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Havelland Partnergemeinde schaut sich im Havelland um
Lokales Havelland Partnergemeinde schaut sich im Havelland um
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09:05 01.09.2017
Wolfgang Gräfe, Torsten Eickstädt, Felix Menzel und Raimer Kläschen (v.l.) besuchten unter andere die Carl Bolle Villa in Milow. Quelle: Christin Schmidt
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Milow

Längst überfällig war dieser Besuch, stellte Reimer Kläschen am Donnerstag fest. Der Vorsteher des Amtes Eiderkanal in Schleswig Holstein hatte sich gemeinsam mit Torsten Eickstädt, leitender Verwaltungsbeamter im Amt Eiderkanal, auf den Weg in die gut 350 Kilometer entfernte Partnergemeinde Milower Land gemacht. Von der regnerischen Küste ins 31 Grad heiße Havelland.

Das Amt Eiderkanal und die Gemeinde Milower Land verbindet eine enge Partnerschaft, die seit mehr als 25 Jahren besteht. Für Eickstädt war es ein Antrittsbesuch, Kläschen kam bereits 2012 erstmals nach Milow. „Es ist wunderschön, eigentlich müsste ich hier mal eine Woche Urlaub machen“, so Kläschen. Zusammen mit Felix Menzel (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, sorgt er seit 2012 dafür, dass die Partnerschaft wiederbelebt wird.

Ein Wiedersehen in Rendsburg ist geplant

„In den 1990er Jahren ging es in erster Linie um Amtshilfe. Wir bekamen zum Beispiel Technik, die in den alten Bundesländern nicht mehr gebraucht wurde. Für uns waren das damals Goldstücke“, erinnerte sich Wolfgang Gräfe (CDU), Vorsitzender der Gemeindevertretung Milower Land. Gemeinsam mit Menzel nahm er die Gäste am Donnerstag mit auf eine Tour durch die Ortsteile.

Die Amtshilfe ist Schnee von gestern, heute gehe es um Wissensaustausch. „Es ist ein Geben und Nehmen, wir können über unseren Tellerrand hinausschauen, zumal die Interessenlage oft ähnlich ist“, weiß Torsten Eickstädt. Sorgen mit Reichsbürgern, Breitbandausbau oder Ärger mit dem Regionalplan Wind – all diese Dinge beschäftigen die Milower ebenso wie ihre Freunde vom Nord-Ostsee-Kanal.

Felix Menzel, Raimer Kläsche, Wolfgang Gräfe und Torsten Eickstädt (v.l.) vor der Gemeindeverwaltung. Hier weist ein Schild auf die langjährige Partnerschaft der beiden Kommunen hin. Quelle: Christin Schmidt

„Hinzu kommt, dass wir uns sehr sympathisch sind“, betonte Raimer Kläschen mit einem Lächeln. Tatsächlich gehen die Milower und ihre Gäste sehr freundschaftlich miteinander um. Neben ernsteren Gesprächen bleibt stets Platz für Humor und Vergnügliches. „Von solchen Kontakten lebt die Deutsche Einheit“, stellte Wolfgang Gräfe fest.

Neben einem Besuch in der Verwaltung und in der Milower Jugendherberge „Carl Bolle“ schauten sich Kläschen und Eickstädt auch die Kleine Grundschule in Milow an, wo gerade gebaut wird. „Genau wie in unserer Grundschule“, bemerkte Kläschen. Er regte einen Austausch der Schulen an, da sie ähnliche Konzepte verfolgen. Eine Partnerschaft zwischen den Feuerwehren gibt es bereits.

Am Donnerstag verabschiedeten sich die Freunde nach einem gemeinsamen Frühstück in der Verwaltung. Ein Wiedersehen ist im nächsten Jahr in Rendsburg geplant.

Von Christin Schmidt

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