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Havelland Perwenitz bekommt einen Schulhort
Lokales Havelland Perwenitz bekommt einen Schulhort
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06:10 26.10.2016
Noch werden die Kinder in den Kitas betreut, hier in Paaren.  Quelle: Foto: Marotzke
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Schönwalde-Glien

 Wenn etwas funktioniert, dann sollte man es ja eigentlich nicht verändern. Anders sieht es allerdings aus, wenn eine Sache so gut funktioniert, dass sie am Ende derart populär ist, dass sie an ihre Grenzen stößt.

Genau das erleben gerade die Schönwalder Kindertagesstätten. Die meisten sind gut nachgefragt, die Kita „Frechdachs“ in Paaren im Glien ist sogar überbelegt. Der Gemeinde liegen aber schon jetzt sehr viele weitere Anträge junger Eltern auf einen Kitaplatz vor. Und die neuen Wohngebiete in Paaren und Grünefeld werden die Situation weiter verschärfen.

Die Gemeinde ist jedoch gesetzlich verpflichtet für alle Kinder ab einem Jahr einen Kindertagesstättenplatz zur Verfügung zu stellen. Gerade erst hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Eltern andernfalls auf Verdienstausfall klagen können (MAZ berichtete).

Die Verwaltung muss deshalb zeitnah zusätzliche Kitaplätze schaffen. Die Lösung: Die Hortkinder sollen künftig nicht mehr in den jeweiligen Kitas in den Ortsteilen betreut werden, sondern zentral in einem neuen Hort in der Grundschule in Perwenitz. Das hat die Gemeindevertretung jüngst mit großer Mehrheit beschlossen. Aktuell gibt es im Ort 50 Hortkinder in den sechs gemeindeeigenen Einrichtungen und weitere zehn in der vom Arbeiter-Samariter-Bund betriebenen Kita „Waldwichtel“ in Grünefeld.

Mehrere Gründe sprechen aus Sicht der Gemeinde für einen Zentralhort. Damit würden nicht nur Plätze für jüngere Kinder freigemacht werden. „Die Hortbetreuung im Schulgebäue ermöglicht auch eine bessere Kooperation zwischen Schule und Hort, die auch die Grundschule Perwenitz aufwertet“, sagt Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Zudem mache das gemeinschaftliche Spiel in großer Runde und das vielfältige Angebot die Hortarbeit wertvoller und den Kindern auch mehr Spaß.

Und: Der Betreuungsschlüssel für Hortkinder liegt lediglich bei 1 zu 15. Für weniger Kinder in einer Einrichtung gibt es deshalb keine zusätzliche Horterzieherin – sie müssen von einer Kitaerzieherin mitbetreut werden, die sich dann wiederum weniger intensiv um die jüngeren Kinder kümmern kann.

In der Grundschule stehen ausreichend Räume für die Betreuung der Hortkinder zur Verfügung. Größere Umbaumaßnahmen sind nicht erforderlich, allerdings müsste eine Umnutzung beim Bauordnungsamts des Landkreises beantragt werden, wozu ein Raumnutzungskonzept benötigt wird. Zu den Kosten ist noch nichts bekannt.

Diskutiert wurde in der Gemeindevertretung auch darüber, wie die Hortkinder künftig nach Hause kommen sollen. Bislang fahren sie nach der Schule mit dem Bus in ihren Ort, gehen dort nachmittags zur Kita und dann zu Fuß nach Hause. In Zukunft muss eine andere Lösung gefunden werden. „Das wird alles organisiert“, sagte Vizebürgermeister Kurt Hartley. „Machen wir doch nicht den zehnten Schritt vor dem ersten.“

Bis 1997 hatte es in Perwenitz schon einmal einen Schulhort gegeben. Dieser war aufgelöst und die Kinder auf die einzelnen Kitas aufgeteilt worden, weil die Einrichtungen zu dieser Zeit nur schwach ausgelastet waren und die damals noch amtsangehörigen Gemeinden um deren Existenz fürchteten. Mittlerweile hat sich das Blatt komplett gewendet.

Von Philip Häfner

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