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Havelland Weniger Unfälle aber mehr Verletzte
Lokales Havelland Weniger Unfälle aber mehr Verletzte
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21:11 18.04.2018
Dieser Unfall ereignete sich im vergangenen Jahr am Kreisel Rathenow-Ost. Quelle: Kay Harzmann
Havelland

Wildunfälle sind im vergangenen Jahr mit Abstand die Hauptursache für Unfälle im Straßenverkehr gewesen. Das sagte Lutz Gündel, Leiter der Polizeiinspektion Havelland, am Mittwoch. Er präsentierte die Unfallstatistik für den Landkreis. 978 Wildunfälle wurden 2017 gezählt. Das sind zwar 32 weniger, als im Jahr 2016 – aber immer noch haben Zusammenstöße mit Wild den Hauptanteil an allen Verkehrsunfällen.

Havelland steht besser da

Insgesamt wurden im Landkreis im Jahr 2017 weniger Verkehrsunfälle aufgenommen, als im Jahr davor. „Damit liegen wir im Havelland besser, als andere Bereiche in der Polizeidirektion West“, sagte Lutz Gündel. Diese Zahlen hatte zuvor Polizeidirektor Peter Meyritz zusammengefasst: „Es gab mehr Verkehrsunfälle, aber weniger Verkehrstote.“

Polizeidirektor Peter Meyritz Quelle: Frank Bürstenbinder

Auch die Zahl der verletzten Personen im Straßenverkehr sei, so Meyritz, zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Insgesamt gab es im Arbeitsbereich der Polizeidirektion West 26 634 Verkehrsunfälle, im Jahr 2016 waren es 25 766.

Bei Verletzten genau hinsehen

Bei den Unfällen im Havelland wurden im vergangenen Jahr 654 Personen verletzt, 23 mehr als im Jahr davor. Allerdings lohnt es sich, hier genau hinzusehen, erklärte Lutz Gündel. „Als verletzt gilt bereits jeder, der eine kleine Zerrung hat. Sobald ein Unfallteilnehmer in Krankenhaus kommt, gilt er als schwer verletzt, auch wenn er am Folgetag wieder nach Hause darf.“ Von den 654 Verletzten galten 181 als schwer verletzt.

Dieser Frontalunfall ereignete sich zwischen Nennhausen und Gräningen. Quelle: Kay Harzmann

Zu den Unfallursachen zeigt sich ein Bild, dass sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Hauptursache sind Wildunfälle. In der Rangfolge schließen sich Unfälle mit der Hauptursache „Vorfahrt/Vorrang“ an. 333 waren es im Jahr 2017, auch hier sind es weniger, als im Jahr zuvor. 324 Unfälle sind auf die Hauptursache Abstand zurückzuführen.

Zahlen immer im Zusammenhang

Lutz Gündel empfahl, die Zahlen stets im Zusammenhang zu betrachten. „Manchmal hat ein Unfall mehrere Hauptursachen und dann ist das auch in der Statistik mehrfach aufgeführt.“ Ein gutes Beispiel ergebe sich aus den beiden Hauptursachen „Geschwindigkeit“ (191) und „Baumunfall“ (90). Beides hänge oft zusammen. Bei den 90 Baumunfällen kamen vier Unfallbeteiligte ums Leben. In drei Fällen war auch die Geschwindigkeit zu hoch.

Nicht nachlassen

Die Polizei wird auch in den kommenden Monaten bei Geschwindigkeitskontrollen nicht nachlassen“, sagt Gündel. Es gebe mehrere Geschwindigkeitskontrollanlagen – einerseits die, die der Landkreis betreibt – das sind feste Anlagen. Dazu kommen die Lasermessungen der Polizei. Zudem hat auch die Polizei Messanlagen, die fest installiert werden. Und schließlich verfügt die Stadtverwaltung Falkensee auch über ein Messgerät.

90 Unfälle nach Alkoholfahrt

In der Statistik für die Verkehrsunfälle im Havelland für das Jahr 2017 sind die Unfallursachen genau beleuchtet und in Kategorien eingeteilt. Das gilt auch für die Verkehrsteilnehmer selbst.

Alkoholgenuss führte in 90 Fällen im vergangenen Jahr zu einem Unfall. Dabei waren 45 Verletzte zu beklagen. Der Anteil an der Gesamtunfallzahl liegt bei nur zwei Prozent.

Betäubungsmittelkonsum hatte 14 Unfälle zur Folge. 0,3 Prozent beträft der Anteil. Interessant trotz der kleinen Zahl ist, dass es doppelt so viele Ereignisse waren, wie im Jahr davor.

Insgesamt gab es bei den 4513 Verkehrsunfällen in 3973 Fällen Sachschaden. 654 Verletzte und 181 schwer Verletzte sind in der Statistik vermerkt. Dazu fünf Verkehrstote.

Senioren im Alter von 65 Jahren und höher haben 891 Unfälle verursacht. Junge Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahre stehen hier mit 368 Unfällen in der Statistik. Unfallbeteiligte Kinder sind zumeist Radfahrer. Oft handelt es sich um so genannte Schulwegunfälle.

81 Kinder verunglückten bei Unfällen insgesamt. Wie schon im Jahr 2016 wurde auch 2917 kein Kind getötet.

Die wichtigsten Strecken, auf denen die Polizei kontrolliert, sind die Bundesstraßen. Gündel: „Das kann man auf die Bundesstraßen 188, 5 und 102 eingrenzen.“ Diese Straßen seien auch sehr durch hohen Fahrzeugverkehr belastet.

Kreisunfallkommission zieht die Lehren

Welche Lehren aus der Polizeistatistik zu ziehen sind, ist auch Sache der Kreisunfallkommission. „Da werden wir uns die Zahlen ansehen und über die Hintergründe sprechen“, sagt Gündel. Aus diesen Beratungen können sich zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen für bestimmte Straßenabschnitte ergeben.

Von Joachim Wilisch

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