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Havelland Orientalische Genüsse im Havelland
Lokales Havelland Orientalische Genüsse im Havelland
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17:43 12.03.2017
Cihangir tanzt den Shamadan-Dance - mitten im Publikum. Quelle: Carsten Scheibe
Dallgow/Falkensee

Aufs Ambiente kommt es an. Und so tat Ofra Moustakis vom Falkenseer Studio „1001 asana“ gut daran, ihre Dinner-Show „Orientalischer Salon“ im Ballsaal der Dallgower Tanzschule Allround stattfinden zu lassen. Hier hat schließlich schon Icke Hässler für „Let’s Dance“ trainiert.

Bauchtanz und Drei-Gänge-Menü

Eine Dinner-Show kennt man im Havelland eigentlich nicht. Während in Berlin der „Palazzo“ etabliert ist und in Potsdam jedes Jahr die „Dinner for Fun“ Show gastiert, hat sich rund um Falkensee bislang nur das „Kriminal-Dinner“ im Kronprinz etabliert. Jetzt schickt sich Ofra Moustakis an, die kulinarische Show-Latte im Speckgürtel gleich hinter Spandau etwas höher zu hängen. Monatelang hat sie ihren „Orientalischen Salon“ vorbereitet - und in Anja und Christian von der Tanzschule Allround die passenden Partner gefunden. Die Thamms kümmern sich um das Eindecken der Tische und um das orientalisch angehauchte Menü in drei Gängen, während sich Ofra ganz auf ihre Show konzentrieren kann.

120 Gäste – komplett ausgebucht

Die erste Dinner-Show am 11. März war mit 120 Gästen komplett ausgebucht. In der Ausschreibung war übrigens ausdrücklich um Abendgarderobe gebeten worden. Es waren in der Tat einige Damen im Abendkleid und ein paar Herren im Smoking zu sehen. Der Großteil der Besucher hatte sich aber einfach nur „chic“ gemacht, auch ein paar Jeans waren zu sehen. Am festlichen Anspruch muss bei den Gästen also noch gearbeitet werden. Platziert wurden die neugierigen Gäste an zwölf großen runden Tischen: Eine gute Wahl, da die Besucher so zwangsläufig miteinander ins Gespräch kommen.

Orientalische Tänze beim „Orientalischen Salon“ Quelle: Carsten Scheibe

„We love to entertain you“

Ofra Moustakis, die in Falkensee seit Jahren Orientalischen Tanz lehrt und seit einiger Zeit auch traditionelles Yoga anbietet, hatte sich für ihr Dinner-Show-Debüt viel Unterstützung aus Tänzerkreisen organisiert. In drei Blöcken zwischen den Speisegängen zeigten die Künstler kurzweilige Interpretationen des orientalischen Tanzes. Dabei wurde Wert auf Vielfalt gelegt: Die 19 Show-Acts waren alle kurz und abwechslungsreich. Die Orient-Girls, die aus Ofras Tanzklassen stammen, durften gleich mehrmals auf die Bühne. Sie präsentierten einen Schleier-Tanz in rosa, performten zu den „Dancing Drums“, setzten mit „We love to entertain you“ das Motto von Ofras Tanzschule um und begeisterten mit einem echten Bollywood-Tanz. Tanja N.: „Meine Tochter Vanessa ist bei den Orient-Girls mit dabei. Sie tanzt bereits seit zehn Jahren bei Ofra. Die ganze Familie ist natürlich vor Ort, um sie auf der Bühne tanzen zu sehen.“

Highlight des Abends: Cihangir, der einzige männliche Tänzer

Ein Highlight des Abends war der einzige männliche Tänzer - Cihangir. Er verzauberte das Publikum mit den schwirrenden Isis-Wings, zeigte einen männlichen Bauchtanz und wagte sich am Ende mit einem Shamadan-Dance mitten unter das Publikum. Bei diesem traditionell indischen Tanz wird ein mehrstöckiger Kronleuchter mit brennenden Kerzen auf dem Kopf balanciert: Früher haben Tänzerinnen den Hochzeitsgesellschaften so den Weg durch die dunklen Gassen beleuchtet. Ofra selbst überzeugte zusammen mit ihrer Freundin Gabriela mit einem feurigen Flamenco im traditionell schwarz-roten Kleid. Im Finale sorgte sie mit dem Tanz „Sahara Lights“ noch einmal für Sinnlichkeit und orientalisches Feuer - mit einem Kleid, das im Dunkeln leuchtete.

Linsen, lamm und süße Feigen

Passend zu den kurzweiligen Showteile präsentierte das Küchenteam orientalisch angehauchte Speisen wie etwa eine Rote-Linsen-Suppe, marokkanische Lamm-Hackbällchen mit Granatapfelsoße und Mandelreis und Obstsalat mit Joghurt-Zimt-Topping und süßen Feigen.

Neuauflage wünschenswert

Kurzum: Die erste orientalische Dinner-Show zeigte sich abwechslungsreich, beeindruckend und auf hohem Niveau. Christian Thamm freut sich auf eine Neuauflage: „Alles hat funktioniert, es gab keine Pannen, es war ein toller Abend. Das darf gern zur jährlichen Institution werden.“ Wünschenswert bei einer Neuauflage: Eine Rahmenhandlung, die die Show-Acts verbindet. Und mehr Mut beim Menü, wenn es darum geht, den Orient auf den Teller zu bringen.

Von Carsten Scheibe

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