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Abschied von der Gemeinde

Markeer Pfarrerin Angela Johannes geht in den Ruhestand Abschied von der Gemeinde

Nach fast 21 Jahren im Havelland geht die Markeer Pfarrerin Angela Johannes jetzt in den Ruhestand. Am Sonntag fand der Abschiedsgottesdienst in der Kirche St. Nikolai zu Markau statt. Die gebürtige Dresdnerin war unter anderem auch in den Orten Wernitz, Klein Behnitz, Tremmen und Börnicke tätig.

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1995 bewarb sich Angela Johannes um die Pfarrstelle.

Quelle: W. Balzer

Markee. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Pastorin Angela Johannes (61), verheiratet, vier Kinder, nach ihrem Abschiedsgottesdienst am Sonntag in der Kirche St. Nikolai zu Markau. Die unglaubliche Fülle an Engeln in dem Raum, die vier Evangelisten, aber auch die Gethsemane-Szene des Altarbildes, alles das inspirierte sie zu ihrer Predigt über die die biblischen Texte abbildenden Figuren. Sie seien Boten, über die sich Gott uns nähere. „Wie reagiere ich auf die Botschaften, was mache ich persönlich daraus, wie lebe ich“, sagte sie. Das seien die Fragen, die sich daraus ergeben. Fragen, die sie ähnlich wohl auch in den Kirchen in Markee, Wernitz, Klein Behnitz, Tremmen und Etzin stellte, die sie in den vergangenen fast 21 Jahren ihres Wirkens im Havelland ebenfalls betreute, genauso wie beispielsweise die Gemeinden Börnicke und Grünefeld.

Angela Johannes studierte in Tübingen und Erlangen Theologie und legte 1979 das bayerische Staatsexamen ab. 1995 bewarb sie sich um die Pfarrstelle in Markau-Markee. „Ich habe mich damals ziemlich ins Blaue beworben“, meinte sie. Die Friedhöfe hätten zwar einen ordentlichen Eindruck gemacht, „aber die Kirchen waren geschlossen.“ Dann hätte sie auch noch der kirchliche Personalreferent gefragt, ob sie wüsste, dass sie nur Ostgehalt bekäme, damals etwa 80 Prozent vom Westgehalt. Kein Problem für Angela Johannes. „Ich suchte keinen Job, sondern einen Beruf, und darin steckt das Wort Berufung“, blickte die gebürtige Dresdnerin zurück.

So ganz einfach war es aber nicht, als sie in die Kirchengemeinde kam. Die Einwohner seien vorsichtig gewesen, einige Jahre auch nicht besonders offen, schilderte sie die Anfänge. Und dann habe es auch ein später eingestelltes Abberufungsverfahren mit für sie nicht nachvollziehbaren Gründen gegeben. „Mobbing von oben“ nennt sie das heute. Für sie einer der negativsten emotionalen Momente. Andererseits habe sie zu vielen Menschen ein sehr warmherziges Verhältnis gepflegt, erzählte sie über das Positive in den von ihr betreuten Gemeinden.

Sie hofft, dass auch künftig das gute Verhältnis zur Markeer Kita fortgesetzt wird und erzählte begeistert von den Märchenaufführungen der Eltern und Großeltern mit den Jüngsten als Statisten in der Markauer Kirche in der Vorweihnachtszeit. „Das war immer wirklich schön“, so Angela Johannes, die in den nächsten Wochen mit ihrem Ehemann in dessen Heimat, in die Pfalz, ziehen wird.

Von Wolfgang Balzer

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