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Ortsumgehung Nauen wochenlang gesperrt

Fahrbahnarbeiten Ortsumgehung Nauen wochenlang gesperrt

Weil die Fahrbahndecke erneuert werden muss, wird die Nauener B5-Ortsumgehung (Havelland) vom 4. Oktober bis Mitte November voll gesperrt. Der Landesbetrieb erhofft sich einen zügigen Bauablauf. Kritik am gewählten Zeitraum kommt jedoch vom Kreisbauernverband, da die Arbeiten mitten in die Erntezeit fallen.

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Die Kreuzung B 5/Brandenburger Straße wird während der Bauphase in Richtung Kernstadt und Neukammer befahrbar bleiben

Quelle: Tanja M. Marotzke

Nauen. Die ehemalige B 5 durch die Nauener Innenstadt muss im Herbst für ein paar Wochen wieder als Umleitungsstrecke herhalten. Der Landesbetrieb Straßenwesen plant nämlich die Erneuerung der Fahrbahndecke auf der kompletten Ortsumgehung, die dazu voll gesperrt wird. Am 9. September 2002 war die Straße offiziell übergeben worden.

„Bei rund 12 000 Fahrzeuge pro Tag ist die Fahrbahndecke in der Regel nach zehn bis zwölf Jahren verschlissen“, begründet Frank Schmidt vom Landesbetrieb Straßenwesen das Vorhaben, das rund 1,6 Millionen Euro kosten wird. Der Bitumen ist mit der Zeit immer offenporiger geworden, Wasser dringt bis auf die unteren Schichten vor und der Frost erledigt dann den Rest, sprengt die Decke auf.

Somit soll jetzt die Fahrbahndecke vier Zentimeter abgefräst und durch eine neue Schicht ersetzt werden. Als Bauzeitraum ist der 4. Oktober bis Mitte November vorgesehen. Dabei erfolgt die Vollsperrung der Ortsumgehung auf der gesamten Länge zwischen den Anschlussstellen Nauen-Ost (Berliner Straße) und Nauen-West (Hamburger Straße). „Der Querverkehr ist allerdings immer gewährleistet“, sagt Schmidt. Sprich: Über die Brandenburger und Ketziner Straße wird man die Ortsumgehung immer überqueren können in Richtung Neukammer beziehungsweise Markee. Zudem sei mit der Stadt Nauen abgesprochen, dass während der Bauzeit in der Hamburger Straße ein Parkverbot ausgesprochen wird, um den Umleitungsverkehr nicht zu behindern.

Der Baubetrieb erhält zudem die Vorgabe, dass die beiden Anschlüsse im Osten und Westen in den Herbstferien hergestellt werden, da dann kein Schulbus fährt. So muss der Abschnitt zwischen Ortsausgang Lietzow und der Einmündung Hamburger Straße dazu voll gesperrt werden. Als Umleitung dient die Strecke über Berge und Hertefeld. Die Anschlussstelle Ost ist in der Zeit auf dem kurzen Stück zwischen Wirtschaftsweg und B 5 nicht befahrbar. Der Verkehr auf der B 5 aus Richtung Falkensee wird währenddessen über die Gegenfahrbahn geleitet bis zur Kreuzung Ketziner Straße und von dort weiter in die Innenstadt.

Darüber hinaus wird der Landesbetrieb den schweren Verkehrsunfällen Rechnung tragen, die sich immer wieder auf der Ortsumgehung ereignen. Häufig beachten Linksabbieger, die aus den Nebenstraßen kommen, nicht den Gegenverkehr. „Die Ampelregelung wird verbessert“, so Schmidt. Künftig sollen die Linksabbieger separat auf die B 5 auffahren können.

Für den Chef der Niederlassung West des Landesbetriebes ist die Vollsperrung der Ortsumgehung die einzige Lösung, „um die kürzestmögliche Bauzeit zu erreichen“. Allerdings gibt es auch Kritik am gewählten Zeitraum. So moniert der Kreisbauernverband, dass die Vollsperrung „fast vollständig in die arbeitsreiche Zeit der Agrarbetriebe fällt“. Schwerpunkt sei dabei die Maisernte. So wird mit 300 Transporten von Körnermais aus der Region zum Trockenwerk nach Selbelang gerechnet. Hinzu kommt der Transport von Maissilage zur Biogasanlage nach Neukammer. „Nach unserer Einschätzung ist es ausgeschlossen, dass die erforderlichen Transportfahrten über die Umleitung durch die Straßen von Nauen geführt werden können, wenn gleichzeitig ein sehr hohes Verkehrsaufkommen und viele Staus im Stadtgebiet zu erwarten sind“, heißt es in einem Schreiben an den Landesbetrieb. Die Erzeugung von Qualitätssilage erfordere zudem einen „sehr zügigen Transport von den Äckern auf die Betriebshöfe und eine schnelle Weiterverarbeitung“. Deshalb wird darum gebeten, die Arbeiten an der B 5 zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. „Aus unserer Sicht wäre ein Zeitfenster zwischen Dezember und April ein günstiger Zeitpunkt“, heißt es seitens des Bauernverbandes.

Frank Schmidt wollte sich zu dem Thema am Mittwoch noch nicht äußern, bevor das Antwortschreiben an den Bauernverband abgeschickt worden ist.

Von Andreas Kaatz

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