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Optikquartier im Wartemodus

Rathenow Optikquartier im Wartemodus

Die Pläne eines Investors, die Industriebrache hinter dem Rathenower Rathaus in ein lebendiges Stadtquartier zu verwandeln, kommen nicht richtig voran. Der Erwerb der Grundstücke verzögert sich, weil mit der Fielmann AG, der ein Teil der Fläche gehört, noch keine Einigung erzielt werden konnte.

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Das ehemalige ROW-Gebäude "060" in der Berliner Straße gehört der Fielmann AG.
 

Quelle: Markus Kniebeler

Rathenow.  Bei den Plänen zur Umgestaltung der Industriebrache hinter dem Rathenower Rathaus ist der entscheidende Durchbruch noch nicht gelungen. Zwar wurde zwischen dem Investor, der das Areal zu einem modernen Stadtquartier entwickeln will, und den Askania-Nachfolgern bereits ein unterschriftsreifer Kaufvertrag zum Erwerb des rund 11 000 Quadratmeter großen Askania-Grundstücks ausverhandelt. Aber die Verhandlungen mit der Fielmann AG, der die restliche rund 16 000 Quadratmeter große Fläche gehört, sind ins Stocken geraten.

„Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Fielmann-Grundstück zu erwerben“, sagt der Rathenower Christian Wernicke, Mitinhaber der Berliner Projektentwicklungsfirma SMV. Allerdings warte man auf ein Signal der Fielmann AG.

Knackpunkt bei den Verhandlungen sind Wernicke zufolge Altlastenbeprobungen, die der Investor vor dem Kauf des Grundstückes vornehmen lassen will. Bislang habe die Fielmann AG in dieser Frage wenig Entgegenkommen gezeigt. „Wir wollen in Sachen Altlasten einfach wissen, woran wir sind“, sagt Wernicke. Deshalb halte er eine solche Beprobung für eine Selbstverständlichkeit.

Michael Ferley, Vorstandsmitglied der Fielmann AG, hält sich bei der Antwort auf die Frage nach dem Stand der Verhandlungen bedeckt. „Die Gespräche laufen“, sagte er auf MAZ-Anfrage. Bislang sei noch kein Ergebnis erzielt worden. Mehr könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Christian Wernicke ist trotz der stockenden Verhandlungen weit davon entfernt, das Vorhaben zu den Akten zu legen. „Wir sind angetreten, etwas aus dieser Brache zu machen“, sagt er. Daran habe sich nichts geändert. Für die Beharrlichkeit des Investors spricht die Tatsache, dass Ende November die Optikquartier Rathenow GmbH gegründet wurde. Über diese Gesellschaft soll der Kauf der Grundstücke und die Entwicklung des Geländes realisiert werden.

Ein Grund für Wernickes Optimismus ist ein grundsätzliches Bekenntnis der am Projekt Beteiligten aus dem Dezember 2015. Damals hatten sich Investor, Planer und die beiden Grundstückseigentümer im Rathenower Rathaus zu ersten Sondierungen getroffen. Seine Frage, ob die Eigentümer bereit seien, sich von ihren Grundstücken zu trennen, sei damals einstimmig mit „ja“ beantwortet worden, erinnert sich Wernicke. „Nun geht es darum, umzusetzen, was verabredet wurde“, sagt er.

Übrigens hat es die Altlastenbeprobung, um die mit der Fielmann AG noch gerungen wird, auf dem Askania-Gelände bereits gegeben. Die Ergebnisse seien gutachterlich bestätigt worden, sagt Wernicke. Damit habe man eine transparente Grundlage für die Verkaufsverhandlungen geschaffen.

Wernicke hält nach wie vor an dem Vorhaben fest, das gesamte Areal zu beplanen. „Die Chance, ein zusammenhängendes Grundstück dieser Größe, das so nah am Stadtzentrum liegt, zu entwickeln, bekommt man nicht mehr oft“, hatte Wernicke schon bei der ersten Vorstellung des Projekts 2015 gesagt.

Von Markus Kniebeler

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