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Photovoltaik im Industriepark nicht erwünscht

Premnitz Photovoltaik im Industriepark nicht erwünscht

Der Stadt Premnitz liegen zwei Anfragen von Interessenten vor, die im Industriepark große Photovoltaikanlagen errichten wollen. Die Verwaltung bat den Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung um eine Grundsatzentscheidung in dieser Frage. Die Abgeordneten lehnten ab, weil die Flächen für produzierendes Gewerbe und Industrie frei gehalten werden sollen.

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Es gibt noch diverse freie Flächen im Industriepark Premnitz, aber Photovoltaikanlagen sollen dort vorerst nicht hin.

Quelle: Bernd Geske

Premnitz. Im Industriepark Premnitz wird es bis auf Weiteres keine größeren Flächen mit Photovoltaikanlagen geben. Dafür haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung ausgesprochen. Die Verwaltung hatte um eine Grundsatzentscheidung gebeten, weil dort zwei Anfragen zu Photovoltaikanlagen im Industriepark vorliegen. Die Verwaltung beabsichtige, negative Stellungnahmen abzugeben, teilt die Beschlussvorlage mit. Die freien Flächen seien für das produzierende Gewerbe und Industrie vorzuhalten.

Grundsätzlich wären Photovoltaikanlagen im Industriepark zulässig

Grundsätzlich wären Photovoltaikanlagen im Industriepark zulässig, erklärte Jenny Jost von der Verwaltung im Ausschuss. Bis zur Hälfte einer Teilfläche sei so etwas möglich, ohne den jeweiligen Bebauungsplan und den Flächennutzungsplan zu ändern. Die Anfragen bezögen sich allerdings auf mehr als die Hälfte, teilte sie mit. Deshalb müsste es dazu sowieso einen Beschluss der Stadtverordneten geben. In letzter Zeit gebe es verstärkt Anfragen nach Flächen für Photovoltaik im Industriepark, berichtete Jenny Jost. Darum sei nun die Frage zu klären: „Wollen wir das oder nicht?“

„Wir wollen Industrieflächen“, befand Joachim Aurich (CDU), „es soll bleiben, wie es ist.“ Der Ausschussvorsitzende Marcel Kibbert (DMP) sagte: „Photovoltaik im Industriepark ist nicht wünschenswert.“ Henry Ketter (DMP) gab zu bedenken: „Wenn kein produzierendes Gewerbe kommt und die Flächen 20 Jahre leer bleiben, nehmen wir 20 Jahre kein Geld ein.“ Die stellvertretende Bürgermeisterin Carola Kapitza erklärte, wenn man sich jetzt gegen Photovoltaik im Industriepark ausspreche, sei das keine starre Entscheidung. In einigen Jahren könne ja wieder über die Frage nachgedacht werden. „Die Industrieflächen sind mit großem Aufwand erschlossen worden“, sagte Gerd Haberstroh (SPD), „deswegen würde ich Photovoltaik dort auch ablehnen.“ Eine Ausnahme ließe sich vielleicht bei kleinen Restflächen machen.

Von Bernd Geske

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