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Peter Schwarzlose ist Zuschauer in Rio

Rathenow Peter Schwarzlose ist Zuschauer in Rio

Peter Schwarzlose aus Rathenow hat sich einen Kindheitstraum erfüllt und verfolgt zum ersten Mal in seinem Leben Olympische Sommerspiele – und zwar vom ersten bis zum letzten Tag. In einer ersten Mail hat er der MAZ jetzt von seinen Erlebnissen berichtet. Und neben tollen Eindrücken auch Kritikwürdiges übermittelt.

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Peter Schwarzlose am Freitag im Olympiastadion von Rio der Janeiro bei der Eröffnungsfeier.

Quelle: privat

Rathenow/Rio. So ist das mit der Erfüllung von Träumen – vor allem wenn sie spektakulär sind: Es geht nicht immer reibungslos ab. Peter Schwarzlose kann ein Lied davon singen. Der Oberschullehrer aus Rathenow ist in Rio de Janeiro, um dort – zum ersten Mal in seinem Leben – Olympische Sommerspiele zu verfolgen. Und zwar vom ersten bis zum letzten Tag.

Allerdings hört sich das einfacher an, als es ist. Denn der 58-jährige Sportfan hatte vor seinem Abflug nach Rio de Janeiro noch die ein oder andere echte Schrecksekunde zu überstehen. Der Umschlag mit sämtlichen Eintrittskarten war auf dem Weg vom Reiseveranstalter nach Rathenow verschütt gegangen. Am Ende hat Schwarzlose nach nervenaufreibenden Verhandlungen die Tickets doch noch bekommen.

Nun ist er am Ziel seiner Träume, und die erste Mail, die er an die MAZ-Redaktion geschickt hat, vermittelt etwas von der Euphorie, die das Großereignis entfacht hat. Die Eröffnungszeremonie im Olympiastadion sei emotional eine tolle Veranstaltung gewesen. Mit Überraschungen, spektakulären Show-Effekten und Gänsehaut-Atmosphäre. „Die Stimmung auf den Rängen war einfach fantastisch“, schreibt Schwarzlose sichtlich beeindruckt. Auch wenn er und viele seiner benachbarten Zuschauer das Entzünden der olympischen Flamme fast verpasst hätten. „Niemand konnte in dem ganzen Lichtspektakel den Ort ausmachen, wo das Feuer entzündet werden sollte.“ Aber dafür sei das Abschlussfeuerwerk nicht zu übersehen gewesen. „Es war gigantisch.“

Gigantisch war Schwarzlose zufolge auch die Länge der Zeremonie. Der Zeitplan sei massiv überzogen worden, so der Sportfan aus Rathenow. Als Fernsehzuschauer bekomme man den ganzen Vorlauf mit der Warterei ja nicht mit.

Zeitaufwändig ist das Erlebnis Olympia auch, weil die Sicherheitsvorkehrungen sehr streng sind und die Brasilianer in dieser Hinsicht nicht mit sich spaßen lassen. Die Straßen im Bereich der Wettkampfstätten seien weiträumig abgesperrt, so Schwarzlose. Alle zehn Meter treffe man auf schwer bewaffnete Armee- und Polizeikräfte. Und vor dem Betreten der Sportstätten gehe es zu wie beim Sicherheitscheck auf einem Flughafen.

Das alles lässt man als Fan geduldig über sich ergehen. Weil man weiß, dass man für die Mühen reichlich belohnt wird. Schwarzlose hat Fechtkämpfe im nagelneuen Deodoro Park verfolgt, und im spektakulären Beachvolleyballstadion, das wie gemalt am weltberühmten Strand von Copacabana liegt, war er auch schon. Boxen, Judo, Kanu stehen noch auf dem Programm. Und wenn in der kommenden Woche die Leichtathletik-Wettkämpfe losgehen, wird Peter Schwarzlose live dabei sein. „Fazit bisher: Alles top“ heißt es in seiner Mail an die MAZ. Aber für eine Sache hat er als echter Sportsfreund kein rechtes Verständnis: „die brasilianischen Fans, die ihre Sportler super anfeuern, aber deren Gegner permanent ausbuhen.“ Da hilft nur eines: gegenhalten.

 

Von Markus Kniebeler

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