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Havelland PWG reißt am Mühlenweg zwei Wohnblöcke ab
Lokales Havelland PWG reißt am Mühlenweg zwei Wohnblöcke ab
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17:09 16.03.2018
Die PWG hat am Mühlenweg begonnen, einen Wohnblock mit 32 Wohnungen abzureißen. Quelle: Bernd Geske
Premnitz

Da stehen sie, die Premnitzer, und schauen, wie die Abrissbagger ihr Werk verrichten. Geschichten werden erzählt, man habe hier einst gewohnt. Die Premnitzer Wohnungsbaugesellschaft (PWG) hat begonnen, am Mühlenweg einen Wohnblock abreißen zu lassen. Die Entkernung lief schon seit ein paar Wochen. Wärmedämmung und Innereien sind entfernt.

Das Gebäude enthielt einst 32 Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen und hatte die Anschriften Mühlenweg 14 bis 17. „Das tut weh!“, gesteht PWG-Geschäftsführer Dietmar Kästner. Noch 1994 habe das Unternehmen den Wohnblock saniert und modernisiert – da habe es noch Wartelisten für Wohnungen geführt. Der Block sei gebaut worden Mitte der sechziger Jahre, er habe zur Wendezeit noch Ofenheizung gehabt. Bis zum Jahr 2000, berichtet der Geschäftsführer, hatte die PWG keinen nennenswerten Leerstand. Da ging es damit los.

Sechs neue Stadtvillen hat die PWG am Mühlenweg gebaut. Quelle: Bernd Geske

Aktuelle Prognosen sagen, dass die Stadt bis 2030 weiterhin viele Einwohner verlieren wird. Der Schwund wird auf eine Größenordnung geschätzt, die im Vergleich zu jetzt das Abreißen von 1000 Wohnungen nahelegt.

Schon seit längerer Zeit hatte sich abgezeichnet, dass die PWG von ihren vier Blöcken am Mühlenweg auf lange Sicht nur noch zwei brauchen wird. Die beiden Abrisskandidaten sind seit einigen Jahren nicht mehr neu belegt worden. Im Gebäude, das jetzt abgerissen wird, waren schließlich nur noch 50 Prozent bewohnt. Mitte 2017 hatte die PWG die verbliebenen Mieter dann schriftlich darum gebeten, sich eine neue Wohnung zu suchen und ihnen etwas aus dem eigenen Bestand angeboten.

PWG-Block mit den Nummern 18 bis 21 wird ebenfalls abgerissen

Der Wohnblock daneben, der ebenfalls 32 Wohnungen enthält und die Hausnummern Mühlenweg 18 bis 21 hat, soll ebenfalls abgerissen werden. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, es wird wohl in der zweiten Jahreshälfte sein.

Es fällt auf, dass die PWG gleich nebenan mittlerweile sechs neue Stadtvillen mit zwei Etagen gebaut hat. Die ersten drei wurden von September 2016 bis Mai 2017 errichtet und waren sofort voll vermietet. Für die nächsten drei haben die Bauarbeiten im September 2017 begonnen. Sie stehen kurz vor der Fertigstellung und sollen ab 1. Mai vermietet werden. Das Interesse ist groß.

Wohngebäude mit zwei Etagen sind ein Gebot der Stunde

Wohngebäude mit zwei Etagen sind ein Gebot der Stunde. Auch in Premnitz zeigt sich deutlich, dass Wohnungen in höheren Etagen kaum noch vermietet werden können.

Die neuen Stadtvillen sind annähernd baugleich. Jede hat zwei Etagen und enthält vier Wohnungen. Sind sind 60 oder 80 Quadratmeter groß. Das Erdgeschoss ist stets barrierefrei. „Die Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum ist groß“, teilt PWG-Chef Dietmar Kästner mit, „fast ein Drittel unserer Mieter sind Rentner.“ In den alten Grundrissen mit den kleinen Küchen und Bädern sei es schwierig, barrierefreie Wohnungen hinzubekommen.

Projekte der PWG am Mühlenweg

Abgerissen wird gegenwärtig der Wohnblock Mühlenweg 14 bis 17, der 32 Wohnungen enthält.

Zum Abriss vorgesehen ist auch der benachbarte Wohnblock Mühlenweg 18 bis 21, der ebenfalls 32 Wohnungen enthält.

Neu gebaut hat die PWG dort seit September 2016 bislang sechs Stadtvillen mit den Anschriften Mühlenweg 6 bis 10a.

Die Stadtvillen haben zwei Etagen und enthalten je vier Wohnungen.

Deshalb sei es sinnvoll, neu zu bauen. Nicht zuletzt verlange der Gesetzgeber heute sogar, dass eine Etage barrierefrei sein muss, wenn jemand Häuser ab vier Wohneinheiten baut. Die sechs neuen Stadtvillen haben die Anschriften Mühlenweg 6 bis 8 sowie 9 bis 10a. Sie sind nach dem energiesparenden KfW-55-Standard gebaut.

Danach gefragt, was auf der Fläche geschehen soll, die nach dem Abriss des Wohnblocks frei geworden ist, sagt Dietmar Kästner, dass dort weitere Stadtvillen entstehen sollen. Der Baubeginn könnte möglicherweise im September sein.

Von Bernd Geske

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