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Havelland Pferdepension beherbergt 80 Tiere
Lokales Havelland Pferdepension beherbergt 80 Tiere
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11:25 25.10.2016
Die Pferdewirtschaftsmeisterin Silvana Polzfuss begrüßt auf einer Weide zwei ihrer Pferde.   Quelle: Hans-Peter Theurich
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Brieselang

 Der Fußmarsch vom Bahnhof Brieselang zur idyllisch gelegenen Pferdepension Polzfuss lohnt sich, auch bei Hitze. Die Forststraße runter und vor dem Wald abbiegen, entlang der L 202. Dann links in den Stallweg. Plötzlich kommt eine Stute mit ihrem Fohlen über eine Weide angetrabt. Die beiden braunen Pferde betrachten den Fremden neugierig, wie er am Drahtzaun mit seiner Kamera hantiert. Mutter und Kind haben Besseres zu tun, als sich in Positur zu stellen, und beugen sich über eine mit Wasser gefüllte Tränke.

Silvana Polzfuss lacht, als sie die Geschichte hört. „Das war bestimmt meine Deaconnes mit ihrem kleinen Quintest.“ Vor ein paar Minuten fuhr die 45-Jährige noch auf einem kleinen Traktor und mähte eine Wiese. Viel zu tun gibt es auf dem Landwirtschaftsbetrieb der Familie. „Mein Mann Mathias kümmert sich heute ums Heu. Die Tiere brauchen schließlich Futter.“ Wir sitzen im Schatten unter Bäumen, ringsum Reitplätze und Ställe. Manchmal ist Gewieher zu hören: ein Pony, ein Esel oder ein munterer Hengst?

„Rund 80 Tiere haben wir in unserer Pferdepension untergebracht, deren Besitzer wohnen in Berlin oder im Havelland. Zur Anlage gehören 140 Hektar Weidefläche“, erzählt Silvana Polzfuss. Hier draußen, auf dem ehemaligen Gelände einer LPG, hat sie wohl ihr Glück gefunden. Die Krankenschwester für Intensivmedizin schöpft Kraft in ihrem zweiten Beruf als Pferdewirtschaftsmeisterin. Mit ihrem Mann Mathias Polzfuss gehört sie zu den Gründern des Reit- und Fahrvereins Brieselang, bei dem sie als Vorsitzende fungiert. Er ist Meister als Hufbeschlagsschmied, ausgebildeter Landwirt und natürlich Chef auf dem Hof.

Alles passt offenbar perfekt in dieser Familie. „Unser Sohn Christopher hilft, so oft er kann, Tochter Linda züchtet Rinder. Und wir bilden außerdem Pferdewirte aus“, sagt Silvana Polzfuss. Dann verweist sie noch auf die vielen Facharbeiter, „ohne die gar nichts gehen würde.“ Das Glück der Erde liegt angeblich auf dem Rücken der Pferde. Für den Betrieb der Familie Polzfuss in Brieselang trifft das anscheinend zu.
Brigitte Schaetzke setzt sich zu uns. Sie schwärmt von ihrer Arbeit als Therapeutin und Jugendwartin beim Reit- und Fahrverein: „Ich bringe hier Kindern ab vier Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bei, wie sie sich einem Pferd nähern sollen. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, wenn sie Tiere von der Koppel oder aus dem Stall holen, bürsten und schauen, ob die überhaupt gesund sind, bevor es ans Reiten geht.“

Stimmt es, dass vor allem Mädchen ein eigenes Pferd haben wollen, und wenn es nur für einen Tag in der Woche ist? „Ja, sie träumen davon, mit diesem Lebewesen als Partner gen Sonnenuntergang zu reiten, ganz romantisch. Die meisten Jungs würden am liebsten durch die Gegend galoppieren“, sagt Brigitte Schaetzke.

Silvana Polzfuss geht voran zu einer Weide, auf der sich zwei einjährige Hengste tummeln. Sie öffnet das Gatter und begrüßt die Tiere wie vertraute Freunde. „Pferde sind mein Leben“, sagt sie und wirkt dabei ausgesprochen glücklich.

Von Hans-Peter Theurich

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