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Havelland Pappbootrennen am Falkenhagener See
Lokales Havelland Pappbootrennen am Falkenhagener See
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17:34 29.07.2016
Nur rund zehn Minuten hält ein Pappboot im Wasser. Quelle: Laura Sander
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Falkensee

Unter großem Gequietsche schafften es Julius, Johanna, Julia und Gino mit Müh’ und Not ans rettende Ufer des Falkenhagener Sees. Nass sind sie trotzdem geworden, denn ihr Boot ganz aus Pappe hat dem Wasser keine zehn Minuten standgehalten. „Und dabei haben wir etwa anderthalb Stunden daran gearbeitet. Na ja, es hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht“, rief Julius ans Ufer und stabilisierte das wacklige Konstrukt aus Pappe und Paketklebeband. Wenige Minuten später sah man die Grundschüler nur noch die matschigen Reste ihres Gefährts, dem sie den geschichtsträchtigen Namen „Titanic 2“ gegeben hatten, vom Ufer auflesen.

Das große Pappbootrennen, das von der offenen Jugendarbeit in Falkensee organisiert wurde, lockte am Freitag so manchen Schaulustigen an den Falkenhagener See. Mit einem Schmunzeln sahen sie den instabilen Schiffen beim Kentern zu. „Heute sind 45 Kinder aus Falkensee, Dallgow und Seeburg dabei. Das Rennen gibt es schon im zweiten Jahr und wird trägerübergreifend organisiert – die Kinder haben sichtlich Spaß an der Aktion“, so Andreas Rebiger vom Falkenseer Jugendclub „Die Brücke“. „Es ist mal etwas anderes“, findet auch Straßensozialarbeiter Frank Nossack aus Dallgow. „Die Kinder werden kreativ tätig und wir kommen mit ihnen in Kontakt. Es baut sich ein Vertrauensverhältnis auf, das wichtig wird, wenn die jetzigen Hortkinder in ein paar Jahren auch in die Jugendclubs gehen“, so Nossack, der das Rennen genau im Blick hat. „Sicherheit geht natürlich vor. Deshalb ist heute auch die DLRG vor Ort“, so der Dallgower Sozialarbeiter.
Vor dem eigentlichen Rennen hatten die Kinder in kleinen Teams insgesamt acht Boote aus dem wasserunverträglichen Stoff gefertigt. „Es sind aber nur drei Pappboote tatsächlich am anderen Ufer angekommen“, zog der 10-jährige Jaron Bilanz. Es war ein kurzes Rennen, doch das sei nicht weiter schlimm gewesen, so sein Kumpel Paul. „Das Bauen hat eigentlich viel mehr Spaß gemacht. Wir haben uns besonders viel Mühe gegeben und wirklich fast vier Stunden gebastelt“, so der 9-Jährige. Am Ende hat es nur drei Minuten gedauert, und Kapitän Jaron hatte das erste Wasser im Kahn. „Wir haben ja Ferien, und das Pappbootrennen ist eine tolle Abwechslung. Das könnte ich jeden Tag machen“, schwärmte der von Kopf bis Fuß tropfnasse Jaro, die Reste seines Pappboots in den Händen haltend.

Als Stärkung gab es nach dem aufregenden Rennen ein großes Picknick für alle Schiffbauer und Hobby-Kapitäne, das die Gruppe „Wir sind was wir sind – kochen für alle“ der Partnerschaft für Demokratie organisiert hatte.

Von Laura Sander

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