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Pegida-Demo: Weit weniger Unterstützer

Kundgebung in Schönwalde-Glien Pegida-Demo: Weit weniger Unterstützer

Rund 60 Menschen kamen am Freitag zu einer Kundgebung für Toleranz und Offenheit in Schönwalde-Glien (Havelland) zusammen. Grund war die dritte Demo von Pegida-Havelland, die rund 100 Meter entfernt stattfand. Dort kamen weit weniger Unterstützer als noch im Februar.

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Mit Musik gegen Hass – Rapper „Fourtytwo“ auf der Gegendemo.

Quelle: Danilo Hafer

Schönwalde-Glien. Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr demonstrierten am Freitag Anhänger und Unterstützer von Pegida-Havelland in Schönwalde-Glien. Wie schon bei den beiden Terminen zuvor, ging es wieder um das Thema Masseneinwanderung. Allerdings folgten dem jüngsten Aufruf deutlich weniger Anhänger. Gerade einmal rund 50 Demonstranten versammelten sich auf der Freifläche neben dem Edeka-Supermarkt in der Berliner Allee. Zur Kundgebung im Februar kamen noch rund 120 Menschen.

Mehr als 60 Menschen auf der Gegenkundgebung

Die sinkende Zahl der Pegida-Unterstützer hat auch Karl-Heinz Kordt von den Schönwalder Grünen wahrgenommen. Wie im Januar und Februar organisierte er auch diesmal eine Gegenkundgebung unter dem Motto „Dem Hass entgegentreten!“. Mehr als 60 Unterstützer versammelten sich dazu rund 100 Meter von der Pegida-Demo entfernt und traten friedlich für ein offenes, freundliches und tolerantes Schönwalde ein. Den Aufruf dazu unterzeichnete ein Bündnis aus Grünen, CDU, SPD, Linken, FDP und den Willkommensinitiativen der umliegenden Gemeinden.

Knapp 50 Unterstützer versammelten sich zur dritten Demo von Pegida-Havelland

Knapp 50 Unterstützer versammelten sich zur dritten Demo von Pegida-Havelland.

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„Zu sehen, dass immer weniger Menschen zu den Pegida-Kundgebungen gehen, ist ein gutes Gefühl“, sagte Karl-Heinz Kordt. Dabei ginge es gar nicht so sehr darum, wie viele Menschen zur Gegenkundgebung kommen, so Kordt. Es sei einfach wichtig, den Hass nicht unkommentiert stehen zu lassen. Staatssekretär Martin Gorholt (SPD) wies in seiner Rede darauf hin, dass sich unter den Unterstützern von Pegida eben nicht nur „besorgte Bürger“ befänden, sondern eine Reihe bekannter „Hardcore-Nazis“. Für den Bundestagsabgeordneten der Linken Harald Petzold war es vor allem wichtig zu zeigen, dass nicht die „besorgten Bürger“ die tatsächliche Mehrheit sind.

Pegida-Rednerin fordert eine „geschlossene Gesellschaft „

Gorholts Forderungen nach Toleranz und Offenheit bezeichnete ein Pegida-Redner, der nur als Nico vorgestellt wurde, als Hetze gegen die Anhänger der Pegida-Bewegung und somit die eigenen Leute. Sie wählten Gorholt prompt auf Platz eins ihrer „Nichtempfehlungsliste“ zur Landratswahl an diesem Sonntag. „Susanne“, eine weitere Rednerin, versuchte die jüngsten Terroranschläge in Brüssel zu analysieren. Das einzige Mittel, um solche Anschläge zu verhindern, sei eine „geschlossene Gesellschaft“. Denn wer Parallelgesellschaften dulde, an dem klebe bereits das Blut der Opfer, so die Theorie der Rednerin.

Bis auf einen Zwischenfall blieb es ruhig

Die Polizei war mit mehreren Mannschaftswagen angerückt, um die beiden Kundgebungen abzusichern. Bis auf einen kleinen Zwischenfall blieb am Freitag alles ruhig. Lediglich eine Gruppe von mehreren jungen Männern hielt eine Antifa-Fahne in die Luft und zeigte den Pegida-Anhängern den Mittelfinger. Die Polizei erteilte den jungen Männern daraufhin einen Platzverweis.

Von Danilo Hafer

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