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Optikpark muss Gürtel enger schnallen

Geschäftsführung legt Wirtschaftskonzept vor Optikpark muss Gürtel enger schnallen

Vom Rotstift bleibt der Optikpark nicht verschont. Ab 2016 will die Stadt den Jahreszuschuss um 340.000 Euro auf 420.000 Euro reduzieren. Damit die Einsparungen den Park und die Mitarbeiter nicht willkürlich treffen, hat die Geschäftsführung das Betriebskonzept überarbeitet. 

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Im kommenden Jahr wird im Optikpark gebaut. Ab dem Jahr 2016 wird der Etat jedoch gekürzt.

Quelle: Promo

Rathenow. Vom Rotstift, der derzeit in der Rathenower Verwaltung kreist, wird auch der Optikpark nicht verschont bleiben. Ab dem Jahr 2016 will die Stadt den Jahreszuschuss für die Anlage am Schwedendamm um 340.000 Euro auf 420.000 Euro reduzieren. Joachim Muus und Elfie Balzer, die Geschäftsführer des Optikparks, waren von der Nachricht, die sie unvermittelt traf, geschockt. Aber lange haben sie sich nicht mit Lamentieren aufgehalten. "Wir sehen ein, dass die Haushaltslage die Stadt zu drastischen Sparmaßnahmen zwingt", sagt Muus. Damit diese den Park und die Mitarbeiter nicht willkürlich treffen, hat das Führungsduo ein Konzept zum Betrieb des Parks erarbeitet.

"Es darf im Jahr nach der Buga auf keinen Fall passieren, dass Besucher, die nach Rathenow kommen, von der Anlage enttäuscht sind, weil sie nicht gepflegt werden kann", sagen Muus und Balzer unisono. Denn der Optikpark mit seinen rund 80.000 Besuchern sei eine der Hauptattraktionen der Stadt. Und damit auch ein Wirtschaftsfaktor. Es gebe Untersuchungen, nach denen ein Besucher, der von auswärts komme, in Rathenow rund 20 Euro ausgebe, so Muus: Für essen und trinken, Souvenirs, Geschenke, Bücher und anderes. Das Geld fließe direkt in den Rathenower Wirtschaftskreislauf. Das Konzept, das die Geschäftsführung erarbeitet hat, konzentriert sich deshalb nicht nur auf Einsparungen, sondern setzt auf Einnahmesteigerung. Dazu soll die enorme Popularität, welche die Bundesgartenschau der Stadt Rathenow bescheren wird, genutzt werden.

Muus und Balzer halten es für realistisch, dass sich nach der Buga, die seriösen Prognosen zufolge bis zu 1,5 Millionen Gäste nach Rathenow locken soll, die jährliche Besucherzahl im Optikpark merklich erhöhen wird. Vor allem die Zahl der überregionalen Besucher werde wachsen. Mit rund 40.000 Gästen mehr pro Jahr rechnen die Geschäftsführer. Die Tagesbesucher werden, so steht es in dem Konzept der Geschäftsführung, vier statt bisher zwei Euro pro Eintrittskarte zahlen. "Das ist immer noch ein sehr moderater Preis für die Leistung, die im Park geboten wird", sagt Muus. Auch werde man die Gebühren für Wassertouristen, die am Wasserwanderstützpunkt des Optikparks festmachen, moderat anheben, so Joachim Muus. Dadurch könnten die Einnahmen des Parks pro Jahr um 160.000 bis 200.000 Euro gesteigert werden. Der Preis für die Dauerkarte werde mit 20 Euro (bislang 18 Euro) bewusst freundlich gehalten. So zeige man sich den treuen Besuchern erkenntlich.

Natürlich werde der Optikpark auch um Einsparungen nicht herumkommen, so Muus und Balzer. So müsse bei der Auftragsvergabe für Pflegearbeiten im Park der Gürtel enger geschnallt werden. Noch mehr Arbeiten als bisher seien in Eigenregie durchzuführen. Und auch der Veranstaltungs- und Marketingetat sei auf Einsparpotenziale zu prüfen. Joachim Muus und Elfie Balzer weisen in ihrem Konzept darauf hin, dass der Optikpark nicht nur touristischer Anbieter, sondern auch ein wichtiger Arbeitgeber ist. Über hundert Menschen werde über Förderprogramme die Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung gegeben.

In Zukunft wird kein Weg daran vorbeigehen, die zur Kofinanzierung von Arbeitsförderprogrammen benötigten Eigenanteile der Optikpark GmbH zu reduzieren, so Balzer. Und das Geld, was nach der Einsparung zur Verfügung stehe, noch effektiver einzusetzen. Elfie Balzer weist auf die Schwierigkeiten hin, auf diesem Gebiet verlässliche Sparprognosen zu treffen. Der Fördermarkt sei ständig in Bewegung. Man könne heute noch nicht sagen, welche Förderprogramme es in zwei Jahren gebe und wie hoch die möglichen Quoten seien. Davon hänge aber ab, welche Eigenanteile der Optikpark aufzubringen habe.

Elfie Balzer und Joachim Muus haben die Dinge gedreht und gewendet, haben Einnahmequellen geprüft und Einsparmöglichkeiten gesucht. Am Ende des Wirtschaftskonzepts steht die Erkenntnis, dass der Rathenower Optikpark mit einem städtischen Zuschuss von 450000 Euro auskommen könnte. Das sind zwar 30000 Euro mehr, als die Stadt ab 2016 ausgeben will. "Aber daran wird die Sache ja wohl nicht scheitern", sagt Muus.

Von Markus Kniebeler

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