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Oranienburger Tor am Landgut wird saniert

Groß Behnitz Oranienburger Tor am Landgut wird saniert

Gras und kleine Bäumchen sind in den Fugen am denkmalgeschützten Eingangstor zum Landgut Stober in Groß Behnitz gewachsen. Deshalb bekommt der Oranienburger Tor nur eine Frischzellenkur.

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Ohne Gerüst, aber saniert, soll sich das Oranienburger Tor am Landgut wieder Ende August präsentieren.

Quelle: privat

Groß Behnitz. Das denkmalgeschützte Oranienburger Tor, die Eingangspforte zum Landgut Stober , im Nauener Ortsteil Groß Behnitz wird derzeit auf Vordermann gebracht. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende August dauern.

Besucher einer Veranstaltung im Park am Behnitzer See, die durch das Tor gekommen waren, hatten bemerkt, dass sich zwischen den Fugen des Gebäudes Bewuchs gebildet hat. Gras und kleine Bäume machten sich breit. Die Stadtverwaltung Nauen wurde informiert. Bauamtsleiter Stefan Lux: „Wir haben sofort bei der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises die Erlaubnis beantragt, unverzüglich die notwendigen Maßnahmen einleiten zu dürfen. Die Behörde gab grünes Licht.“ Involviert seien auch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege, das Archäologisches Landesmuseum, die bauausführende Dienstleistungsgesellschaft Nauen sowie Ulrike Beyl von der Stadtverwaltung.

„Mit der denkmalrechtlichen Erlaubnis gab es gleichsam Auflagen der Behörden. Zunächst wurden die Schäden am Tor von den Denkmalbehörden begutachtet. Anschließend erfolgte die Abstimmung über Sanierungsmaßnahmen“, so Lux.

Die Figuren auf den Pfeilern des Eingangstores zum Landgut Stober stehen symbolisch für den Unternehmer Albert Borsig und den Geist dieser Zeit – der industriellen Entwicklung Deutschlands im 19. Jahrhundert. Die vom preußischen Baumeister Carl von Contard entworfenen Sandsteinfiguren stammen ursprünglich vom Oranienburger Tor in Berlin. Als dieses 1867 im Zuge der dringenden Stadterweiterung abgerissen werden musste, kaufte sie der Industrielle Albert Borsig (1829-1878) für seinen Sommersitz in Groß Behnitz. Im Jahr 2000 erwarb der Berliner Unternehmer Michael Stober, der seit Jahren in der Altbausanierung tätig ist, das Anwesen von der Treuhand. Er entwickelt mit dem Verein „Tradition und Zukunft Landgut Borsig“ einen kulturwirtschaftlichen Standort mit historisch traditioneller Linie und touristischer Nutzung.

Von Norbert Faltin

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