Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Abschied von der Gemeinde
Lokales Havelland Abschied von der Gemeinde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 27.08.2015
1995 bewarb sich Angela Johannes um die Pfarrstelle. Quelle: W. Balzer
Anzeige
Markee

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Pastorin Angela Johannes (61), verheiratet, vier Kinder, nach ihrem Abschiedsgottesdienst am Sonntag in der Kirche St. Nikolai zu Markau. Die unglaubliche Fülle an Engeln in dem Raum, die vier Evangelisten, aber auch die Gethsemane-Szene des Altarbildes, alles das inspirierte sie zu ihrer Predigt über die die biblischen Texte abbildenden Figuren. Sie seien Boten, über die sich Gott uns nähere. „Wie reagiere ich auf die Botschaften, was mache ich persönlich daraus, wie lebe ich“, sagte sie. Das seien die Fragen, die sich daraus ergeben. Fragen, die sie ähnlich wohl auch in den Kirchen in Markee, Wernitz, Klein Behnitz, Tremmen und Etzin stellte, die sie in den vergangenen fast 21 Jahren ihres Wirkens im Havelland ebenfalls betreute, genauso wie beispielsweise die Gemeinden Börnicke und Grünefeld.

Angela Johannes studierte in Tübingen und Erlangen Theologie und legte 1979 das bayerische Staatsexamen ab. 1995 bewarb sie sich um die Pfarrstelle in Markau-Markee. „Ich habe mich damals ziemlich ins Blaue beworben“, meinte sie. Die Friedhöfe hätten zwar einen ordentlichen Eindruck gemacht, „aber die Kirchen waren geschlossen.“ Dann hätte sie auch noch der kirchliche Personalreferent gefragt, ob sie wüsste, dass sie nur Ostgehalt bekäme, damals etwa 80 Prozent vom Westgehalt. Kein Problem für Angela Johannes. „Ich suchte keinen Job, sondern einen Beruf, und darin steckt das Wort Berufung“, blickte die gebürtige Dresdnerin zurück.

So ganz einfach war es aber nicht, als sie in die Kirchengemeinde kam. Die Einwohner seien vorsichtig gewesen, einige Jahre auch nicht besonders offen, schilderte sie die Anfänge. Und dann habe es auch ein später eingestelltes Abberufungsverfahren mit für sie nicht nachvollziehbaren Gründen gegeben. „Mobbing von oben“ nennt sie das heute. Für sie einer der negativsten emotionalen Momente. Andererseits habe sie zu vielen Menschen ein sehr warmherziges Verhältnis gepflegt, erzählte sie über das Positive in den von ihr betreuten Gemeinden.

Sie hofft, dass auch künftig das gute Verhältnis zur Markeer Kita fortgesetzt wird und erzählte begeistert von den Märchenaufführungen der Eltern und Großeltern mit den Jüngsten als Statisten in der Markauer Kirche in der Vorweihnachtszeit. „Das war immer wirklich schön“, so Angela Johannes, die in den nächsten Wochen mit ihrem Ehemann in dessen Heimat, in die Pfalz, ziehen wird.

Von Wolfgang Balzer

Havelland Faszination Technik in Mildenberg - Von Kopf bis Fuß auf Oldtimer eingestellt

Für Freunde alter Fahrzeuge war der Ziegeleipark in Mildenberg am Wochenende ein wahres Eldorado. Mehr als 250 Aussteller zeigten auf dem Gelände ihre historischen Zwei- und Vierräder.

27.08.2015
Havelland Verdis „Nabucco“ unter freiem Himmel in Nauen - Freiheitsoper begeisterte 800 Zuschauer

Die weltberühmte Verdi-Oper wurde 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt. In Nauen entfaltete „Nabucco“ seine Glut unter freiem Himmel im Herzen der historischen Altstadt. 800 Besucher kamen am Sonnabend auf den Martin-Luther-Platz, um die Inszenierung der Prager Festspieloper mit großem Orchester und beeindruckenden Stimmen zu erleben.

26.08.2015
Havelland Havelland: Polizeibericht vom 23. August - 24-Jährige Beifahrerin schwer verletzt

Eine 24-jährige Frau ist am Sonnabend bei Schmetzdorf (Gemeinde Milower Land) schwer verletzt worden. Sie saß als Beifahrerin in einem Auto, das in einer Rechtskurve ins Schleudern geraten war. Der Fahrer blieb unverletzt.

23.08.2015
Anzeige