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Pferdesteuer im Havelland wird abgelehnt

Erklärung des Kreisbauernverbandes Pferdesteuer im Havelland wird abgelehnt

Der Tenor war deutlich: Eine Pferdesteuer in havelländischen Kommunen wird von den Landwirten abgelehnt. Eine entsprechende Erklärung wurde am Donnerstag in Paaren im Glien in der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes mit großer Mehrheit verabschiedet.

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Pferdehalte sollen nach Meinung des Kreisbauernverbandes von den Kommunen nicht zur Kasse gebeten werden dürfen.

Quelle: Peter Geisler

Paaren im Glien. Die Einführung einer kommunalen Pferdesteuer in den Kommunen des Havellandes ist am Donnerstag in der Mitgliederversammlung des Kreisbauernverbandes in Paaren im Glien abgelehnt worden. 95 Prozent der Teilnehmer folgten einer Erklärung, die sich gegen eine solche Abgabe ausspricht. Eine derartige Steuer belaste die Pferdehalter zusätzlich und schade nicht nur ihnen, sondern auch den Landwirten und den Wirtschaftspartnern im vor- und nachgelagerten Bereich, heißt es in der Erklärung. Die Bauern schlagen vor, zusätzliche Kosten, die den Kommunen aufgrund der Pferdehaltung oder des Pferdesports eventuell entstehen, mit den Beteiligten vor Ort projektbezogen und somit einfacher zu regeln.

Auf die Tagesordnung des Kreisbauernverbandes kam das Thema, nachdem in einigen Kommunen, so in Schönwalde-Glien, über eine Abgabe für Pferdehalter diskutiert worden war (MAZ berichtete). Die Bauern begründeten ihre ablehnende Haltung gegenüber einer Pferdesteuer ausführlich: Die Haltung von Pferden für den Sport und die Zucht habe sich im Havelland in den letzten Jahren stetig entwickelt. Aktuell gebe es fast 4500 Pferde im Landkreis. Durch den Pferdesport und die Pferdezucht, aber auch durch vielfältige vor- und nachgelagerte Bereiche habe sich ein Wirtschaftsbereich in der Landwirtschaft entwickelt, dessen jährliche Gesamtumsätze allein im Havelland auf rund 20 Millionen Euro geschätzt werden. Pferdebesitzer und Pensionsbetreiber müssten die Unterbringung der Pferde, den Sport, die Zucht, Investitionen in Neuanlagen und die laufenden Kosten für Anlagen, Futterlieferanten, Pachten, Hufschmiede, Tierärzte und Versicherungen finanziell begleichen. Erste Vereinbarungen für eine Wegenutzungsgebühr könnten als weiterer Kostenfaktor hinzukommen.

Des Weiteren weist der Kreisbauernverband darauf hin, dass eine Pferdesteuer auf kommunaler Ebene einerseits schwer umzusetzen ist und andererseits dazu führen würde, dass Pferdebesitzer in pferdesteuerfreie Kommunen wechseln. Zu beachten sei auch, dass in den letzten Jahren bereits der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für die Pensionspferdehaltung und für den Handel mit Reitpferden abgeschafft wurde. Nicht erkennbar sei zudem, warum die Sportart Reiten besteuert werden sollte, andere Sportarten aber nicht, heißt es.

Von MAZonline

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