Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Optikpark in schwerem Fahrwasser
Lokales Havelland Optikpark in schwerem Fahrwasser
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:03 11.03.2018
Mussten den Offenbarungseid leisten: Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus und Elfie Balzer. Quelle: Markus Kniebeler
Anzeige
Rathenow

Ohne eine erhebliche Finanzspritze der Stadt Rathenow wäre der Optikpark in diesem Jahr in eine lebensbedrohliche Situation geraten. 125 000 Euro musste die Stadt zuschießen, um die stadteigene Gesellschaft vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Der Betrag wurde von der Finanzverwaltung bereits in den Nachtragshaushalt eingearbeitet, der am kommenden Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung gestellt wird. Im Finanzausschuss am Mittwochabend gab es eine deutliche Mehrheit für den Nachtrag.

450 000 Euro beträgt der städtische Zuschuss für den Optikpark seit 2016. In den ersten fünf Jahren nach der Landesgartenschau 2006 hatte die Anlage am Schwedendamm noch rund eine Million Euro aus der Stadtkasse erhalten. Dieser Zuschuss, der zu den freiwilligen Leistungen der Stadt zählt, wurde vor dem Hintergrund finanzieller Engpässe von 2012 an kontinuierlich abgeschmolzen auf die erwähnten 450 000 Euro.

Allerdings reicht dieser Betrag offenbar nicht, um die Anlage in der bewährten Form am Leben zu erhalten. „Der Zuschuss der Stadt, also die Grundfinanzierung in Höhe von 450 000 Euro, reicht für den Unterhalt des Parks nicht aus“, heißt es in einer Erklärung der Optikpark-Geschäftsführer Joachim Muus und Elfie Balzer.

Als Hauptursachen für das Überschreiten des Budgets führt das Duo etliche Unwägbarkeiten an, die dazu geführt hätten, dass die tatsächliche Besucherzahl seit 2016 weit unter der Prognose geblieben ist. So habe das miserable Wetter im zurückliegenden Sommer dazu geführt, dass über 10 000 Besucher weniger den Weg in den Park gefunden hätten als in durchschnittlichen Jahren. Auch im Grünen Klassenzimmer habe es deshalb 550 Anmeldungen weniger gegeben. Bei einem Tagespreis von 5 Euro seien deshalb über 50 000 Euro weniger eingenommen worden als eingeplant. Auch zu den eintrittspflichtigen Sonderveranstaltungen – allen voran die „Serenade unterm Sternenhimmel“ – seien wegen unbeständiger Witterung und diversen Parallelveranstaltungen deutlich weniger zahlende Gäste gekommen, als geplant.

Um zu verhindern, dass ein Jahreszuschuss in dieser Höhe zum Dauerzustand wird, hat die Optikparkgeschäftsführung ein rigides Sparprogramm erarbeitet. So soll die Mitarbeiterzahl, die seit 2013, als 101 Menschen im Park beschäftigt waren, kontinuierlich verringert wurde, im kommenden Jahr noch einmal um 5 auf dann 53 Stellen reduziert werden. Aus dem Veranstaltungsetat werden 10 000 Euro gestrichen, eine Buchhalterin, die im September krankheitsbedingt ausgeschieden ist, wird nicht ersetzt.

Allerdings reichen diese Sparbemühungen nach Einschätzung der beiden Optikpark-Geschäftsführer nicht aus, um mit dem städtischen Zuschuss in seiner jetzigen Form auszukommen – auch weil die Rücklagen der Optikpark GmbH in den Jahren 2016 und 2017 so zusammengeschmolzen sind, dass entstehende Defizite aus eigener Kraft nicht mehr ausgeglichen werden können.

Nach neuer Kalkulation wird der städtische Zuschuss 2018 auf 507 000 Euro und in den Jahren 2019 bis 2021 auf 520 000 Euro erhöht. Auch über diese im Eckwertebeschluss zur Haushaltssatzung 2018 festgeschriebenen Ausgaben stimmen die Stadtverordneten am Mittwoch ab. „Mit dem erhöhten Zuschuss 2017 und der mittelfristigen Erhöhung für die Jahre 2018 bis 2021 ist nach derzeitigem Kenntnisstand die Betreibung gesichert“, heißt es in einer abschließenden Bewertung der Optikpark-Führung.

Von Markus Kniebeler

Der Nabu-Regionalverband im Osthavelland pflanzte jüngst zum allerersten Mal Bäume auf einer Streuobstwiese. Als Ort wurde dafür das Areal zwischen Königsgraben und Bahngelände bei Rohrbeck ausgewählt. Die Macher hatten die Fläche von der Bahn AG übernommen.

14.12.2017

In einem leerstehenden alten Haus im Nauener Ortsteil Wachow haben Unbekannte am Mittwochnachmittag ein Feuer entzündet, das den Dachstuhl des Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen hat. Die Nauener Feuer war mit 30 Kameraden schnell vor Ort und konnte die Flammen löschen. Die Polizei sucht jetzt Zeugen.

14.12.2017

Noch ist unklar, ob sich auf dem Gelände des alten Gaswerkes in Nauen Bombenblindgänger aus den letzten Kriegstagen verbergen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg hat das Gelände jetzt flächendeckend untersuchen lassen. Dabei wurden fünf so genannte Anomalien im Boden entdeckt.

14.12.2017
Anzeige