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Havelland Pendler-Parkplätze hoffnungslos überfüllt
Lokales Havelland Pendler-Parkplätze hoffnungslos überfüllt
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02:15 30.04.2017
Falkenseer Gedränge auf den Parkplätzen in Bahnhofsnähe. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Der Falkenseer Park-and-Ride-Parkplatz an der neuen Stadthalle und in Bahnhofsnähe bietet 247 Plätze an, hinzu kommen acht weitere Plätze für Menschen mit Behinderungen. Daneben befindet sich ein unbefestigter Bereich, der ebenfalls von Autofahrern zum Parken genutzt wird. Insgesamt stehen fast 400 Parkplätze zur Verfügung. Wer nach acht Uhr kommt, hat aber kaum noch eine Chance, einen freien Platz zu ergattern. In der Pendlerstadt Falkensee kein Wunder. Hier sind 23.714 Pkw zugelassen.

Parkraumkonzeption gefragt

Der Ruf nach mehr Parkplätzen wird laut. Und ist auch bei den Abgeordneten der Falkenseer Stadtverordnetenversammlung angekommen. Bereits im Januar hatte die SPD-Fraktion einen Antrag zu einer „Innerstädtischen Parkraumkonzeption“ gestellt, angefeuert wurde der Antrag durch Gespräch mit Anwohnern im Bereich der Poststraße, deren Anliegerstraßen durch Pendler und Patienten systematisch zugeparkt werden.

Der Antrag der Sozialdemokraten wurde am Mittwochabend einstimmig angenommen, die Konzeption ist Teil der Debatte über den Verkehrsentwicklungsplanes von Falkensee. Und sie dürfte sich mit einem Vorschlag befassen, der jetzt von der CDU-Fraktion eingebracht wurde. „Das Thema von Parkplätzen im Zentrum wird häufig diskutiert“, sagte Fraktionsvorsitzende Daniela Zießnitz, „wir möchten in dem Zusammenhang die Diskussion über ein Parkhaus im Zentrum eröffnen.“ Die CDU schlägt als Standort den „wilden“ Parkplatz an der Scharenbergstraße vor.

Die Parkplatzsituation im Stadtzentrum ist tagsüber sehr angespannt, heißt es in der Begründung zu dem Antrag, in dem Bereich rund um den Bahnhof konkurrieren verschiedene Nutzergruppen miteinander: Pendler, Besucher der Stadthalle, Kunden der Geschäfte, Patienten der Arztpraxen. Mit einem Parkhaus könnten zusätzlich Parkplätze geschaffen und die Situation entspannt werden.

Tiefgarage als Variante

„Ein Parkhaus macht optisch den Platz kaputt“, argumentierte Frank Barz (Linke) und schlug an der Stelle eine Tiefgarage vor. Eine Entscheidung ist auf der Mittwochsberatung nicht gefallen, die Diskussion wurde in den Stadtentwicklungsausschuss verwiesen. Dabei dürfte auch über die Variante diskutiert werden, wonach Teile des vorhandenen Parkplatzes mit einem zweiten Deck versehen werden. Allerdings ist der erwartete Effekt dabei nicht allzu groß, da Rampen für An- und Abfahrten nötig sind.

20 Jahre Zweckbindung

Der Parkhaus-Standort reiht sich ein in die Parkplatzsituation rund um den Bahnhof. Im Süden liegt ein, von der Potsdamer Straße erreichbarer P+R-Platz mit 78 Stellplätzen, er wurde mit Fördermitteln 2006 gebaut, daraus ergibt sich – ebenso wie beim befestigten Parkplatz an der Stadthalle - eine Zweckbindungsfrist von 20 Jahren.Hinzu kommt ein kleinerer P+R-Parkplatz mit 24 Stellplätzen an der Kreuzung von Potsdamer Straße/Schwartzkopffstraße.

Der Bahnhofsbereich soll langfristig mit den Flächen östlich der Dallgower Straße verbunden werden, das geht aus dem Entwurf für den Bebauungsplan F 42 „Zentrum Schwartzkopffstraße“ hervor. Mit einer Brücke für Fußgänger und Radfahrer in der Nähe der Bahnstrecke könnten beide Seiten verbunden werden.

Seit Jahren diskutiert wird auch die Errichtung eines Pendlerparkplatzes auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes hinter der Volkshochschule.

Von Marlies Schnaibel

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