (Mitte rechts).

Quelle: Peter-Paul Weiler

Falkensee. In der Debatte um ein Goldenes Buch für die Stadt Falkensee ist noch nichts entschieden, bereits gestern hätten sich jedoch gleich zwei erfolgreiche Olympiateilnehmer darin verewigen können. Seit wenigen Tagen sind der Kanute Ronald Rauhe und Geher Nils Brembach wieder zurück in Deutschland und immer noch voller Eindrücke von Rio de Janeiro, dem Olympischen Dorf und den bestrittenen Wettkämpfen.

Bronze geht nach Falkensee

Für den 23-jährigen Brembach waren es die ersten Spiele, Ronald Rauhe bestritt bereits seine fünfte Olympiade. „Und trotzdem hatten jede Spiele ihr eigenes Flair. Ich verbinde mit Brasilien viel Positives“, so der 34-Jährige. Kein Wunder - im Einzelwettkampf über 200 Meter gewann er die Bronzemedaille. „Es war hochemotional – nach dem 5.Platz im Mannschaftsrennen war ich geknickt. Dass ich im Einzel noch einmal bis ganz vorne ranfahren könnte und eine Medaille holen würde, hätte ich nie erwartet“, so der Athlet, dessen Boote rund zwei Monate in einem Container nach Brasilien unterwegs waren. „In diesem Jahr waren unsere Boote rosa – genauso wie die der ersten gesamtdeutschen Mannschaft bei den Spielen 1992. Wir wollten mit der Farbe Teamgeist zeigen und wurden auf jeden Fall immer gut gesehen“, lacht Rauhe, der nach fünf Olympischen Spielen und über 20 Jahren Leistungssport nun über seinen Abschied aus dem Kanusport nachdenkt. „Solange ich noch Spaß habe, mache ich natürlich weiter - auf jeden Fall noch die nächste Saison. Ich möchte mich langsam verabschieden und emotional vom Sport lösen“, so Rauhe, der in vier Wochen zum zweiten Mal Vater wird. „Meine Frau und Familie haben meine Rennen Zuhause vor dem Fernseher verfolgt. Es soll Tränen gegeben haben.“

Annika Bochmann

Für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro, haben sich Athleten aus 206 Nationen qualifiziert. Unter ihnen auch die 25 Jahre alte Annika Bochmann aus Falkensee. Die Seglerin in der 470er-Klasse belegte in Rio den 18. Platz. Die Falkenseerin ist nach wie vor in Rio und macht dort Urlaub. Ein Teil ihres Gepäcks hat Geher Nils Brembach bereits mit nach Deutschland genommen, wie er gestern erzählte.

Richtiger Kaventsmann

Und obwohl der Falkenseer mit den Spielen in Rio und der vier Jahre andauernden Vorbereitung viel Positives verbindet, hätte er von den Brasilianern wesentlich mehr Leidenschaft für den Sport und den olympischen Gedanken erwartet. „Leere Zuschauerränge und unmotivierte Helfer waren nicht selten“, sagt Rauhe. Das bestätigt auch Geher Nils Brembach, der bei seinen ersten Spielen Rang 38 im 20-Kilometer-Gehen belegte. „Trotzdem habe ich die Zeit in Rio genossen, habe nach meinem Rennen gemeinsam mit meiner Familie drei Tage außerhalb des Olympischen Dorfes verbracht. Ich habe noch nie so hilfsbereite Menschen erlebt“, so der 23-Jährige, der 2010 vom Laufsportler zum Geher avancierte. „Ich hatte zunächst Vorurteile gegen den Sport, da ich im Laufen jedoch keine Perspektive hatte, habe ich mich im Gehen versucht und bin dabei geblieben. Das Zusammenspiel zwischen Ausdauer und Technik reizt mich“, so Brembach, der neben seinem harten Training Wirtschaftsingenieurwesen studiert und bei den nächsten Olympischen Spielen deutlich weiter vorne landen möchte, wie er kurz nach seinem Lauf bei Facebook verkündete. Eine der begehrten Medaillen – nämlich die von Olympiasieger Rauhe – konnte er gestern schon einmal testweise in den Händen halten. „Das ist ein richtiger Kaventsmann. Wenn man den für ein paar Stunden um den Hals trägt, merkt man es danach“, lacht Rauhe und reicht seine Bronzemedaille herum.

Von Laura Sander

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